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Marlow im Sand

von Charlotte Krafft

Format:Softcover
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Eine Welt, in der Verwandtschaft nicht an Abstammung geknüpft ist, sondern an emotionale Nähe. Das ist die Prämisse. Menschen, die einander nahekommen, machen sich verwandt, indem sie Eigenschaften voneinander erben. Jedes Individuum ist somit lebendiges Denkmal für bedeutsame Begegnungen. Hier ist eine Frau verschwunden. Hier kursieren Gerüchte. Eine schlechte Agentin begibt sich auf die Suche, ihr Name ist China Marlow. Sie ist schlecht, weil sie nicht von sich absehen kann, sie kann nicht von sich absehen, weil sie nicht erben kann, sie kann nicht erben, weil sie schlecht zu sein glaubt. Doch sie lernt, dass sie mit ihrer Unfähigkeit, mit ihrem Narzissmus nicht allein ist. Verschiedene Figuren begegnen China, die alle auf ihre eigene Weise unter Einsamkeit leiden und um Nähe sich bemühen. Chinas Auftrag führt sie durch diese Begegnungen, durch besetzte Orte und versehrte Landschaften – durch öde Vorstädte, Ghettos, Geister- und Touristenstädte, durch Ruinen, verlassene Dörfer, Industrie- und Erholungsgebiete und schließlich durch den Sand, durch den Sturm. Auf der anderen Seite des Sturms kommt sie wieder heraus, und findet dort, natürlich, eine Utopie.

Science-Fiction & Fantasy
248 SeitenSoftcover
Erschienen an: September 14, 2022

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.8(4 ratings)
sunaRezension von suna

in „marlow im sand“, geschrieben von charlotte krafft, von der ich neulich auch den kurzgeschichtenband „die palmen am strand von acapulcur, sie nicken“ gelesen und sehr gemocht habe, erzählt die autorin über eine agentin, eine wüsteninsel, übers erben und vererben. der roman ist eine mischung aus kriminalgeschichte und surrealer atmosphärenbeschreibung und die autorin kreiert eine traumartige welt, die mich sehr in ihren bann gezogen hat. ich mochte die stimmung, die der roman einfängt, die „vage weirdness“, wie es rezensentin anja kümmel treffend beschrieben hat, das skurrile setting, die präzise gesetzten verbindungen zu unserer realen und gleichzeitig die eigenheiten dieser fiktiven welt. auch wenn ich ständig das gefühl hatte, nicht ganz zu verstehen worum es ging und keine verbindung zu den charakteren aufbauen konnte und daher auch empfehlen würde, keine zu großen zeitabstände beim lesen zu haben, habe ich den roman sehr gerne gelesen.

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