Empfehlungen basierend auf "Leib, Raum, Person"
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von Irvin D. Yalom
Das Opus Magnum des großen amerikanischen Psychoanalytikers und Bestsellerautors Irvin D. YalomDer jüdische Philosoph Spinoza und der nationalsozialistische Politiker Alfred Rosenberg – nicht nur Jahrhunderte liegen zwischen ihnen, auch ihre Weltanschauungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine ein unbeugsamer Freigeist, der wegen seiner religionskritischen Ansichten aus der jüdischen Gemeinde verbannt wurde und heute als Begründer der modernen Bibelkritik gilt. Der andere ein verbohrter, von Hass zerfressener Antisemit, dessen Schriften ihn zum führenden Ideologen des nationalsozialistischen Regimes machten und der dafür bei den Nürnberger Prozessen zur Rechenschaft gezogen wurde. Und trotzdem gibt es eine Verbindung zwischen ihnen, von der kaum jemand weiß, denn bis zu seinem Tod war Rosenberg wie besessen vom Werk des jüdischen Rationalisten, als dessen »entschiedenster Verehrer« sich kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe bezeichnet. Fesselnd erzählt der große Psychoanalytiker Irvin D. Yalom die Geschichte dieser beiden unterschiedlichen Männer und entführt seine Leser dabei in die Welt der Philosophie und gleichzeitig auch in die Tiefen der menschlichen Psyche.
von Josef M. Gaßner
ein überaus lesenswertes und lehrreiches Buch (...), das erfolgreich die Brücke zwischen Populärwissenschaft und Lehrbuch schlägt
von Eleonora Roldán Mendívil
In Deutschland wird von Antidiskriminierungsstellen bis zur radikalen Linken ein liberaler Rassismusbegriff vertreten, der vor allem auf Repräsentation, Inklusion und Diversität setzt. Wie Klasse und »Rasse« zusammenhängen, wird aktuell so gut wie nicht diskutiert. Dabei gibt es durchaus eine kritisch-marxistische Tradition der Rassismusforschung. Der vorliegende Band will diesen Fundus heben. Hierzu werden historische und aktuelle Diskussionen aus dem englischsprachigen Raum rezipiert sowie aus deutschsprachigen marxistischen Wissensarchiven aktualisiert. Gleichzeitig bietet das Buch eine politische Intervention in die aktuelle Debatte um strukturellen und institutionellen Rassismus – ob auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Polizei – und präsentiert Alternativen zum liberalen Antirassismus, indem ein marxistischer Rassismusbegriff in Theorie und Praxis vorgestellt wird. Mit Beiträgen von Celia Bouali, Sebastian Friedrich, Fabian Georgi, Eleonora Roldán Mendívil, Lea Pilone, Bafta Sarbo, Hannah Vögele und einem Vorwort von Christian Frings.
von Yves Bossart
Eine unterhaltsame Einladung zum DenkenGedankenspiele sind seit über zweitausend Jahren die Werkzeuge der Philosophie – sie helfen dabei, Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens zu finden. Die großen Philosophen haben solche geistigen Experimente entwickelt, um sich Themen wie Ethik, Moral, Freiheit oder Gerechtigkeit zu nähern: Wie würden wir leben, wenn wir unsterblich wären? Wenn ich mein Gehirn mit dem meines Nachbarn tausche – wer wohnt dann wo? Wie kann ein angeketteter Hund glücklich werden? Yves Bossart versammelt die wichtigsten Gedankenspiele, stellt sie klar und verständlich dar und verführt den Leser dazu, sich selbst Antworten zu geben.
von Héctor Wittwer
Die Furcht vor dem Ende des Lebens und die Ungewissheit darüber, was nach dem Tod kommt, haben die Menschen von jeher beunruhigt, bedrückt oder sogar gequält. Im Mittelpunkt der philosophischen Auseinandersetzung um den Tod stehen vier Fragen: Was ist der Tod? Ist der Tod ein Gut oder ein Übel oder keines von beiden? Ist es vernünftig, den Tod zu fürchten? Und wie soll ich mich meinem eigenen Tod gegenüber verhalten? Der Band versammelt die wichtigsten Texte, u.a. von Platon, Epikur, Seneca, Montaigne, Schopenhauer, Feuerbach, Nietzsche, Heidegger, Sartre und Nagel, die diese existentiellen Fragen aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchten.
von Martin Heidegger
Die Schrift bringt den unveranderten Text der beiden einstundigen Vorlesungen, die unter dem selben Titel im Wintersemester 1951-52 und im Sommersemester 1952 an der Universitat Freiburg/Br. gehalten wurden. "
von Anna-Lisa Dieter
»Susan Sontag hat mein Leben verändert. Die Beschäftigung mit ihr hat mir schlagartig klargemacht: Denken kann glamourös sein, und es kann unsere Sinne schärfen.« Susan Sontag ist Kult. Für Generationen von Studierenden ist die New Yorker Intellektuelle ein Vorbild, ihre Essays zu Politik und Popkultur, aber auch zu Philosophie, Fotografie, Literatur und Sexualität sind bewusstseins- und stilprägend. Ihr bewegtes Leben (und Liebesleben) an der Seite zahlreicher Berühmtheiten – von Andy Warhol bis Annie Leibovitz – hat ebenfalls zum Mythos Sontag beigetragen. Anna-Lisa Dieter resümiert: Susan Sontag hat dem Denken erst Glanz verliehen – und es dabei geschafft, zum moralischen Gewissen Amerikas zu werden.
von Hans Poser
Mit sicherem Blick fürs Wesentliche und in anschaulicher Klarheit erläutert diese inzwischen zum Standard gewordene Einführung die ›klassischen‹ Themen der Wissenschaftstheorie. Sie erklärt alle wichtigen Grundbegriffe, untersucht das Verhältnis von Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte und befasst sich mit den verschiedenen Ansätzen der Theoriebildung. Zugleich wird eine neue fachübergreifende Wissenschaftsphilosophie entworfen. Der Band wurde nun vollständig überarbeitet und jeweils um einen Abschnitt über den komplexitätstheoretischen Ansatz und über Technikwissenschaften ergänzt.
von Dorothee Sölle
Die Religion des 3. Jahrtausends wird mystisch sein oder absterben. Eine "demokratisierte Mystik" vor einem nichtreligiösen Hintergrund baut auf Erfahrungen auf, scheut aber vor Reflexion und klärender Aufarbeitung der Tradition nicht zurück. Natur, Erotik, Leiden, Gemeinschaft und Freude sind "Orte" mystischer Erfahrung. So gesehen sind wir alle Mystiker! Mystik im Sinne von "Sehnsucht nach Gott" hat es zu allen Zeiten und in allen Kulturen gegeben. Aber noch nie war der eigene Weg zu Spiritualität wichtiger als angesichts des um sich greifenden geistlosen Materialismus unserer Tage. Mystik ist als das antiautoritäre Element in jeder Religion zu verstehen. Sie führt zur Gemeinschaft von Freigeistern und damit in den Widerstand. Dorothee Sölle, die weltweit bekannte, umstrittene und unbequeme Theologin, stellt sich die Weltreligionen als Kreis vor, der sein Zentrum im Geheimnis der Welt hat. Die Anhänger der verschiedensten Religionen werden angezogen von diesem X im Herzen der Welt, dem sie Namen wie Allah, die Urmutter, der Ewige, Nirwana, das Unerforschliche gegeben haben. Aber nicht Begriffe erscheinen Dorothee Sölle wichtig, sondern wie und inwieweit es gelingt, zum Zentrum des Kreises vorzudringen, in dem die Unterschiede in religiösen Zugängen immer unwichtiger werden. Wie nah sind wir letztlich dem Unnennbaren? ist die Frage - sehr im Gegensatz zu konfessioneller Orthodoxie. "Fundamentalismus" so argumentierte Dorothee Sölle, "hält nur davon ab, Wege ins Zentrum zu finden." Wie diese Wege in den drei Hochreligionen unseres Kulturkreises ausgesehen haben, welche Dimensionen mystischer Frömmigkeit erreicht worden sind und wo die Chancen für uns liegen, wird in diesem einzigartigen Werk deutlich. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger persönlicher Erfahrung, aber auch einer umfassenden Lehrtätigkeit in der Alten wie in der Neuen Welt.