Empfehlungen basierend auf "Helmut Kohl"
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von Alois Prinz
Warum wird ein Mensch zum Terroristen? Um die Gesellschaft mit aller Gewalt zu verändern? Weil ihm die Aktionen, auch das Töten, einen Kick verschaffen? Weil er ein skrupelloser Wirrkopf ist -- oder im Gegenteil hoch intelligent und sozial eingestellt?Einfache Antworten gibt es da kaum, erst recht nicht im Fall Ulrike Meinhof (1934-1976). Selbst der Autor steht im letzten Kapitel an ihrem Grab und hat "das Gefühl, als ob sie immer undeutlicher wird". Dabei hat er doch eine Menge Fakten und Geschichten über die Mitbegründerin der RAF zusammengetragen -- und zwar in einer nüchternen, klaren Sprache. Trotzdem geht es nicht ganz ohne Lexikon und an einigen Stellen wird es auch ziemlich philosophisch.Man muss aber gar nicht alles verstehen, um hier auf spannende Weise viel über die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und den Menschen Meinhof zu lernen. Vor ihrem "Sprung in ein anderes Leben" war sie eine fürsorgliche Mutter und angesehene Journalistin, die sich besonders für Schwache und Benachteiligte einsetzte. Deren Schicksal ging ihr offensichtlich so nahe, dass sie die Dinge immer öfter schwarz-weiß sah, sehen wollte: gute Arbeiter gegen böse Unternehmer, aufrechte Demonstranten gegen "Bullenschweine", tapfere Untergrundkämpfer gegen eine faschistische Pseudo-Demokratie.Prinz ist -- fast schon zu sehr -- darum bemüht, das alles zu verstehen und zu erklären, ohne den Lesern bestimmte Sichtweisen aufzudrängen. So gründlich und plastisch er Meinhofs Entwicklung vom kindlichen "Engel" zum "Killer-Girl" nachzeichnet -- an einigen Stellen hätte er sie ruhig noch schärfer ins Visier nehmen können, zum Beispiel wenn sie in einem Brief aus dem Gefängnis plötzlich von ihren "Auschwitzphantasien" spricht.Besser geht es immer, aber so gut muss man ihn erst einmal hinbekommen, den Lebensbericht der vielleicht meistgehassten Frau der deutschen Geschichte, die für andere wiederum eine Symbolfigur im Kampf um eine bessere Welt war. Anspruchsvolles Lese- und Denkfutter für Erwachsene ab 14. --Patrick Fischer
von Markus Feldenkirchen
Das Buch zur Nannen-Preis-gekrnten Reportage des JahresNoch nie hat ein Politiker so einen rasanten Aufstieg und so einen tiefen Fall erlebt wie Martin Schulz. Whrend er zu Beginn des Wahlkampfs als Retter der SPD und mglicher Bundeskanzler galt, ist er ein Jahr spter mit seinem Anspruch, eine andere, ehrlichere Politik zu machen, auf ganzer Linie gescheitert. Erst verlor er die Wahl, dann den Rckhalt der Partei und seine Posten. Markus Feldenkirchen hat Martin Schulz durch die Hhen und Tiefen des Wahlkampfs und den darauffolgenden Absturz begleitet, so exklusiv und hautnah, wie es in Deutschland bislang nicht mglich gewesen ist selbst am Abend vor seinem Rcktritt. Eindrucksvoll erzhlt er in seinem Buch nun die ganze Geschichte eines politischen und persnlichen Dramas.
von Andreas Kossert
Der Autor erzählt über das Leben, die Hoffnungen und über die Ängste der Menschen in den Jahren vor und während des 2. Weltkrieges. Begleitbuch zur ARD-Serie.
von Dietrich Bonhoeffer
Als der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer im April 1943 verhaftet wird, hat er sich gerade mit der achtzehnjährigen Maria von Wedemeyer verlobt. Wegen des großen Altersunterschieds hat Marias Mutter eine Kontaktsperre verhängt, aber nun, in der Haft, beginnt trotz Zensur und familiären Widerständen ein ungewöhnlicher Briefwechsel über das Leben auf dem Pommerschen Gut und im Gefängnis, über Literatur und vor allem über die Liebe, der erst mit Bonhoeffers Hinrichtung im April 1945 endet. Eines der großen Zeugnisse aus dem deutschen Widerstand.
von Benjamin Lahusen
DIE STUNDE NULL FAND NICHT STATT – BENJAMIN LAHUSENS GLÄNZENDE DARSTELLUNG DER DEUTSCHEN JUSTIZ VOR UND NACH 1945 Kaum beirrt von Bombenkrieg, Kapitulation und alliierter Besatzung liefen Gerichtsverfahren vor und nach 1945 einfach weiter, mit denselben Akteuren, nach den gleichen Regeln. Der Rechtshistoriker Benjamin Lahusen deckt in seiner fulminanten Studie unheimliche Kontinuitäten der deutschen Justiz auf und zeichnet so das eindringliche Bild einer Gesellschaft, die den großen Einschnitt so klein wie möglich hielt. Stuttgart, im September 1944: Das Justizgebäude wird durch neun Sprengbomben und zahlreiche Brandbomben weitgehend zerstört, doch stolz meldet der Generalstaatsanwalt, dass bereits am nächsten Morgen «noch in den Rauchschwaden... eine Reihe von Strafverhandlungen durchgeführt» wurden. Auch andernorts wird der Dienstbetrieb in teils noch brennenden Gebäuden aufrechterhalten, später selbst unter Artilleriebeschuss. Benjamin Lahusen hat sich die Akten zahlreicher Gerichte – darunter des Amtsgerichts Auschwitz – aus den Jahren vor und nach 1945 angesehen und beschreibt höchst anschaulich, wie weder «Endkampf» noch staatlicher Zusammenbruch den juristischen Dienstbetrieb unterbrechen konnten. Er erklärt, warum ein Stillstand der Rechtspflege unter allen Umständen vermieden werden sollte, und zeigt, wie nach dem Krieg altgediente Juristen pflichtbewusst das alltägliche Recht des Dritten Reichs so weiterführten, als wäre nichts passiert. Wenn es noch eines Beweises dafür bedarf, dass es 1945 keine «Stunde Null» gab, dann liegt er mit diesem glänzend geschriebenen Buch vor. Überraschend: Neue Erkenntnisse zur deutschen Justiz vor und nach 1945 Fundiert: Auf der Grundlage bisher vernachlässigter Gerichtsakten – auch aus dem Amtsgericht Auschwitz Kurzweilig: Der Autor versteht es meisterhaft, die Quellen zum Sprechen zu bringen
von Marie-Janine Calic
Josip Broz Tito war der ewige Partisan – ein typisches Geschöpf des Zeitalters der Extreme, welches er persönlich erlebt, erlitten und gestaltet hat. Bei seinem Tod galt er als ein international anerkannter Staatsmann. Heute halten ihn viele für einen brutalen Diktator. Doch was war er wirklich? Marie-Janine Calic lässt die historische Person hinter den Legenden sichtbar werden und erzählt die Geschichte eines abenteuerlichen Lebens, in dem sich Aufstieg und Fall Jugoslawiens spiegeln. Tito war ein Politiker eigenen Kalibers. Er war Visionär und Pragmatiker, Stratege und Macher, einer, der durch außergewöhnliche Talente und unter ganz besonderen historischen Umständen eine beispiellose Karriere machte. Im Zweiten Weltkrieg befreite er Jugoslawien mit seinen Partisanen aus eigener Kraft von der deutschen Besatzung. Es war die Rolle, in der er ganz bei sich war und die seine langjährige Herrschaft legitimierte. Ohne den ewigen Partisanen hätte es Jugoslawien nach dem Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich nicht mehr gegeben. 35 Jahre lang blieb er der unverzichtbare Moderator eines mehr oder weniger gedeihlichen Zusammenlebens. Doch Titos Jugoslawien überlebte seinen Schöpfer kaum eine Dekade, und es folgte ein Gewaltausbruch, wie ihn Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hatte. Über Titos Lebenswerk liegt somit der Schatten bitteren Scheiterns.
von Frank Schumann
Das muss man wissen: Wofür starben Liebknecht und Luxemburg? Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sind bis heute Ikonen der linken Bewegung. Wie ist es dazu gekommen? Was ist Fakt, was Mythos? Und was kann man heute noch von den beiden Revolutionsführern lernen – aus ihren Ideen und Schriften, aber auch aus den Ereignissen der Novemberrevolution und aus deren Scheitern? Vor 100 Jahren brach die Novemberrevolution aus. Nachdem die SPD schon 1914 ihren Burgfrieden mit dem imperialistischen Kaiserreich geschlossen hatte, spaltete sich nun die Partei, die Sozialisten gingen eigene Wege. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie rief der Reichstagsabgeordnete Karl Liebknecht vom Spartakusbund die Sozialistische Republik aus und gründete mit Rosa Luxemburg und anderen ehemaligen Sozialdemokraten die KPD. Daraufhin wurden sie Freiwild, offen wurde gegen die linken Revolutionäre plakatiert: 'Schlagt ihre Führer tot! TÖTET LIEBKNECHT!' Am 15. Januar 1919 wurden Liebknecht und Luxemburg für ihre Überzeugungen von Terroristen ermordet. Der Übergang vom Kaiserreich zur bürgerlich-demokratischen Republik von Weimar war blutig. Aber musste die Novemberrevolution so verlaufen und so enden? Warum schlug man die linken Führer tot? Gab es friedliche Alternativen für den gesellschaftlichen Wandel in Deutschland? Die kompakte 'Geschichte im Brennpunkt' zeichnet die Ereignisse vor 100 Jahren detailliert nach, fragt nach Motiven, Hintergründen und Zusammenhängen. Und macht Bezüge zur Gegenwart sichtbar.
von Gunter Hofmann
The book describes the often difficult relationship between the two German chancellors Helmut Schmidt and Willy Brand.Gunter Hofmann, langjähriger Chefkorrespondent der "ZEIT", schildert die faszinierende Beziehung zwischen zwei berühmten Deutschen, die gegensätzlicher kaum hätten sein können. Seine intime Kenntnis der Akteure und Ereignisse, sein feines Gespür für die seelischen Konstellationen und nicht zuletzt sein glänzender Stil machen dieses Buch über zwei Weggefährten, Kanzler und Rivalen zu einer spannenden Lektüre.Der eine war im Exil gegen Hitler, der andere Wehrmachtssoldat. Der eine war Minderheitsdeutscher, der andere stand für die Mehrheit: Wenig passte zusammen in diesen Leben von Willy Brandt und Helmut Schmidt. Und dennoch, sie fanden einen Grundkonsens, der erst im hochdramatischen Streit um die "Nachrüstung" erschüttert wurde. Vielleicht gerade weil ihre Freundschaft so schwierig war, wurden zwei derart außergewöhnliche Kanzlerschaften daraus.
von Carola Stern, Ingke Brodersen
Verschieden Autoren, U.a. H. Mommsen, M. Pressler, U. Wölfel, Erzählen Geschichten Aus Der Zeit Des Nationalsozialismus.
von Hans-Henning Scharsach
langjähriger Leiter der Auslandsressorts von KURIER und News, ist Publizist und Autor politischer Sachbücher. Der Experte für Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und Neonazismus moderierte 15 Jahre die Zeitzeugengespräche zum Jahrestag des Novemberpogroms im Wiener Volkstheater. Zu seinen Büchern zählen die Bestseller „Haiders Kampf“, „Haiders Clan“, „Europas Populisten“, „Die Ärzte der Nazis“, „Strache – Im braunen Sumpf" und „Stille Machtergreifung – Hofer, Strache und die Burschenschaften“.