3.6

Good Girl

von Aria Aber, Aria Aber

Format:Hardcover
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Aria Aber ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und lebt derzeit in Los Angeles. Ihr erster Gedichtband Hard Damage (2019) gewann den Prairie Schooner Prize. Die ehemalige Stegner-Stipendiatin, Empfängerin des Whiting Award 2020 und derzeitige Doktorandin an der USC veröffentlichte ihre Gedichte unter anderem in The New Yorker, New Republic, The Yale Review, Narrative und POETRY.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
224 SeitenHardcover
Erschienen an: February 27, 2025

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Aktuelle Rezensionen(13)

3.6(99 ratings)
JessiRezension von Jessi

Die Story hat mich leider gar nicht erreicht. Die Handlung geht kaum voran, es ist insgesamt unglaublich langatmig und im Großen und Ganzen hat mich dieses Buch leider weder unterhalten, noch konnte ich eine Botschaft daraus mitnehmen.

MelRezension von Mel

All the hate, the love and shame are in there. It might be my favourite book. Reading it at Landwehrkanal made me see Berlin and myself in a different light. I cried in the ubahn to Warschauer Straße out of sorrow for her and for the world and more often, because her way of writing touched me so much.

𝓵𝓪𝓾𝓻𝓪Rezension von 𝓵𝓪𝓾𝓻𝓪

anfänglich hat mich dieses buch frustriert. die ersten hundert seiten haben sich gezogen, und ich hatte das gefühl, die handlung komme kaum voran. der klappentext hatte mich sehr angesprochen, aber meine naiven erwartungen an die geschichte wurden nicht sofort erfüllt. besonders die häufigen darstellungen der protagonistin beim drogenkonsum in heruntergekommenen toilettenkabinen auf fast jeder zweiten seite wirkten zunächst ermüdend. trotzdem entwickelte sich das buch im weiteren verlauf zu einer beeindruckenden, realistischen und intensiven geschichte. die darstellung des kreislaufs aus gefangensein - in beziehungen, in der eigenen haut, in lebenssituationen - ist unglaublich glaubwürdig und eindringlich. immer wieder zurückgeworfene schritte, das auf und ab im leben der protagonistin, machen die emotionale tiefe der geschichte spürbar. besonders hervorzuheben ist der rohe, ehrliche und ungefilterte schreibstil. aria aber gelingt es, die emotionen und gedanken der protagonistin direkt und unverblümt zu vermitteln, was das lesen intensiv und unmittelbar macht. die behandlung gesellschaftlicher, politischer, demografischer und familiärer themen - besonders die herausforderungen im zusammenhang mit afghanischer herkunft oder migrationshintergrund – ist sensibel und dennoch realistisch umgesetzt. auch die wut und verletzlichkeit der protagonistin werden klar und eindringlich transportiert, was die charakterdarstellung sehr authentisch macht. trotz einiger schwieriger anfangsseiten ist das buch am ende bewegend, nachdenklich stimmend und hinterlässt einen bleibenden eindruck. insgesamt ist good girl ein gelungenes buch, das durch seinen ehrlichen stil, die realistische darstellung von lebenssituationen und die tiefgehende charakterzeichnung überzeugt. es ist roh, unverblümt und emotional stark. ein buch, das man nicht so schnell vergisst.

Asia PanziniRezension von Asia Panzini

Puh. Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal so genervt von einem Buch war. Ich wollte es mögen, wirklich. Aber ich habe mich von Anfang bis Ende einfach nur durchgekämpft. Der Schreibstil war für mich extrem verwirrend. Alles war so übertrieben „lyrisch“ und gewollt poetisch, dass ich irgendwann das Gefühl hatte, die Geschichte geht komplett verloren. Statt Atmosphäre zu schaffen, wirkte es oft einfach konstruiert und unauthentisch. Manche Vergleiche haben mich ernsthaft ratlos zurückgelassen – zum Beispiel die „stickige Novemberluft“. Seit wann ist es im November stickig? Solche Formulierungen haben mich jedes Mal aus dem Lesefluss gerissen, weil ich mehr damit beschäftigt war, den Satz zu hinterfragen, als der Handlung zu folgen. Und dann die Charaktere. Ich glaube, ich habe selten ein Buch gelesen, in dem ich wirklich absolut niemanden mochte. Jeder einzelne war auf seine Art anstrengend, unsympathisch oder schlicht schrecklich. Besonders Marlow – er wird als toxisch und teilweise fast sadistisch dargestellt, aber ohne dass das wirklich kritisch eingeordnet wird. Stattdessen hatte ich das Gefühl, sein Verhalten wird einfach hingenommen oder sogar ästhetisiert. Ich konnte keine einzige Entscheidung wirklich nachvollziehen. Ständig dachte ich nur: Warum macht ihr das? Wieso entscheidet ihr euch immer wieder für das Offensichtlich-Schlechteste? Ein riesiger Kritikpunkt für mich war außerdem die Art, wie Drogen dargestellt wurden. Gefühlt ging es das gesamte Buch über nur um Partys, Exzess und schlechte Laune. Drogenkonsum wurde dabei so stark romantisiert oder zumindest ästhetisch ausgeschmückt, dass es teilweise unangenehm war. Ja, man kann schwierige Lebensrealitäten zeigen – aber hier wirkte es oft eher wie eine Verklärung als wie eine ehrliche Auseinandersetzung. Auch die Darstellung Berlins hat mich gestört. Klar, es ging um ein bestimmtes Milieu, und natürlich gibt es diese Seiten der Stadt. Aber Berlin wurde fast ausschließlich als trostloses, kaputtes Drecksloch gezeigt. Es gibt dort aber eben auch ein „normales“ Leben, andere Perspektiven, andere Realitäten. Diese Einseitigkeit hat die ohnehin schon sehr negative Grundstimmung nur noch verstärkt. Was mich zusätzlich frustriert hat: Es wurden gefühlt sämtliche gesellschaftlichen Probleme angerissen – Drogen, toxische Beziehungen, Perspektivlosigkeit, soziale Abgründe – aber nichts davon wurde wirklich in die Tiefe ausgearbeitet. Alles blieb an der Oberfläche. Statt echter Reflexion gab es einfach nur noch mehr Drama und noch mehr Negativität. Am Ende hatte ich das Gefühl, das Buch wollte unglaublich viel sagen, aber hat nichts davon wirklich zu Ende gedacht. Es war durchgehend düster, hoffnungslos und emotional einfach anstrengend. Keine Figur, kein Moment, der mir das Gefühl gegeben hätte: Hier ist wenigstens ein kleiner Lichtblick. Für mich war es leider eine sehr ermüdende Leseerfahrung. Verwirrend geschrieben, voller unsympathischer Charaktere und mit einer Dauerstimmung zwischen Exzess und schlechter Laune. Definitiv kein Buch, das ich weiterempfehlen würde

BecciRezension von Becci

Ein Buch über ein Mädchen/ Junge Frau die Frei sein will. Über Ihr erwachsen werden in einer ungerechten Welt in der Menschen unterschiedlich behandelt werden. Ein sehr aktuelles Buch über eine Migrations Geschichte einer Familie aus Afghanistan die auf ein besseres Leben in Deutschland hofft und über Ihren steinigen Weg des Abkommens, der Anerkennung und den Rasissmus unserer Gesellschaft. Nila die Hauptfigur ist in einer Toxischen Beziehung gefangen was das Buch an manchen Stellen schwer aushaltbar macht, da es so gut und echt geschrieben ist und ich mir immer gewünscht habe das sie si ich aus dieser Beziehung löst. Insgesamt hat mich das Buch bewegt und ich fand es sehr gut zu lesen. Es ist Traurig und voller Sehnsucht nach Leben.

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