Gilgi, ein Mädchen im Köln der 1920er Jahre, kündigt ihre Stelle als Sekretärin und zieht von Zuhause aus, weil sie das bevormundete Dasein bei den Eltern satt hat. Doch auch das »weiche, zerflossene, bedenkenlose« Leben mit dem Schriftsteller Martin ist keine Alternative und aus ihrem Leben, sagt Gilgi, »soll nicht so?n Strindberg-Drama werden«. Und da nimmt sie es wieder in die eigenen Hände und macht sich wirklich auf den Weg in die Selbständigkeit. Das Buch, mit dem die 26-jährige Irmgard Keun 1931 über Nacht berühmt wurde.
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Gilgi, eine von uns.
von Irmgard Keun
Gilgi, ein Mädchen im Köln der 1920er Jahre, kündigt ihre Stelle als Sekretärin und zieht von Zuhause aus, weil sie das bevormundete Dasein bei den Eltern satt hat. Doch auch das »weiche, zerflossene, bedenkenlose« Leben mit dem Schriftsteller Martin ist keine Alternative und aus ihrem Leben, sagt Gilgi, »soll nicht so?n Strindberg-Drama werden«. Und da nimmt sie es wieder in die eigenen Hände und macht sich wirklich auf den Weg in die Selbständigkeit. Das Buch, mit dem die 26-jährige Irmgard Keun 1931 über Nacht berühmt wurde.
Aktuelle Rezensionen(2)
Keun ist eine Meisterin darin Werke zu erschaffen, die auch nach fast hundert Jahren zum Nachdenken anregen. Jede Frau möchte Selbstständigkeit. Doch was ist der Preis für eine Beziehung? Einfach ein geniales, geistreiches Werk, dass Keun geschrieben hat. Es ist nicht zu glauben, dass dies Werk ihr Debüt war...
Brillantes Buch! Ein Zeitzeugnis, das zugleich erstaunlich aktuell ist. Es geht um Gilgi, die mit den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit ringt und als Überlebensstrategie ein nüchternes Wertesystem und eine strenge Arbeitsmoral entwickelt. Doch die Fäden, die sie so fest in der Hand hat, entgleiten ihr nach und nach. Sie erfährt, dass ihre Eltern sie adoptiert haben, verliebt sich in den Freigeist und Künstler Martin, der in den Tag hinein lebt und in allen Dingen das Schöne sieht. Gilgi beginnt sich selbst und die Gesellschaft zu hinterfragen, schwankt zwischen ihren Gefühlen und ihrem Streben nach Unabhängigkeit. Knapper Schreibstil, durchzogen von Schlagertexten, kölschem Dialekt und Stream of Consciousness. Direkt im Anschluss an Voyage in the Dark von Jean Rhys gelesen, viele Parallelen in Ton und Thema.