Ein großes neues Erzähltalent, das entdeckt werden will: Louise K. Böhms Debüt verhandelt Freundschaft und Herkunft, wie man es noch nicht gelesen hat.Wenn Jojo ihre Herkunft einfach ausradieren könnte, würde sie es tun. Zwar hat sie das Vorstadtgrau weit hinter sich gelassen, doch an der Uni hat sie trotzdem ständig Angst, jemand könnte herausfinden, dass sie nicht hierhergehört. Einzig die Arbeit im Labor gibt ihr Halt. Als Jakob in ihr Leben tritt, findet Jojo zu einer neuen Leichtigkeit. Doch dann erhält sie ein Lebenszeichen ihrer ehemals besten Freundin, und plötzlich ist alles wieder da: die Jahre mit Yara, mit der sie mehr Zeit verbrachte als mit ihren eigenen Eltern. Die auf jeden Spruch eine Erwiderung parat hatte. Und die von einem Tag auf den anderen verschwand, obwohl sie doch gemeinsam ausbrechen wollten aus der Vorstadt. Voller Klugheit und doch federleicht erzählt Louise K. Böhm die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Ein elektrisierender Roman über Herkunft und Zugehörigkeit – mit zwei Heldinnen, die man nicht wieder vergisst.
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Kaskaden
von Louise K. Böhm
Ein großes neues Erzähltalent, das entdeckt werden will: Louise K. Böhms Debüt verhandelt Freundschaft und Herkunft, wie man es noch nicht gelesen hat.Wenn Jojo ihre Herkunft einfach ausradieren könnte, würde sie es tun. Zwar hat sie das Vorstadtgrau weit hinter sich gelassen, doch an der Uni hat sie trotzdem ständig Angst, jemand könnte herausfinden, dass sie nicht hierhergehört. Einzig die Arbeit im Labor gibt ihr Halt. Als Jakob in ihr Leben tritt, findet Jojo zu einer neuen Leichtigkeit. Doch dann erhält sie ein Lebenszeichen ihrer ehemals besten Freundin, und plötzlich ist alles wieder da: die Jahre mit Yara, mit der sie mehr Zeit verbrachte als mit ihren eigenen Eltern. Die auf jeden Spruch eine Erwiderung parat hatte. Und die von einem Tag auf den anderen verschwand, obwohl sie doch gemeinsam ausbrechen wollten aus der Vorstadt. Voller Klugheit und doch federleicht erzählt Louise K. Böhm die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Ein elektrisierender Roman über Herkunft und Zugehörigkeit – mit zwei Heldinnen, die man nicht wieder vergisst.
Aktuelle Rezensionen(10)
Puh, ich bin bei Kaskaden zwiegespalten. Einerseits war es mal wieder richtig schön, ein deutsches Buch zu lesen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und die depressive Stimmung von Jojo wurde sehr greifbar. An manchen Stellen erinnerte mich die Art zu schreiben allerdings auffällig an Caroline Wahl. Das Ende fand ich wirklich schön. Mit Jojo selbst hatte ich es manchmal nicht ganz leicht – am liebsten hätte ich ihr zwischendurch gesagt: „It’s not that deep!“ Natürlich kann eine zerbrochene Liebe oder Freundschaft einen lange prägen. Trotzdem habe ich mich gefragt, ob man auch vier Jahre später noch so tief in dieser Trauerphase stecken kann. Und der Grund für das Ende der Freundschaft kam mir etwas banal vor.
Anfangs bin ich irgendwie nicht ganz in die Geschichte reingekommen. Es hat ein bisschen gedauert, bis es bei mir Klick gemacht hat. Ab ungefähr Seite 50 war ich dann aber plötzlich komplett drin und bin immer tiefer in die Geschichte versunken. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es am Buch lag, sondern einfach an mir. Ich kann selbst gar nicht genau sagen, woran es gelegen hat. Sprachlich hat mir das Buch nämlich wirklich gut gefallen. Die Sprache ist modern, vulgär, offen und direkt. Besonders die Dialoge und Fragen haben mir gefallen, weil sie die Figuren greifbar machen. Für mich geht es vor allem um die Frage, wie lange man an der Vergangenheit festhalten kann, wenn das Leben längst nach vorne schaut. Unsere Protagonistin hält sehr an ihren Erinnerungen fest, grübelt viel und macht vieles mit sich selbst aus. Und genau das hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt: Warum spricht sie nicht darüber? Warum macht sie alles mit sich selbst aus? Gleichzeitig konnte ich ihre Gedanken nachvollziehen. Erwachsenwerden bedeutet auch, zu akzeptieren, dass das Leben sich verändert und man irgendwann seinen eigenen Weg finden muss, selbst wenn sich die Vergangenheit manchmal sicherer angefühlt hat. Für mich ist es deshalb vor allem eine Geschichte über das Loslassen, das Erwachsenwerden und darüber, wieder offen für das Leben und neue Beziehungen zu sein.
Die poetische & authentische Sprache und die Art, wie die Emotionen der Protagonistin so bildhaft erzählt werden, sind ein absoluter Traum. ✨ Schöne Geschichte über die Bedeutung von Freund:innenschaft, den Umgang mit eigenen Ängsten und die Tatsache, dass es in unserer Gesellschaft leider immer noch einen Unterschied macht, woher man kommt.
Das letzte Drittel war am interessantesten.
Hat mich leider nicht abgeholt. Die Hauptprotagonistin (Jojo) hat mich eigentlich das gesamte Buch über nur genervt, da sie nur mit Jammern beschäftigt ist. Zwischendurch gab es mal kurz das Gefühl, dass ihr Verhalten einen ernsten und krassen Auslöser in ihrer Vergangenheit hat, aber tatsächlich ist dieser Auslöser total banal und nichts weltbewegendes, was Jojo in meinen Augen zu einem nervigen und jammernden Opfer macht