Laute Nächte
von Anne Freytag
Der eine Sommer, in dem alles anfangen sollte. Der Sommer, in dem ein Leben endet – völlig unerwartet, viel zu früh. Als seine Freundin stirbt, bleibt Kennis Welt stehen. Doch das Leben geht einfach weiter, ob man will oder nicht. Nicht mal die Trauer kann es aufhalten. Wann hört ein Ende wirklich auf, und wo fängt man selbst wieder an? Was, wenn der Neuanfang so leise daherkommt, dass man ihn überhört?
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Laute Nächte
von Anne Freytag
Der eine Sommer, in dem alles anfangen sollte. Der Sommer, in dem ein Leben endet – völlig unerwartet, viel zu früh. Als seine Freundin stirbt, bleibt Kennis Welt stehen. Doch das Leben geht einfach weiter, ob man will oder nicht. Nicht mal die Trauer kann es aufhalten. Wann hört ein Ende wirklich auf, und wo fängt man selbst wieder an? Was, wenn der Neuanfang so leise daherkommt, dass man ihn überhört?
Aktuelle Rezensionen(6)
Schon ab der ersten Seite hat mich diese Geschichte gepackt! Nicht mit Tempo, sondern mit Gefühl. Mit einer Intensität, die sich still aufbaut und dann plötzlich voll da ist. Kenni ist eine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Nahbar, verletzlich, echt. Nach dem tragischen Verlust seiner Freundin bleibt für ihn nichts mehr, wie es war. Und trotzdem muss er irgendwie weitermachen. Also lässt er alles hinter sich und landet in Wien, in einer WG, die sich überraschend schnell wie ein neuer, lebendiger Mikrokosmos anfühlt. Ich habe gemerkt, wie sehr ich Geschichten über WG-Leben liebe. Dieses Aufeinandertreffen völlig unterschiedlicher Menschen, die aus ganz eigenen Gründen am selben Ort landen. Diese Dynamik, diese Gespräche, dieses Gefühl von „Wir sind hier irgendwie zusammen reingerutscht“. Die Dialoge sind dabei so pointiert und echt, dass man das Gefühl hat, mit am Küchentisch zu sitzen. Und mittendrin: Trauer. Nicht laut, nicht überdramatisch, sondern widersprüchlich, leise, manchmal kaum greifbar. Über 20 Jahre hinweg begleiten wir Kenni und erleben, wie sich Verlust verändert, wie er bleibt, wie er sich verschiebt. Besonders berührt hat mich, wie präsent seine verstorbene Freundin bleibt, ohne jemals zu viel Raum einzunehmen. Sie ist da. Immer. Aber auf eine Weise, die sich ehrlich anfühlt. Auch die Entwicklung mit Elif, seiner Mitbewohnerin, fand ich unglaublich fein gezeichnet. Dieses innere Ringen zwischen neuen Gefühlen und der Angst, damit etwas zu verraten, hat mich richtig getroffen. Vor allem, weil das Buch so ehrlich damit umgeht, wie wir Menschen Erinnerungen im Nachhinein „glätten“ und irgendwann merken, dass auch sie nicht perfekt waren. Dieses Buch hat keinen klassischen Sog. Es ist eher ein stilles Ringen mit sich selbst. Ein Beobachten. Ein Fühlen. Und genau das macht es so besonders. Für mich ist Laute Nächte eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und darüber, wie schwer und gleichzeitig notwendig es ist, irgendwann weiterzugehen.
'Laute Nächte' ist einer dieser Romane, der mir nach dem Lesen der letzten Seiten Herzschmerz bereitet - ich bin noch nicht dazu bereit, die Figuren gehen zu lassen. Berührend und wirklich mitreißend aus den folgenden Gründen: - Liebevoll geschilderte Freundschaften und das WG-Leben in den 20ern - Diese Trauer, die ein Loch in dich frisst und nie wieder verschwindet - Figuren, die dich ihren Schmerz fühlen lassen - Eine Liebesgeschichte, die berührt und darauf aufbaut, dass beide zunächst lernen, nicht von anderen abhängig zu sein. Laut dem Klappentext geht es im Roman um die Menschen, die Spuren in deinem Leben hinterlassen - genauso, wie das Lesen dieses Romans Spuren hinterlässt.
Muss ich unbedingt nochmal in Print lesen.
Die Geschichte war kurzweilig und spannend erzählt, die Charaktere vielschichtig und tiefgründig. Ich mochte die Parallelität der Emotionen und dass nicht immer alles sofort erzählt wurde – und gleichzeitig wurde der Spannungsbogen nie überspannt. Ein schönes Buch über Freundschaft, Trauer, Liebe und einfach das Leben.
Ich habe das Buch heute beendet oder wie sagen alle immer so schön? Das Buch hat mich beendet.. und ja. So war es. Ich habe so viel gefühlt, vorallem im zweiten Teil. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten reinzukommen mit den ganzen WG-Bewohnern und auch dadurch, dass ich schon sehr lange keine Geschichte mehr aus einer männlichen Perspektive gelesen habe. Aber das Buch, die Geschichte und die Charaktere haben sich einen Weg in mein Herz erobert und ich bin ganz doll dankbar für diese wundervollen lauten Nächte.