In Tagebucheinträgen, Briefen, Überwachungskameraaufnahmen, Tonaufzeichnungen und verschlüsselten Nachrichten wird eine außergewöhnliche Geschichte erzählt, die für Gänsehaut sorgt, die Tradition der Geisterhausgeschichten aber auf eine völlig neue Ebene führt. Einige Monate nachdem der letzte der Wells Söhne aus seinem Schlafzimmerfenster im Axton House – leider vergaß er, es vorher zu öffnen – gesprungen ist, bezieht ein eigenartiges europäisches Pärchen das verlassene Anwesen. A. ist 23 und entpuppt sich als der unvorhergesehene Erbe. Niamh ist eine stumme jugendliche Punkerin, die er selbst als seine Gefährtin oder Beschützerin beschreibt. Dass das Anwesen von Geistern heimgesucht werden soll, macht die beiden nur noch neugieriger auf ihr neues, bequemes – da reiches – Leben. Aber die Geister, die in diesem Haus herumspuken, sind bei weitem nicht das dunkelste Geheimnis von Axton House. Und nicht das mörderischste …
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Mörderische Renovierung
von Edgar Cantero, Thomas Görden
In Tagebucheinträgen, Briefen, Überwachungskameraaufnahmen, Tonaufzeichnungen und verschlüsselten Nachrichten wird eine außergewöhnliche Geschichte erzählt, die für Gänsehaut sorgt, die Tradition der Geisterhausgeschichten aber auf eine völlig neue Ebene führt. Einige Monate nachdem der letzte der Wells Söhne aus seinem Schlafzimmerfenster im Axton House – leider vergaß er, es vorher zu öffnen – gesprungen ist, bezieht ein eigenartiges europäisches Pärchen das verlassene Anwesen. A. ist 23 und entpuppt sich als der unvorhergesehene Erbe. Niamh ist eine stumme jugendliche Punkerin, die er selbst als seine Gefährtin oder Beschützerin beschreibt. Dass das Anwesen von Geistern heimgesucht werden soll, macht die beiden nur noch neugieriger auf ihr neues, bequemes – da reiches – Leben. Aber die Geister, die in diesem Haus herumspuken, sind bei weitem nicht das dunkelste Geheimnis von Axton House. Und nicht das mörderischste …
Aktuelle Rezensionen(1)
<a href="https://licentpoeticae.wordpress.com/2019/03/01/edgar-cantero-moerderische-renovierung/">Rezension</a> <i>Ich hätte mir keine unsanftere Unterbrechung meines Lebensstils vorstellen können als die Thomas-Jefferson-Briefmarken, die Neuigkeiten über meinen verstorbenen Verwandten und sein posthumes Geschenk, welches ich schließlich als Wiedergutmachung dafür akzeptierte, dass er mir seit dreiundzwanzig Jahren nichts zum Geburtstag geschenkt hatte.</i> A. ist 23, als er überraschend von einem bis dato unbekannten Cousin 4. Grades Axton House erbt. Ohne großes Federlesen verlassen er und seine stumme Freundin Niamh Europa und wandern nach Amerika aus, um dort ihr neues, da reiches Leben zu genießen. Dass Ambrose Wells, besagter entfernter Cousin, in diesem Haus Selbstmord begangen hat scheint sie ebenso wenig zu stören wie die Geschichten über Geister und Flüche, die um Axton House kursieren. Doch was immer Ambrose in den Wahnsinn getrieben hat, scheint langsam auch von A. Besitz zu ergreifen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, um das Rätsel um Axton House zu knacken und A. davor zu bewahren, das Schicksal seines Cousins zu teilen. Das überraschende Erbe eines viktorianisch anmutenden, alten Anwesens, dazu vage Gerüchte um Spuk und Geister und zwei arglose, junge Menschen, die mitten hinein stolpern in das Abenteuer (oder viel mehr den Alptraum) ihres Lebens – dieses Buch hat alle Zutaten, die eine gute Haunted House Geschichte braucht. Tatsächlich beginnen sich dann auch die merkwürdigen Ereignisse im Haus zu häufen, A. hat verrückte, aber unheimlich intensive Träume, die ihn in den Wahnsinn zu treiben drohen. Die Stimmung ist bedrohlich und angespannt, gewürzt mit kleinen Prisen Humor, und doch hat mich „Mörderische Renovierung“ nicht überzeugen können. Edgar Cantero hat sich einen ungewöhnlichen Schreibstil ausgesucht. Er erzählt Niamhs und A.s Geschichte mit Hilfe von Tagebucheinträgen, Traumjournalen, Videokamera- und Tonaufzeichnungen, Briefen usw. Dieses Spiel mit dem Medium Buch hat mir zum Beispiel bei „Illuminae“ ausgesprochen gut gefallen, dass Cantero mich was das anging sofort im Buch hatte. Ich finde es unheimlich spannend, wenn sich die Geschichte nach und nach aus diesen unterschiedlichen Puzzleteilen zusammen setzt. Leider ist es Cantero meiner Meinung nach nicht gelungen so Spannung und Schlüssigkeit unter einen Hut zu bringen und, das war für mich ein ganz großes Manko, für mich war es unmöglich eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Man erfährt zu wenig über sie, A. zum Beispiel bleibt die ganze Geschichte über A. – ich weiß also nicht einmal wie mein Protagonist heißt. Niamh bleibt ebenfalls völlig undurchschaubar, aber leider nicht auf die gute, geheimnisvolle Art. Insgesamt kamen mir alle auftauchenden Figuren eher blass und zweidimensional vor. Die Handlung dafür wurde immer komplexer. Von einer einfachen Haunted House Geschichte waren wir bald bei einer großen Verschwörung samt Geheimgesellschaft und auch wenn es für den ein oder anderen sicher interessant sein mag seitenlang die Dechiffrierung von Geheimcodes zu verfolgen, mich hat das total aus allem raus gebracht. Und, das gebe ich an dieser Stelle offen zu, verstanden habe ich das meiste auch nicht, wobei ich nicht bestreiten möchte, dass das einfach mein persönliches Problem ist, dass da der Zugang fehlt. Etwa ab der Hälfte des Buches hat Cantero mich völlig verloren, nämlich dann, als sich die Geistergeschichte als nebensächlich entpuppt hat und alles immer verrückter wurde. Verrückt kann ja durchaus gut sein, gerade in einem Buch, das sich mit Übernatürlichem beschäftigt, in diesem Fall war es das aber leider überhaupt nicht. Für mich war „Mörderische Renovierung“ ein ziemlich zähes Leseerlebnis, bei dem ich schlussendlich froh war, dass es einfach vorbei war. Wie immer möchte ich jeden dazu anhalten sich selbst eine Meinung zu bilden, aber für diese Geschichte würde ich persönlich keine Leseempfehlung aussprechen.