3.0

Hungerwinter

von Harald Gilbers

Format:Softcover

"Gewohnt unaufgeregt, ruhig und dennoch spannend verknüpft Harald Gilbers in „Hungerwinter“ einen Kriminalfall mit einem unrühmlichen Kapitel der deutschen Geschichte. Der Roman ist ein sehr gelungenes Konglomerat aus polizeilichen Ermittlungen und atmosphärisch dichter sowie geschichtlich gut recherchierter Schilderung des Lebens in Berlin 1947."

Mystery, Thriller, Horror & Crime
448 SeitenSoftcover
Erschienen an: May 4, 2020

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(2 ratings)
Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

3,5 Sterne Für mich ist die gesamte Oppenheimer- Reihe eine der besten, die es thematisch in dem Genres gibt. Harald Gilbers fängt vor allem auch die Mentalität der Gesellschaft während und in den späteren Bänden dann unmittelbar nach der NS-Zeit und dem Krieg ein. Der Buchtitel Hungerwinter erscheint etwas irreführend, da es in der Handlung eigentlich weniger um die Hungersnot geht, es ist eher ein Begriff, der im nachhinein für den Winter im Jahr 1947 benutzt wurde. Aber im Roman selbst geht es um ganz andere Fragen. Der Hunger ist eher ein Nebenschauplatz. Der Fokus liegt auf einem Mordfall, der mich ehrlicherweise nicht so richtig überzeugen konnte. Die Hintergründe und der Tat floßen mir zu konstruiert ein. Ich hatte das Gefühl, Gilbers wollte so unbedingt etwas über die Anfänge des Bundesnachrichtendienstes schreiben, das er aus den Augen verloren hat, dass das Ganze auch noch schlüssig sein sollte. So eine Agentenkiste... das passte für mich einfach nicht so richtig. Auch wenn ich gut fand, das da eine Person wieder auftauchte, bei dem ich mich schon länger gefragt hatte, was er wohl nach 1945 so machen würde... Die in der ersten Rezi oben, bereits erwähnte "Rattenlinie" hätte für mich als Thema schon genügt. Ich denke für mich hätte das Ganze dadurch besser funktioniert, wenn Gilbers den damals noch nicht gegründeten, BND ins Spiel gebracht hätte. Endweder oder, sag ich mal^^ Für die weitere Reihe, hat "Hungerwinter" aber durchaus ein paar interessante Weichen gestellt, da sich vor allem in Oppenheimers Umfeld, einiges ändert. Insgesamt für mich nicht der stärkster Band der Reihe, aber auch kein schlechter^^

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