Bei Maxine läuft es alles andere als rund: Erst erhält sie eine beunruhigende Diagnose, dann entdeckt sie, dass ihr Freund sie betrügt. Ihre beste Freundin Alice findet, Max braucht dringend Ablenkung - und meldet sie kurzerhand bei Tinder an. So lernt Max Johnny kennen: charmant, witzig und überraschend vertraut. Gemeinsam kochen sie sich per Chat durch das Familienkochbuch von Max’ Ex - ohne sich je zu begegnen, denn beide wollen nichts Ernstes. Doch aus dem harmlosen Spiel wird mehr, als Max vor einer entscheidenden Operation steht und alles, was sie bisher für wichtig hielt, hinterfragt. Aber hat sie den Mut, für das Leben - und die Liebe - einzustehen, die sie sich wirklich wünscht?
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Keeping it casual
von Karina May, Antonia Zauner
Bei Maxine läuft es alles andere als rund: Erst erhält sie eine beunruhigende Diagnose, dann entdeckt sie, dass ihr Freund sie betrügt. Ihre beste Freundin Alice findet, Max braucht dringend Ablenkung - und meldet sie kurzerhand bei Tinder an. So lernt Max Johnny kennen: charmant, witzig und überraschend vertraut. Gemeinsam kochen sie sich per Chat durch das Familienkochbuch von Max’ Ex - ohne sich je zu begegnen, denn beide wollen nichts Ernstes. Doch aus dem harmlosen Spiel wird mehr, als Max vor einer entscheidenden Operation steht und alles, was sie bisher für wichtig hielt, hinterfragt. Aber hat sie den Mut, für das Leben - und die Liebe - einzustehen, die sie sich wirklich wünscht?
Aktuelle Rezensionen(6)
„Keeping it causal“ hat durch den Klappentext meine Neugierde geweckt, denn die Mischung aus der Tiefe, welche durch die anstehende Hirn-OP ausgelöst wird, gepaart mit einer „Leichtigkeit“ einer RomCom, habe ich bisher nicht häufig gesehen bzw. gelesen. Ich mochte die Idee eines Kennenlernens über Tinder, wodurch auch die Lesendenschaft nicht mehr über den männlichen Protagonisten in Erfahrung bringen, als Maxine selbst. Wir lernen ihn im Grunde mit ihr kennen ohne weitere Informationen, welche ihr verwehrt werden. Dass Maxine und Johnny sich über ein Kochprojekt annähern finde ich eine süße Idee, auch dass wir als Lesenden die Rezepte im Anhang des Buches erhalten. Leider konnte mich das Buch jedoch trotz meines Interesses sowie die Vorfreude nicht überzeugen. Ich konnte weder zu Maxine noch zu Johnny eine Verbindung aufbauen, wodurch beide für mich weit entfernt waren und ich demnach auch wenig Handlungsschritte nachvollziehen konnte. An einigen Stellen hat sich die Handlung somit überstürzt für mich angefühlt und zu weit hergeholt. Grundsätzlich mag ich Charaktere, welche Ecken und Kanten haben und somit realitätsnaher agieren, jedoch war Maxines Naivität nach dem ersten Drittel des Buches zu viel. Sie ist mir nicht als erwachsene Frau erschienen. Ich hätte mir mehr den Fokus auf Maxines persönliche Weiterentwicklung durch ihren Schicksalsschlag gewünscht, statt des Romance-Anteiles, welcher für mich an einigen Stellen sehr erzwungen gefühlt hat. Insbesondere das Ende hat mich nicht mit einem beflügelten Gefühl aus dem Buch sowie der Welt von Maxine und Johnny entlassen, sondern eher mit einer Enttäuschung hinsichtlich der durch den Klappentext suggerierten Handlung im Vergleich zum tatsächlichen Inhalt. Es ist ein süßes Buch für zwischendurch, jedoch sollte man nicht (wie ich) einen bestimmten Handlungsverlauf im Kopf haben, wenn man zu lesen beginnt. **Rezensionsexemplar**
Wir lernen Maxine zum wahrscheinlich schlimmsten Zeitpunkt ihres Lebens kennen: sie wurde von ihrem langjährigen Partner betrogen und fast gleichzeitig wurde bei ihr ein Hirntumor entdeckt, der entfernt werden muss. Doch sie geht ihren Weg, entdeckt sich selbst, stürzt sich ins Dating-Leben und findet Ausgleich im Schreiben und Kochen von französischen Gerichten 👩🍳 Durch einen Tinder-Brieffreund, der sich zu einem mysteriösen-entenliebenden memeerstellenden-ein-Meter-achtzig-großen Koch entwickelt, mit welchem sie eine Kochchallenge (das sogenannte „Auf-die-Löffel“-Projekt) beginnt, lernt sie endlich in sich selbst und ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Der Roman lässt sich gut lesen, wird aufgelockert durch Chatverläufe und am Ende sogar mit den Rezepten der Challenge abgerundet. Mir hat es allerdings an Tiefgang gefehlt. Das Thema Gehirntumor wird wie ein kleines Wehwehchen abgehandelt und seine Auswirkungen, insbesondere Max‘ Ängste und Sorgen, hätten für mich gerne detaillierter beschrieben werden dürfen. Wichtigstes Learning aus diesem Buch: Alles was du für ein glückliches und erfülltes Leben brauchst, trägst du bereits in dir! ✨ ⭐️ F A Z I T Ein ehrlicher und zugleich humorvoller Roman über Selbstliebe, unerwartete Begegnungen und zweite Chancen. Für mich definitiv kein Highlight, aber als Unterhaltung für zwischendurch, insbesondere wenn man selbst gerne kocht, auf jeden Fall gut geeignet! Von mir gibt’s 3,5 ⭐️ !
Starker Anfang, dann aber zunehmend mit Schwächen Das pola-Verlagsprogramm ist für mich eigentlich ein Garant für tolle Geschichten - entweder mit literarischem Anspruch oder mit gutem Unterhaltungswert. Im ersten Drittel dieser Geschichte habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und das war genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte. Doch danach ging es für mich leider nur noch bergab. Die Geschichte bot zu Beginn vieles, das ich schätze: das Potenzial emotionalen Tiefgangs, tolle Chemie zwischen den Protas, nette Nebenfiguren und einen angenehmen Humor. Die Tinder-Beziehung zwischen Max und Johnny hatte einen super Drive und es gab den ein oder anderen Hint, auf dessen Auflösung ich hingefiebert habe. Doch dann verlor mich die Autorin sehr drastisch, als sich die Protagonistin nach ihrer OP auf eine Art Selbstfindungsreise begibt, die mir sehr gewollt erschien und authentischen Tiefgang vermissen ließ. Es wirkte zu rund und inszeniert, weswegen ich wenig Freude hatte. Hinzu kamen die absolut tierproduktlastigen Rezepte, die jegliche Progressivität vermissen lassen. Unabhängig von der eigenen Lebensweise habe ich an Kunst einfach einen höheren Anspruch - erst recht, wenn es Werke mit progressivem Fundament sind, die marginalisierte Gruppen sichtbar machen. Ausbeutung hört nicht auf dem Teller auf und die kognitive Dissonanz im Buch („Ich liebe Enten und esse sie gerne“) hat mich richtig verärgert. Das kann pola wirklich besser! Auch im letzten Drittel ging es für mich nicht positiv weiter. Zurück von der Inspirationsreise ist die Chemie zwischen Max und Johnny einfach plötzlich verschwunden. Beide Figuren empfand ich als blass, die Gespräche konstruiert. Es wirkte auf mich, als hätte sich die Autorin vorher genau überlegt, welche Dialoge und Charaktereigenschaften sie gerne verwenden möchte, ohne zu prüfen, ob die Chemie zwischen den beiden passt. Ich bin also eher frustriert nach dieser Lektüre. Es ist kein Werk mit hohem literarischen Anspruch und das ist sehr in Ordnung. Der Autorin gelingt es für mich jedoch auch nicht, den Unterhaltungswert vom Anfang zu halten. Es ist also auch keine RomCom und eine andere Unterhaltung konnte ich ebenso nicht finden. Auf mich wirkte es beim Lesen so, als hätte Karina May eigentlich zwei Bücher schreiben wollen und sie dann in einen Topf geworfen. Es fehlte der rote Faden und nebenbei auch die emotionale Tiefe, obwohl die Geschichte echtes Potenzial gehabt hätte.
"Keeping it casual" ist genau das, was ich mir gewünscht habe: ein Buch über das Leben, die Liebe, Loslassen und erkennen, was wirklich wichtig ist. Maxine muss sich einer Hirn-OP unterziehen, da ein Tumor entdeckt wurde. Kurz zuvor erfährt sie vom Betrug ihres Partners und lebt nun, statt mit ihm zusammen, bei ihrer besten Freundin. Diese überredet sie sich mit Tinder die Zeit zu vertreiben, natürlich einfach nur so, ohne irgendwelche tatsächlichen Dates. Und Max lässt sich darauf ein. Sie beginnt mit Johnny zu texten und plötzlich kochen sich die beiden durch das Familienkochbuch ihres Ex-Freundes. Natürlich nur virtuell. Und dennoch lässt Johnny Max die Realität vergessen. Er gibt ihr das Gefühl gesehen zu werden. Ist er also genau das, was sie braucht? Ich habe den Witz in dieser Geschichte unglaublich genossen. Es gab so viele lustige Stellen, trotz dieser teilweise sehr heftigen Themen. Max geht sehr gut mit der möglichen Diagnose um. Die OP ist die eine Sache, doch das, was vielleicht folgt, eine ganz andere. Schließlich können die Ärzte noch nicht sagen, ob der Tumor wirklich gutartig ist oder nicht. Davon lässt sie sich aber nicht entmutigen, sondern sieht positiv aufs Leben. Sie genießt die Chats mit Johnny, will ihm aber auf keinen Fall die Wahrheit sagen und beendet alles, am Tag vor ihrer OP. Sie löscht die App und schneidet damit jegliche Kontakmöglichkeit ab. Auf der einen Seite kann ich ihr Verhalten verstehen, auf der anderen Seite auch nicht. Aber da ich selbst nie in dieser Situation war, kann ich mir das auch nur schwer ausmalen. Johnny bleibt leider etwas blass und bekommt erst ganz zum Schluss Farbe. Das war mir dann teilweise doch etwas zu viel und irgendwie auch etwas zu viele Zufälle, die das Ende betreffen. Der Umgang mit dem Ex und seiner Familie fand ich wiederum großartig. Max findet endlich ihre Stimme, erkennt die Wahrheit und schleudert sie ihm ins Gesicht. Scott ist wirklich ein richtiger Kotzbrocken und ich konnte mich durchweg über ihn ärgern. Es war so unangenehm mit anzusehen, was er alles getan und vor allem gedacht hat. "Keeping it casual" hat mich wunderbar unterhalten. Zum Ende hin war es ein bisschen schwächer, aber dennoch eine große Empfehlung!
„Keeping it casual“ von Karina May, erschienen im Pola Verlag, erzählt die Geschichte vom Max, die sich kurz vor einer bevorstehenden Gehirnoperation und nach der Trennung von ihrem Exfreund Tinder herunterlädt. Hier erhofft sie sich in erster Linie Ablenkung und ein wenig Leichtigkeit zu finden. Doch schnell trifft sie auf Johnny, der sich nur witzig ist, sondern auch noch extrem gutaussehend. Zwischen den beiden beginnt es zu knistern. Während des „Auf die Löffel“ - Projektes, eine Art kulinarische Selbstheilung bei dem die beiden Gerichte aus dem Familienkochbuch von Max Exfreund nachkochen, kommen die beiden sich immer näher. Allerdings nur übers Handy. Denn die Abmachung lautet: nicht googeln wer da am anderen Ende sitzt & keine persönlichen Treffen. Alles scheint leicht zu sein, bis Max OP Termin immer näher rückt.. Die Idee des Buches hat mir grundsätzlich gefallen, da ich den Mix aus ernsten Themen und „RomCom-Leichtigkeit“ abwechslungsreich fand. Ich hatte jedoch schon von Anfang an Probleme überhaupt in die Geschichte reinzufinden. Weder konnte ich einen wirklichen Bezug zu den Charakteren aufbauen, noch einen roten Faden erkennen. Den Mittelteil habe ich als sehr ausschweifend und dadurch langatmig wahrgenommen, wodurch mein Lesefluss noch mehr ins Stocken kam. Zwischenzeitlich hatte ich auch das Gefühl, das Buch erzählt hier zwei verschiedene Geschichten, die nicht so wirklich ganz ineinander passen. Der letzte Abschnitt wurde dann etwas besser, konnte aber nichts mehr viel „retten“. Ich hab mir unter dem Klappentext einfach was anderes vorgestellt. So hätte ich einen ernsteren Ton besser gefunden, der mehr Platz für die Auseinandersetzung mit der Erkrankung lässt und den damit verbundenen Gedanken/Sorgen. Der „Romance“ Teil des Buches war mir etwas zu überpräsent und am Ende auch zu sehr darauf fokussiert unbedingt ein Happy End präsentieren zu wollen. Dadurch wirkte gerade der letzte Abschnitt künstlich konstruiert und auch kitschig. Hier hätte ich eher auf ein offenes Ende gesetzt. Das ist aber reine Geschmacksache. Insgesamt konnte mir „Keeping it casual“ leider nicht überzeugen und ich musste mich ehr durch das Buch arbeiten als es wirklich zu genießen.