Eine kleine Buchhandlung auf Sylt, große Träume und ein Wettkampf der Herzen.Als Linn die Chance bekommt, die Sylter Buchhandlung „Tide und Tinte“ zu übernehmen, trifft sie auf ihren charmanten Konkurrenten Noah. Zwischen Lesungen und Kürbisdeko beginnt ein Duell, das bald mehr wird als ein Wettstreit der Geschä Denn auf der Suche nach einer verschwundenen Autorin, die von Sylt über Amrum bis nach Föhr führt, entdecken Linn und Noah nicht nur literarische Geheimnisse! Ob die beiden ihren ganz persönlichen Liebesroman schreiben werden?Ein Inselroman voller Bücherliebe und unerwarteter Nähe. Ich nahm eine Scheibe Baguette und tunkte sie in die Kürbissuppe. „Diese Abschiedslesung ist ziemlich wichtig für Antje“, sagte Noah in meine Gedanken hinein. Ich blickte auf. „Ich weiß.“ „Dann weißt du sicher auch, dass ihre Mutter die Lesenächte erfunden hat, einer der Gründe, warum der Laden überlebt hat?“ Er musterte mich intensiv. Ein Kribbeln durchlief mich. Ich befahl meinem Herz, etwas weniger aufgeregt zu schlagen. „Hat sie mir erzählt.“ Ich zerkrümelte Brot zwischen den Fingern. „Die Halloweenlesung muss wohl der Höhepunkt im Jahr gewesen sein. Der ganze Ort kam zusammen. Kinder in Kostümen, ältere Leute, einfach alle.“ Einen Moment herrschte Schweigen. Ich schob meinen beinahe leeren Teller beiseite. „Darf ich dich etwas fragen?“ „Sicher.“ „Warum willst du ausgerechnet diesen Job? Mit deinem Lebenslauf könntest du dich überall bewerben und würdest vermutlich mit Handkuss genommen. Warum muss es ausgerechnet eine winzige Buchhandlung in einer kleinen Gemeinde auf Sylt sein? Das ergibt doch keinen Sinn.“ „Für mich schon.“ Er legte Messer und Gabel beiseite. „Hier kann ich neu anfangen, ohne dass jemand Erwartungen an den alten Noah hat.“ „Wie war der alte Noah denn so?“ „Jemand, der es allen recht machen wollte. Aber das zahlt sich am Ende nicht aus.“ Ich nickte. „Klingt, als wüsstest du inzwischen, was du willst.“ „Das tue ich. Glaub mir.“ „Mir ist es genauso ernst“, erwiderte ich mit Nachdruck. „Ich möchte diesen Job unbedingt.“ „Das ist mir bewusst. Aber nur einer kann gewinnen. Vergiss das nicht.“ „Warte mal … was wird das?“ Ich legte die zusammengeknüllte Serviette auf meinen Teller. „Versuchst du gerade, mich einzuschüchtern? Das funktioniert nicht.“ Auf seinem Gesicht spiegelten sich Verwirrung und noch etwas, das ich nicht einordnen konnte. „Hör zu.“ Er holte tief Luft. „Ich unterhalte mich wirklich gern mit dir. Du bist sicher ein netter Mensch, so wie ich dich bisher erlebt habe. Aber wenn du glaubst, dass ich aus falsch verstandener Ritterlichkeit einen Rückzieher mache, dann hast du dich getäuscht.“ Ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, was er mir unterstellte. „Halt mal.“ Ich kniff die Augen zusammen. „Glaubst du ernsthaft, ich habe mich zu dir gesetzt, um dich weichzukochen?“ „So hart würde ich das nicht ausdrücken. Aber vielleicht steckt trotzdem ein bisschen Strategie dahinter.“ Ich lachte auf. „Ich wollte dich einfach nur besser kennenlernen. Das war alles.“ Er öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen.
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Kürbisküsse auf Sylt: Meerverliebt
von Cornelia Engel
Eine kleine Buchhandlung auf Sylt, große Träume und ein Wettkampf der Herzen.Als Linn die Chance bekommt, die Sylter Buchhandlung „Tide und Tinte“ zu übernehmen, trifft sie auf ihren charmanten Konkurrenten Noah. Zwischen Lesungen und Kürbisdeko beginnt ein Duell, das bald mehr wird als ein Wettstreit der Geschä Denn auf der Suche nach einer verschwundenen Autorin, die von Sylt über Amrum bis nach Föhr führt, entdecken Linn und Noah nicht nur literarische Geheimnisse! Ob die beiden ihren ganz persönlichen Liebesroman schreiben werden?Ein Inselroman voller Bücherliebe und unerwarteter Nähe. Ich nahm eine Scheibe Baguette und tunkte sie in die Kürbissuppe. „Diese Abschiedslesung ist ziemlich wichtig für Antje“, sagte Noah in meine Gedanken hinein. Ich blickte auf. „Ich weiß.“ „Dann weißt du sicher auch, dass ihre Mutter die Lesenächte erfunden hat, einer der Gründe, warum der Laden überlebt hat?“ Er musterte mich intensiv. Ein Kribbeln durchlief mich. Ich befahl meinem Herz, etwas weniger aufgeregt zu schlagen. „Hat sie mir erzählt.“ Ich zerkrümelte Brot zwischen den Fingern. „Die Halloweenlesung muss wohl der Höhepunkt im Jahr gewesen sein. Der ganze Ort kam zusammen. Kinder in Kostümen, ältere Leute, einfach alle.“ Einen Moment herrschte Schweigen. Ich schob meinen beinahe leeren Teller beiseite. „Darf ich dich etwas fragen?“ „Sicher.“ „Warum willst du ausgerechnet diesen Job? Mit deinem Lebenslauf könntest du dich überall bewerben und würdest vermutlich mit Handkuss genommen. Warum muss es ausgerechnet eine winzige Buchhandlung in einer kleinen Gemeinde auf Sylt sein? Das ergibt doch keinen Sinn.“ „Für mich schon.“ Er legte Messer und Gabel beiseite. „Hier kann ich neu anfangen, ohne dass jemand Erwartungen an den alten Noah hat.“ „Wie war der alte Noah denn so?“ „Jemand, der es allen recht machen wollte. Aber das zahlt sich am Ende nicht aus.“ Ich nickte. „Klingt, als wüsstest du inzwischen, was du willst.“ „Das tue ich. Glaub mir.“ „Mir ist es genauso ernst“, erwiderte ich mit Nachdruck. „Ich möchte diesen Job unbedingt.“ „Das ist mir bewusst. Aber nur einer kann gewinnen. Vergiss das nicht.“ „Warte mal … was wird das?“ Ich legte die zusammengeknüllte Serviette auf meinen Teller. „Versuchst du gerade, mich einzuschüchtern? Das funktioniert nicht.“ Auf seinem Gesicht spiegelten sich Verwirrung und noch etwas, das ich nicht einordnen konnte. „Hör zu.“ Er holte tief Luft. „Ich unterhalte mich wirklich gern mit dir. Du bist sicher ein netter Mensch, so wie ich dich bisher erlebt habe. Aber wenn du glaubst, dass ich aus falsch verstandener Ritterlichkeit einen Rückzieher mache, dann hast du dich getäuscht.“ Ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, was er mir unterstellte. „Halt mal.“ Ich kniff die Augen zusammen. „Glaubst du ernsthaft, ich habe mich zu dir gesetzt, um dich weichzukochen?“ „So hart würde ich das nicht ausdrücken. Aber vielleicht steckt trotzdem ein bisschen Strategie dahinter.“ Ich lachte auf. „Ich wollte dich einfach nur besser kennenlernen. Das war alles.“ Er öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen.
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