Literaturkritik hat heute zwischen feuilletonistischer Debatte, YouTube-Kanal und universitärem Seminar viele neue Formen angenommen und in der digitalen Form ihre Reichweite enorm ausgedehnt. Ihre Geschichte reicht wenigstens bis in das 17. Jahrhundert zurück, doch nie zuvor war ihr Feld so dynamisch, vielgestaltig und umkämpft wie heute, denn sie steht im Spannungsfeld von kommerziellem Literaturmarkt und politischer Meinungsbildung, von medialer Öffentlichkeit und fachlicher Expertise, von subjektivem Lektüreerlebnis und methodisch kontrollierter Analyse. Das „Handbuch Literaturkritik“ bietet erstmals einen systematischen und umfassenden Zugang zu diesem Phänomen. Es gliedert sich in die Abschnitte Geschichte und Systematik und zeichnet darin sowohl historische Entwicklungslinien als auch systematische Perspektiven nach: etwa von der Professionalisierung der Literaturkritik im 19. Jahrhundert und ihrer Rolle in der Bundesrepublik nach 1945 bis zu methodischen Ansätzen wie der marxistischen, psychoanalytischen und feministischen Literaturkritik. Literaturkritik ist längst nicht mehr nur eine Domäne weniger Stimmen: Blogs, Booktubes und algorithmisch gesteuerte Empfehlungsformate wie auf Amazon oder Goodreads haben neue Akteure hervorgebracht. Spätestens damit ist Literaturkritik heute auch moderner Gegenstand universitärer Forschung und Lehre, etwa in Studiengängen zu Literaturvermittlung, Medienpraxis oder Kritischer Journalistik. Deshalb widmet sich ein eigener Abschnitt des Handbuchs dieser Praxis: den medialen Formaten, den Akteur:innen und Institutionen, durch die sich Literaturkritik im Alltag artikuliert.
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Handbuch Literaturkritik
von Christoph auf der Horst, Sabine Brenner-Wilczek
Literaturkritik hat heute zwischen feuilletonistischer Debatte, YouTube-Kanal und universitärem Seminar viele neue Formen angenommen und in der digitalen Form ihre Reichweite enorm ausgedehnt. Ihre Geschichte reicht wenigstens bis in das 17. Jahrhundert zurück, doch nie zuvor war ihr Feld so dynamisch, vielgestaltig und umkämpft wie heute, denn sie steht im Spannungsfeld von kommerziellem Literaturmarkt und politischer Meinungsbildung, von medialer Öffentlichkeit und fachlicher Expertise, von subjektivem Lektüreerlebnis und methodisch kontrollierter Analyse. Das „Handbuch Literaturkritik“ bietet erstmals einen systematischen und umfassenden Zugang zu diesem Phänomen. Es gliedert sich in die Abschnitte Geschichte und Systematik und zeichnet darin sowohl historische Entwicklungslinien als auch systematische Perspektiven nach: etwa von der Professionalisierung der Literaturkritik im 19. Jahrhundert und ihrer Rolle in der Bundesrepublik nach 1945 bis zu methodischen Ansätzen wie der marxistischen, psychoanalytischen und feministischen Literaturkritik. Literaturkritik ist längst nicht mehr nur eine Domäne weniger Stimmen: Blogs, Booktubes und algorithmisch gesteuerte Empfehlungsformate wie auf Amazon oder Goodreads haben neue Akteure hervorgebracht. Spätestens damit ist Literaturkritik heute auch moderner Gegenstand universitärer Forschung und Lehre, etwa in Studiengängen zu Literaturvermittlung, Medienpraxis oder Kritischer Journalistik. Deshalb widmet sich ein eigener Abschnitt des Handbuchs dieser Praxis: den medialen Formaten, den Akteur:innen und Institutionen, durch die sich Literaturkritik im Alltag artikuliert.
Hier sind noch keine Rezensionen vorhanden.