WER WIRD EWIG LEBEN, UND WER BEI DEM VERSUCH STERBEN?Aufgewachsen in New York, haben die Zwillingsbrüder Emil und Brighton die Spellwalker immer vergöttert – eine Gruppe cooler Actionhelden, die sich geschworen hat, die Welt von den Specter zu befreien. Während die Celestials und andere Himmlische mit magischen Kräften geboren werden, stehlen die Specter gewaltsam die Essenz seltener magischer Kreaturen wie Phönixe. Brighton wünscht sich, er hätte die Macht, sich dem Kampf seiner Helden anschließen zu können. Emil hingegen will nur, dass die Kämpfe endlich aufhören. Nach einem Protest kommt es zu einer Schlägerei, und Emil erkennt seine eigene magische Kraft – eine, die ihn in den Mittelpunkt des Konflikts stellt und zu jenem heldenhaften Himmlischen macht, der Brighton immer sein wollte …
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Infinity Son (Bd. 1)
von Adam Silvera, Hanna Christine Fliedner
WER WIRD EWIG LEBEN, UND WER BEI DEM VERSUCH STERBEN?Aufgewachsen in New York, haben die Zwillingsbrüder Emil und Brighton die Spellwalker immer vergöttert – eine Gruppe cooler Actionhelden, die sich geschworen hat, die Welt von den Specter zu befreien. Während die Celestials und andere Himmlische mit magischen Kräften geboren werden, stehlen die Specter gewaltsam die Essenz seltener magischer Kreaturen wie Phönixe. Brighton wünscht sich, er hätte die Macht, sich dem Kampf seiner Helden anschließen zu können. Emil hingegen will nur, dass die Kämpfe endlich aufhören. Nach einem Protest kommt es zu einer Schlägerei, und Emil erkennt seine eigene magische Kraft – eine, die ihn in den Mittelpunkt des Konflikts stellt und zu jenem heldenhaften Himmlischen macht, der Brighton immer sein wollte …
Aktuelle Rezensionen(1)
https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/05/07/infinity-cycle-1-infinity-son/ Obwohl ich bislang noch keines von Adam Silveras zeitgenössischen Büchern gelesen habe, sind mir seine Werke durch zahlreiche positive Rezensionen bekannt. Umso neugieriger war ich auf sein erstes Fantasybuch mit dem er sich in ein neues Genre wagt. Leider konnte mich dieses Debüt in der Fantasywelt nicht vollständig überzeugen. Besonders hervorheben möchte ich jedoch die persönliche Note im Vorwort des Autors. Silvera beschreibt, dass es ihm ein Anliegen war, eine Geschichte zu schreiben, in der sich Leser*innen wiederfinden können, die sich sonst im klassischen Fantasy-Genre kaum repräsentiert sehen – insbesondere queere Jugendliche. Die Hauptfigur Emil ist ein typischer „Auserwählter“, wie man ihn aus vielen Fantasyromanen kennt, aber mit dem Unterschied, dass er zur LGBTQ+-Community gehört. Das ist erfrischend und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, was Diversität in der Jugendliteratur betrifft. Die Welt, in der die Geschichte spielt, bringt durchaus spannende Elemente mit sich: fantastische Kreaturen wie Phönixe und Hydras bereichern das Setting und sorgen für magische Atmosphäre. Allerdings bleiben viele Aspekte des Weltenbaus – insbesondere die verschiedenen Fraktionen und die magischen Kräfte – recht oberflächlich erklärt. Ich hätte mir hier eine tiefere Ausarbeitung gewünscht, um stärker in die Welt eintauchen und besser verstehen zu können, wie alles zusammenhängt. Zwar kam ich beim Lesen gut mit, aber das Gefühl, wirklich „drin“ zu sein, hat mir gefehlt. Die Charakterzeichnung ist durchwachsen. Emil, der Protagonist, ist sympathisch und bietet einige Anknüpfungspunkte für Identifikation. Ness, eine Nebenfigur, wirkt vielversprechend und hätte meines Erachtens noch mehr Raum zur Entfaltung verdient. Die übrigen Figuren blieben für mich jedoch recht blass und eindimensional. Besonders negativ ist mir Brighton aufgefallen – Emils Bruder und eine der zentralen Figuren der Handlung. Seine extreme Besessenheit von seiner Onlinepräsenz, sein ständiges Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Klicks und Ruhm haben mich mit der Zeit regelrecht genervt. Anstatt eine komplexe Figur mit inneren Konflikten zu sein, wirkte er auf mich überwiegend arrogant und selbstverliebt. Diese Züge wurden im Laufe der Geschichte nicht genug gebrochen oder hinterfragt, was ihn für mich einfach unsympathisch machte. Die Handlung selbst ist weder besonders komplex noch zu vorhersehbar. Sie plätschert stellenweise etwas dahin, bietet aber immerhin genug Spannung, um weiterzulesen. Dennoch fehlte mir das gewisse Etwas – ein emotionaler Sog oder überraschende Wendungen, die mich wirklich gefesselt hätten. Fazit: The Infinity Son ist kein schlechtes Buch, bietet aber auch keinen bleibenden Eindruck. Es punktet mit einer wichtigen Repräsentation und interessanten Fantasy-Elementen, schwächelt jedoch im Weltenbau, bei der Charakterentwicklung und in der Tiefe der Handlung. Besonders Brightons egozentrisches Verhalten und sein Drang nach Online-Ruhm wirkten auf mich eher abschreckend als interessant. Ich bin nicht sicher, ob ich die Fortsetzung lesen werde – vielleicht, wenn die Neugier siegt. 3 von 5 Sternen!