3.8

Jahre mit Martha

von Martin Kordic

Format:Hardcover

Ein zärtlicher und mitreißender Roman über Machtverhältnisse und über die Frage nach dem Gleichgewicht der Welt.Željko, der von allen »Jimmy« genannt wird, ist fünfzehn, als er sich in Martha verliebt. Sie ist Professorin in Heidelberg, er lebt mit seinen Eltern und Geschwistern zu fünft in einer Zweizimmerwohnung in Ludwigshafen. Martha hat, was Željko sich sehnlichst wünscht: Bücher, Bildung und Souveränität. Mit Martha besucht er zum ersten Mal ein Theater, sie spricht mit ihm, wie sonst niemand mit ihm spricht. Mit Marthas Liebe wächst Željkos Welt. Doch welche Welt ist es, die er da betritt und wen lässt er dafür zurück? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Begehren und Ausbeutung?

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: August 31, 2022

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Aktuelle Rezensionen(7)

3.8(44 ratings)
jonna :)Rezension von jonna :)

Anfang hat sich enorm gezogen, es ist nichts spannendes passiert, ich habe auch irgendwie nicht wirklich bei dem buch „mitfiebern“ können, aber die letzten 20 Seiten waren dann total gut. All in all aber gut geschrieben

Charlotte RekersRezension von Charlotte Rekers

Eigentlich nicht mein Genre. Dafür fand ich das Buch überraschend gut! :)

DianaRezension von Diana

2/3 des Buches waren sehr langatmig. Auch irgendwie komisch und unangenehm zu beobachten wie sich die Beziehungen zwischen dem Protagonisten und (v.a. zwei) anderen entwickeln. Oft bekam ich ein ungutes Gefühl ihm bei seinem Leben zu verfolgen. Dann kehrtwende. Das letzte Drittel war einfach nur schön. Nostalgisch, sentimental, traurig aber schön. Das Leben eines Gastarbeiterkindes mit vielen traurigen Facetten die vor allem eins sind: Verzweiflung.

Kathleen ✨Rezension von Kathleen ✨

Ein gelungener Start ins Lesejahr 2025, der meine Erwartungen übertroffen hat. Besonders beeindruckend ist, wie der Autor den Münchner Vibe mit feinem Gespür und bemerkenswerter Präzision eingefangen hat – auch wenn dies nicht im Mittelpunkt der Geschichte stand. Ein wirklich schönes erstes Buch des Jahres.

LorenaRezension von Lorena

Leider ist von dem Buch nicht so viel bei mir hängen geblieben. Der Schreibstil war mir etwas zu distanziert, kühl und irgendwie zu nüchtern. Die einzige Szene die sich bei mir wirklich eingebrannt hat, ist diese Szene als Martha & Zeljko zusammen im Bett liegen. Sie angezogen, distanziert, dominant. Stundenlang hält sie ihn hin, kontrolliert die Situation, und spielt mit seinem Begehren. Er ist ihr völlig ausgeliefert. Dieses Machtspiel war wirklich meisterhaft schön beschrieben und hat meinen Respekt. Dennoch gab es einige schöne Zitate in dem Buch, die ich sehr gerne festhalten möchte. ~ Zwischen unseren Körpern lagen Jahre. Zwischen unseren Augen lag nichts.~ ~ Mit jedem Buch, das ich in jener Zeit las, fühlte es sich an, als würde ich mich weiter weglesen von meiner Herkunft, als könnte ich mich zu einem anderen Menschen lesen, mich so sehr mit Geschichten anfüllen, dass die eigene keine Rolle mehr spielte.~ ~ Ich weiß nicht, was das Gehirn in solchen Momenten macht, was der Körper ausschüttet, aber die Aufregung darüber, dass nun zu jeder Zeit des Tages ein Reiz von Martha kommen konnte, der meine Lust aktivierte, verbunden mit dem Wissen, dass Martha dieses Spiel kontrollierte wie die Schachpartie, dass sie mit unerwarteten Manövern meinen Puls anschieben konnte, mich in Situationen bringen konnte, in denen ich etwas tat, was ich normalerweise nie tun würde, diese Aufregung war groß.~ ~ Die Nähe, die sich beim Segeln zwischen zwei Menschen aufbaut. Das tiefe Vertrauen ineinander. Die Klarheit in der Kommunikation. Die Führung und Rückmeldung. Die Zusammenarbeit. Das selbstgewählte Schicksal, hier draußen im Zweifel bis in den Tod hinein aufeinander angewiesen zu sein.~ ~ »Ich würde dir gern eine Stelle am Meer zeigen.« »Was ist so besonders dort?« »Für niemanden ist sie besonders, nur für mich.« »Warum?« »Ich habe in meinem Leben viele Stunden dort ins Wasser geschaut.« »Wie stelle ich sie mir vor?« »Du gehst aus der Bucht eines kleinen Fischerdorfes hinaus zu den Felsen. Ein paar Nackte liegen dort und ein paar Abenteurer, sonst kein Mensch. Da gibt es diese Stelle. Vom Weg aus sieht sie so aus, als könnte man von dort nicht gut ins Wasser hinabsteigen, als wäre es zu steil. Die Wellen haben den Fels unter der Wasserkante aber so ausgehöhlt, dass er angenehm wie eine Treppe ins Wasser führt. Zwei Menschen können auf dem Stein liegen, und die Natur türmt sich links und rechts so weit auf, dass man niemanden sonst sehen kann und das Gefühl hat, ganz allein auf der Welt zu sein. Da habe ich schon viele Sommer gelegen, ein Buch gelesen und ins Wasser geschaut.~

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