Der Brite John Chamberlain macht mit seiner Frau und den Kindern Urlaub an der dünnbesiedelten Westküste Neuseelands. Ihr Auto kommt von der Straße ab und stürzt über eine Klippe in die Tiefe. Beide Eltern sterben, aber die drei Kinder auf der Rückbank überleben den Autounfall. Nach zwei Tagen werden sie von zwei Outlaws gerettet, die auf einer abgelegenen Farm Cannabis anbauen. Schnell stellt sich heraus, dass die vermeintlichen Retter ein paar zusätzliche Arbeitskräfte gut gebrauchen können, und ganz und gar nicht die Absicht haben, die Kinder wieder gehen zu lassen … Können sie von der Farm entkommen? Und wird ihre Tante sie finden, bevor es zu spät ist? Ein spannender, atmosphärisch dichter und psychologisch präziser Roman über die Bedeutung von Familie und das Überleben in einer unwirtlichen Natur – mit der atemberaubenden Natur Neuseelands als eine der Hauptfiguren.
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Kerbholz
von Carl Nixon, Jan Karsten
Der Brite John Chamberlain macht mit seiner Frau und den Kindern Urlaub an der dünnbesiedelten Westküste Neuseelands. Ihr Auto kommt von der Straße ab und stürzt über eine Klippe in die Tiefe. Beide Eltern sterben, aber die drei Kinder auf der Rückbank überleben den Autounfall. Nach zwei Tagen werden sie von zwei Outlaws gerettet, die auf einer abgelegenen Farm Cannabis anbauen. Schnell stellt sich heraus, dass die vermeintlichen Retter ein paar zusätzliche Arbeitskräfte gut gebrauchen können, und ganz und gar nicht die Absicht haben, die Kinder wieder gehen zu lassen … Können sie von der Farm entkommen? Und wird ihre Tante sie finden, bevor es zu spät ist? Ein spannender, atmosphärisch dichter und psychologisch präziser Roman über die Bedeutung von Familie und das Überleben in einer unwirtlichen Natur – mit der atemberaubenden Natur Neuseelands als eine der Hauptfiguren.
Aktuelle Rezensionen(2)
Ach ja
Atmosphärischer Roman mit psychologischer Tiefe – so würde ich „Kerbholz“ von Carl Nixon umschreiben. Kein „Krimi“ oder „Thriller“, wie manche Rezensionen es vorschlagen, denn diese Genres passen aus meiner Sicht nicht zum Buch. Die Innenwelt der Protagonisten und die Betonung existenzieller Themen sprechen dagegen. Fest steht, dass mich die Geschichte von Anfang an gepackt hat – aus drei Gründen. Zunächst die spannende Handlung: Nach einem tragischen Autounfall in der neuseeländischen Wildnis kämpfen die Geschwister Katherine und Maurice ums Überleben. Sie werden von einem seltsamen Paar gerettet, doch schnell wird klar, dass die Kinder weiter in Gefahr sind. Die beiden Outlaws nutzen sie als Arbeitskräfte aus. Traumatisiert suchen sie den Weg zurück in die Zivilisation. Parallel dazu verfolgt man die Perspektive der Tante, die nach ihnen sucht. Ihre menschlichen Grenzen und ihr Unwissen machen sie zu einer Ermittlerin, mit der man sich stark identifiziert. Dann ist da die Rolle der Natur. Nixon nutzt sie meisterhaft als vielschichtiges Element: Die Wildnis ist nicht nur Kulisse, sondern prägt das Schicksal der Figuren. Die eindringlichen Beschreibungen der Landschaft verstärken die bedrückende Atmosphäre und intensivieren die emotionale Wucht der Handlung. Schließlich besticht der Roman durch seine psychologische Tiefe. Wir erleben die mentalen Herausforderungen und den starken Überlebenswillen der Kinder. Über sie werden auch Fragen nach der Bedeutung von Familie verhandelt. Die tiefgreifenden emotionalen Herausforderungen nach dem Verlust eines Familienmitglieds, die komplexen Bindungen und Konflikte zwischen Geschwistern sowie die Frage, ob Fremde in eine Familie integriert werden können, sind universelle Themen, mit denen wir vermutlich alle schon in Berührung gekommen sind.