Über den Versuch, zwischen Abschied und Schmerz das Glück zu findenEines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Wohnung, wo alles knarrt und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein: zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.
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Im Leben nebenan
von Anne Sauer
Über den Versuch, zwischen Abschied und Schmerz das Glück zu findenEines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Wohnung, wo alles knarrt und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein: zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.
Aktuelle Rezensionen(80)
Ich finde das Buch sehr gut geschrieben. Man bekommt ein Gefühl für Antonia/Toni und ihr Seelenleben. Und doch bleibt in mir der Wunsch nach einem Happy End. Mit offenen Enden kann ich schlecht umgehen vor allem bei Themen die mir so nah gehen.
Dieses Buch läd dazu ein, sich über sein eigenes Leben Gedanken zu machen... auch wenn man Mann mir verboten hat ihn zu fragen ob er lieber mit mir ohne Kinder oder mit seiner 1. Freundin mit unseren Kindern leben würde...
Als der Hype um das Buch mich erreicht hat, wollte ich es unbedingt lesen, weil ich die Idee dahinter als sehr individuell und kreativ empfunden habe. Am Anfang war es verwirrend und es hat gedauert, bis ich reingekommen bin. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass in jedem Kapitel etwas gefehlt hat und man viel mehr hätte aus der Idee machen können. Nichtsdestotrotz gibt das Buch viel Platz für persönliche Gedanken und Überlegungen - ich würde behaupten, auch wenn es nicht unbedingt den Geschmack von Einem trifft, ist es dennoch lesenswert.
Erst fand ich die Idee des Buches super: eine Frau, die in zwei Lebensentwürfen lebt und in beiden Versionen zu sich findet - eines mit Kind (den ganzen Entbehrungen, welche das Muttersein mit sich bringt) mit ihrem altem Schulfreund im Dorf (Langeweile) und eines ohne Kind und dem Versuch, Scheitern und Aufgeben der mgl. Schwangerschaft mit ihrem Partner und einem urbanen spannenden Leben. Das Ende hat mir jedoch nicht so gefallen. Erst wirkt es so, als würde sich die Protagonistin emanzipieren, aber im letzten Kapitel dreht sich viel darum, dass sie den Lebensentwurf mit dem Schulfreund herbei fantasiert hat, weil ihr Partner aus der Stadt sich von ihr trennt und sie sich diesen zurück wünscht. für mich definitiv zu viel Raum für Interpretationen..
⭐️ 4,25/5 Toni lebt mit ihrem Freund Jakob in der Stadt, ist kinderlos und mitten in einem unerfüllten Kinderwunsch. Eines Morgens wacht sie plötzlich in einem völlig anderen Leben auf: im Heimatdorf, an der Seite ihrer Jugendliebe Adam – und mit einer kleinen Tochter. Von da an stehen zwei mögliche Lebensentwürfe nebeneinander: ein Leben mit Kind und eines ohne. Ich mochte die Grundidee sehr. Besonders spannend fand ich, dass das Buch nicht einfach die Frage stellt, welches Leben das „bessere“ wäre, sondern sehr genau auf die Ambivalenzen beider Möglichkeiten schaut: Sehnsucht und Freiheit, Nähe und Überforderung, Kinderwunsch und Mutterschaft, aber auch die Erwartungen, die an Frauen bestehen. Dabei ist der Roman angenehm unaufgeregt und nah an Tonis Gedanken erzählt. Vieles fühlt sich sehr ehrlich und lebensnah an und regt automatisch dazu an, über die eigenen Abzweigungen und dieses ewige „Was wäre gewesen, wenn …?“ nachzudenken. Nicht alles hat mich gleichermaßen gepackt, aber die Idee und die Fragen, die das Buch aufwirft, sind mir definitiv im Kopf geblieben. Ein kfeinfühliger Roman über unterschiedliche Lebensentwürfe und darüber, dass es wahrscheinlich nicht den einen richtigen Weg gibt.