Der alte Max hat alle Zeit. Draußen vor dem Fenster legt sich der Schnee wie eine Decke über das Dorf. Da dringt das Läuten des Totenglöckchens durch die Stille. Es schlägt für den Schorsch, der viel mehr war als nur ein Freund, ein Leben lang. So macht sich Max am Abend auf zur Totenwacht, wo die Alten zusammenkommen, um des Verstorbenen zu gedenken und sich zu erinnern. Eine ganze Nacht erzählen sie von den Freuden bei der Ernte, von Abenden in der Wirtsstube, vom kleinen Glück. Und vom Schorsch. Aber auch von der Enge im Dorf und dem eisigen Schweigen. Erst im Morgengrauen kehrt der Max heim. Im Licht des neuen Tages ist ihm klar: Nichts davon wird wiederkommen. Nur die Erinnerungen an dieses Leben bleiben, solange er da ist ...
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Im Schnee
von Tommie Goerz
Der alte Max hat alle Zeit. Draußen vor dem Fenster legt sich der Schnee wie eine Decke über das Dorf. Da dringt das Läuten des Totenglöckchens durch die Stille. Es schlägt für den Schorsch, der viel mehr war als nur ein Freund, ein Leben lang. So macht sich Max am Abend auf zur Totenwacht, wo die Alten zusammenkommen, um des Verstorbenen zu gedenken und sich zu erinnern. Eine ganze Nacht erzählen sie von den Freuden bei der Ernte, von Abenden in der Wirtsstube, vom kleinen Glück. Und vom Schorsch. Aber auch von der Enge im Dorf und dem eisigen Schweigen. Erst im Morgengrauen kehrt der Max heim. Im Licht des neuen Tages ist ihm klar: Nichts davon wird wiederkommen. Nur die Erinnerungen an dieses Leben bleiben, solange er da ist ...
Aktuelle Rezensionen(4)
Ein ruhiger Roman über Freundschaft und Verlust, über Leben und Tod. "Die Mauern des Schulhauses waren eingerissen, aber die Mauer des Schweigens stand, so war das im Dorf."
Das Buch handelt von einem Abschied. George ist tot und in dem Buch berichtet sein Freund Max von der Totenwache und dem Dorf. Es ist zu langatmig beschrieben und aus den Grund nicht sehr berührend. Ich kann es nicht empfehlen.
Ein hochgelobtes Büchlein mit sprachlichen Schwächen. Da ist zunächst die Geschichte einen Dorfes, das in der Auflösung begriffen ist, weil die Jungen fortgegangen sind und die aus der Stadt zugezogen die alten Regeln nicht beachten und alle die Geschichten nicht kennen, die das Fundament der Dorfgemeinschaft waren und sind. Erzählt wird das alles durch die Augen des alten Max, der eben seinen besten Freund Schorsch verloren hat, und zusammen mit den anderen alten Dörflern die Totenwache antritt. Das ist klug arrangiert und über weite Strecken sehr unterhaltsam. Abzug gibt es aber für die Sprache, die allzu sehr einen Siziolekt nachzuahmen versucht, der dem Autor offenbar ziemlich fremd geblieben ist. Abzug gibt es aber auch, weil sich am Ende allzu viele Leichen in den Kellern der Dorfbewohner stapeln und die ganze Erzählung ihre Glaubwürdigkeit mit jeder weiteren ein Stück einbüßt.
Eine leise Geschichte über das Leben und den Tod. Ein Spiel zwischen modern und traditionell, neu und alt. Ein kleines Dorf, durch dessen Gassen ein leiser Wind der Gegenwart haucht. 3,75⭐️/5⭐️