Mario und der Zauberer
von Thomas Mann
Thomas Manns Novelle aus dem Jahr 1929 über den Auftritt eines Hypnotiseurs in einem italienischen Badeort ist oft als Parabel auf die Verführbarkeit des Einzelnen und Manipulierbarkeit der Massen gedeutet worden, zugleich aber auch als prophetische Vorwegnahme der späteren Ereignisse in Deutschland. Und auch heute dürfte der Text angesichts der vielen politischen oder religiösen Scharlatane und Ratten-fänger auf der Welt kaum etwas von seiner Aktualität verloren haben. Die namhafte Berliner Zeichnerin Kat Menschik hat die Erzählung in der ihr eigenen klaren Bildsprache mit zahlreichen farbigen Buchdruckgrafiken neu illustriert. Das Buch erscheint als Jubiläumsausgabe zum 25jährigen Bestehen der Officina Ludi und wurde im Buchdruckverfahren auf den historischen Maschinen im Hamburger Museum der Arbeit gedruckt. Jede einzelne der Grafiken, die als Strichätzungen nicht gerastert, sondern mit handgemischten Echtfarben gedruckt sind, benötigte drei separate Druckvorgänge.
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Mario und der Zauberer
von Thomas Mann
Thomas Manns Novelle aus dem Jahr 1929 über den Auftritt eines Hypnotiseurs in einem italienischen Badeort ist oft als Parabel auf die Verführbarkeit des Einzelnen und Manipulierbarkeit der Massen gedeutet worden, zugleich aber auch als prophetische Vorwegnahme der späteren Ereignisse in Deutschland. Und auch heute dürfte der Text angesichts der vielen politischen oder religiösen Scharlatane und Ratten-fänger auf der Welt kaum etwas von seiner Aktualität verloren haben. Die namhafte Berliner Zeichnerin Kat Menschik hat die Erzählung in der ihr eigenen klaren Bildsprache mit zahlreichen farbigen Buchdruckgrafiken neu illustriert. Das Buch erscheint als Jubiläumsausgabe zum 25jährigen Bestehen der Officina Ludi und wurde im Buchdruckverfahren auf den historischen Maschinen im Hamburger Museum der Arbeit gedruckt. Jede einzelne der Grafiken, die als Strichätzungen nicht gerastert, sondern mit handgemischten Echtfarben gedruckt sind, benötigte drei separate Druckvorgänge.
Aktuelle Rezensionen(5)
Kritik am Faschismus in Form einer Novelle von Thomas Mann. Er beschreibt sehr interessant die Manipulation der Massen, gerade im Kontext um 1930 eine alarmierende Warnung, die leider wahr wurde.
Mich hat das Buch leider nicht überzeugt… ich fand es total verwirrend und dadurch dass es keine Kapital gab war es extrem anstrengend zu lesen.
Viel besser als beim ersten Lesen. Es ist wirklich beeindruckend, wie treffend Thomas Mann die Situation der Gesellschaft in Italien damals beobachtet hat und quasi Dinge vorausgesagt hat, von denen er selbst gar nicht dachte, dass sie in dieser Weise in Europa eintreffen würden. Mal abgesehen von seiner sommerlichen und dennoch so bedrückenden Atmosphäre ist das Buch auch noch so kreativ mit der Zaubershow, Mann fädelt den magischen Realismus so selbstverständlich ein, dass man sich (oder ich mich zumindest) über mehrere Seiten fragt *Ist es jetzt nur eine Illusion, oder kann er wirklich andere Menschen kontrollieren?* und die Zaubershow sich wie eine ganz komische Szene vor einem ausbreitet. So schön Manns Schreibstil ist, manchmal verheddere ich mich immer noch in ihm. Mag auch an der Ausgabe der Novelle liegen – wer denkt sich bitte aus, dass ein Satz über eine Seite geht, weil das Schriftbild so groß ist? Ich muss unbedingt noch mehr von Thomas Mann lesen.
Könnte man 0 Sterne geben, würde ich es machen.
Joa ... Ich weiß nicht so recht, ob das hier wieder ein klassischer Fall vom falschen Lesezeitpunkt war. Ich weiß, dass es hier große Fans dieses kleinen Manns gibt, aber mich hat es ehrlich gesagt eher gelangweilt.