Empfehlungen basierend auf "Herzkönig"
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von Dörte Hansen
Der bewegende Bestseller von Dörte HansenDie Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.
von Mechtild Borrmann
Wenn Recht Nicht Gerechtigkeit Ist: Spiegel-bestseller-autorin Mechtild Borrmann Mit Ihrem Meisterwerk Grenzgänger Rund Um Ein Düsteres Kapitel Deutscher Nachkriegs-geschichte: Heimkinder In Den 50er Und 60er Jahren. Die Vielfach Ausgezeichnete Autorin Borrmann, Die Mit Ihren Zeitgeschichte-romanen Grenzgänger Und Trümmerkind Monatelang Auf Der Spiegel-bestseller-liste Stand, Erzählt Mit Der Ihr Eigenen Soghaft-präzisen Sprache Die Geschichte Einer Lebenshungrigen Frau - Ein Ehemaliges Heimkind - , Die An Gerechtigkeit Glaubt Und Daran Verzweifelt. Die Schönings Leben In Einem Kleinen Dorf An Der Deutsch-belgischen Grenze. Wie Die Meisten Familien Hier In Den 50er Und 60er Jahren Verdienen Sich Auch Die Schönings Mit Kaffee-schmuggel Etwas Dazu. Die 17jährige Henni Ist, Wie Viele Andere Kinder, Von Anfang An Dabei Und Diejenige, Die Die Schmuggel-routen über Das Hohe Venn, Ein Tückisches Moor-gebiet, Kennt. So Kann Sie Die Kaffee-schmuggler, Hauptsächlich Kinder, In Der Nacht Durch Das Gefährliche Moor Führen. Ab 1950 übernehmen Immer Mehr Organisierte Banden Den Kaffee-schmuggel, Und Zöllner Schießen Auf Die Menschen. Eines Nachts Geschieht Dann Das Unfassbare: Hennis Schwester Wird Erschossen. Henni Steckt Man Daraufhin 1951 In Eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-schmuggels. Doch Das Ist Nur Ein Teil Der Wahrheit. Die Jüngeren Geschwister, Die Henni Anstelle Der Toten Mutter Versorgt Hatte, Kommen Als Heimkinder In Ein Kirchlich Geführtes Heim. Wo Der Kleine Matthias An Lungenentzündung Verstirbt. Auch Das Ist Nur Ein Teil Der Wahrheit. Spannung Und Zeitgeschichte Miteinander Zu Verknüpfen, Versteht Borrmann Wie Keine Andere Deutsche Autorin. Grenzgänger Ist Ein Packender Wie Aufwühlender Roman, Eingebettet In Ein Düsteres Stück Zeitgeschichte - Die 50er Und 60er Jahre In Deutschland. Als Beeindruckende Chronistin Durchdringt Mechtild Borrmann Vielstimmig Die Schattenwelten Der Deutschen Zeitgeschichte. 'grenzgänger' Handelt Von Der Suche Nach Wahrheit Und Wahrhaftigkeit In Einer Zeit Der Kleinen Und Großen Lügen - Ein Starker Roman! Hamburger Morgenpost
von Barbara Demick
"Doch Demicks Buch ist mehr als eine unterhaltsam geschriebene nordkoreanische Romeo-und-Julia-Version.....Die gelungensten Momentaufnahmen zeigen hinter farbenprächtigen Kulissen und Propagandainszenierungen die trostlose Wirklichkeit des Landes."
von Alena Schröder
Es hat mich mit Macht hineingezogen in eine Mutter-Tochter-Frauen-und-Familien-Geschichte, aus der man nach 318 Seiten mit dem verträumten Gefühl wieder zu sich kommt, man habe eine Zeitreise gemacht.
von Oskar Maria Graf, Wilfried F. Schoeller
"Wenn all meine Bücher vergehn - des Buch bleibt", sagte Oskar Maria Graf über seinen 1940 erschienenen Roman. Er sollte Recht Das liebevolle, eindringliche Porträt seiner Mutter, die mit ruhiger Kraft ihre Familie zusammenhielt, gilt heute als sein Meisterwerk.Geboren 1857, gestorben 1934. Ludwig II., Bismarck, Hitler, der Krieg 1870/71 und der 1. Weltkrieg, die industrielle Revolution und die Weimarer Republik - Resl Heimrath verbrachte ihr Leben in einer Zeit voller Umbrüche. Von Kindheit an war ihr Alltag harte Arbeit und Mühe. Das änderte sich nicht, als sie den Bauernhof ihrer Familie verließ und den Bäckermeister Max Graf heiratete. Sie bekam elf Kinder, von denen acht erwachsen wurden, und blieb trotz aller Ängste, die sie in Kriegs- und Gefahrenzeiten ausstand, der ruhende Pol des Bäckerhauses am Starnberger See. Oskar Maria Graf hat mit diesem Porträt seiner Mutter nicht nur eine Chronik dörflichen Lebens in Oberbayern geschaffen, sondern auch einen sozial- und zeitkritischen Roman von großer poetischer Kraft.
von Blanca Imboden
Nelly ist mit ihren 77 Jahren eine fröhliche, selbstbewusste, gesunde und recht muntere Witwe. Trotzdem zieht sie ins Altersheim, weil ihre Tochter Trudi den dringenden Wunsch hat, ihr gemütliches Elternhaus durch einen modernen Neubau zu ersetzen. Trudi verspricht ihrer Mutter zwar eine coole Einliegerwohnung, aber da macht Nelly – auch ein wenig trotzig – nicht mit. Dann lieber grad ab ins heimelig. Dort wird es ihr aber schon bald ganz unheimelig langweilig, und sie überlegt sich, dass sie – jetzt, wo sie so viel Zeit hat – eigentlich auf Reisen gehen könnte. Nicht weit, nur durch die Schweiz. Nicht lang. Nur immer für einen Tag. Die Idee dahinter: Sie will das Abc abreisen. Und so macht sie sich auf den Weg nach Ascona, nach Buochs, nach Chur und erlebt dabei einiges. Sie macht neue Bekanntschaften, lernt die Drogenfahndung kennen, muss einen Panflötenspieler abwimmeln und bringt sogar das Leben ihrer Enkelin Kim durcheinander. Natürlich nicht mit Absicht. Mit Absicht zieht sie aber ihre Aktion »Spiegeleier für alle« durch, und die, die wird ein voller Erfolg. Die Quintessenz aller gemachten Erfahrungen überrascht Nelly, denn sie begreift: Sie ist zwar alt, aber sooo alt dann doch wieder nicht. Und schließlich lässt sie die Erkenntnis zu: »Ich will eigentlich nur eins: raus! Und wieder leben, möglicherweise sogar wieder lieben.
von Gusel Jachina
»Warum sollte man das lesen? Weil die Autorin an die Wurzeln der Menschlichkeit geht, weil sie so schreibt, dass man fühlt und begreift, wie sich auch mit diesem Buch ein Vorhang vor so lange verdeckten oder beschönigten Tatsachen hebt.«
von Lina Schwenk
In «Blinde Geister» erzählt Lina Schwenk eine berührende Familiengeschichte von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart. Mit ihrem eindringlichen Romandebüt schreibt sie in eine Zeit hinein, in der drängende Fragen auf ein tiefes Schweigen prallen. Olivia, die Tochter von Rita und Karl, kennt seit jeher die Angst der Erwachsenen vor einem erneuten Krieg, obwohl seit Jahren Frieden herrscht in Deutschland. Beharrlich überprüft Karl die Speisekammer auf Vorräte, und immer wieder sucht die Familie gemeinsam Zuflucht im Keller, wenn der Vater den Einfall der Russen fürchtet. Für Olivia und ihre Schwester Martha ist es ein Spiel, dem sie sich still fügen, auch weil sie längst wissen, dass den Eltern die Worte für Erklärungen fehlen und das Schweigen nur umso lauter wird, je mehr sie fragen. "Bald bin ich tot", denkt auch Olivia, als die Unruhe der Eltern schleichend zu ihrer eigenen wird. In ihrer ersten eigenen Wohnung fehlt Olivia der Keller – dieser kleine Schutzbunker ihrer Kindheit, der immerhin eins bedeutete: Familienzeit. Die langen Risse, die von den Eltern bis in ihre Generation reichen, erkennt sie erst, als sie später versucht, ihre eigene Tochter vor jenem Bedrohungsgefühl zu schützen. Doch dann kommt der Februar 2022, und das, was zuvor wie ein Phantom wirkte, wird plötzlich erschreckend real. "Blinde Geister" ist ein vielschichtiger und bewegender Roman, der vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte tief verwurzelte Ängste freilegt und mit feinem Gespür das Sonderbare und Entrückte im Menschen ergründet.
von Brigitte Reimann
Der berührende Dialog zweier großer Autorinnen In diesen Briefen und Notizen findet sich jede Nuance, die intensives Leben ausmacht. Zwei kreative, engagierte Frauen ermutigen einander, Konflikte durchzustehen und den eigenen Weg zu verfolgen. Dabei entfaltet sich ein authentisches Porträt des DDR-Alltags voller Schwierigkeiten, Hoffnungen und Illusionen. Die Neuausgabe wird durch zum Teil unveröffentlichte Tagebuchauszüge wie der ergreifenden Schilderung Christa Wolfs von ihren letzten Besuchen bei der todkranken Freundin ergänzt. „Eine Ankunft im Alltag zweier großer Schriftstellerinnen ...z FAZ.