Eine deutsch-tschechische Familiensaga aus dem Sudetenland – basierend auf einer wahren Geschichte. Zum Gastlandauftritt Tschechien auf der Frankfurter Buchmesse 2026. Benetzko im Riesengebirge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hier wachsen zwischen Regimewechseln und verheerenden Kriegen auch Zdenka und Anežka auf. Die eine tschechisch, die andere deutsch, werden sie beide eigensinnige Frauen, die im Laufe der Jahrzehnte mit so einigem kämpfen und hadern – wildernden Männern, keifenden Schwiegermüttern, desertierenden Kindern oder ihren Nationalitäten – und vieles verlieren, aber niemals ihre Freundschaft.Benetzko im Sudetenland. Hier begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche und – nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat.Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben.Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie – von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden – webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.»Im Riesengebirge wurde Tschechisch und Deutsch gesprochen, und die Schicksale von Familien kreuzten sich, vermischten sich und prallten aufeinander. All das hallt in diesem außergewöhnlichen Roman nach.« Jaroslav Rudiš
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Geteiltes Haus
von Alice Horáčková, Sophia Marzolff
Eine deutsch-tschechische Familiensaga aus dem Sudetenland – basierend auf einer wahren Geschichte. Zum Gastlandauftritt Tschechien auf der Frankfurter Buchmesse 2026. Benetzko im Riesengebirge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hier wachsen zwischen Regimewechseln und verheerenden Kriegen auch Zdenka und Anežka auf. Die eine tschechisch, die andere deutsch, werden sie beide eigensinnige Frauen, die im Laufe der Jahrzehnte mit so einigem kämpfen und hadern – wildernden Männern, keifenden Schwiegermüttern, desertierenden Kindern oder ihren Nationalitäten – und vieles verlieren, aber niemals ihre Freundschaft.Benetzko im Sudetenland. Hier begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche und – nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat.Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben.Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie – von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden – webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.»Im Riesengebirge wurde Tschechisch und Deutsch gesprochen, und die Schicksale von Familien kreuzten sich, vermischten sich und prallten aufeinander. All das hallt in diesem außergewöhnlichen Roman nach.« Jaroslav Rudiš
Aktuelle Rezensionen(1)
Geteiltes Haus von Alice Horáčková aus dem Diogenes Verlag ist ein eindrucksvoller historischer Roman, der die Geschichte einer Familie mit den bewegenden Ereignissen des 20. Jahrhunderts verknüpft. Vor der Kulisse des Sudetenlandes erzählt die Autorin von Menschen, deren Leben durch politische Umbrüche, Krieg und Vertreibung nachhaltig verändert wird. Dabei entsteht eine emotionale Geschichte über Heimat, Zusammenhalt, Verlust und die Frage, wie sehr die Vergangenheit das Leben kommender Generationen prägt. Im Mittelpunkt stehen Zdenka und Anežka, die trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft eng miteinander verbunden sind. Während Zdenka aus einer tschechischen Familie stammt, wächst Anežka in einer deutschsprachigen Familie auf. Ihre Freundschaft muss immer wieder schwere Belastungen überstehen, als die Spannungen zwischen Deutschen und Tschechen zunehmen. Ergänzt wird ihre Geschichte durch zahlreiche weitere Figuren – Eltern, Geschwister, Nachbarn und Dorfbewohner –, die alle auf unterschiedliche Weise mit den politischen Veränderungen und deren Folgen konfrontiert werden. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild einer Gemeinschaft, die langsam auseinandergerissen wird. Der Roman begleitet seine Figuren über viele Jahrzehnte. Zunächst schildert Alice Horáčková den Alltag in einem Dorf, in dem Menschen verschiedener Nationalitäten noch weitgehend friedlich zusammenleben. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs verändern sich jedoch die Beziehungen zwischen den Bewohnern grundlegend. Misstrauen, Angst und ideologische Überzeugungen führen dazu, dass Freundschaften zerbrechen und Familien auseinandergerissen werden. Nach Kriegsende stehen viele Menschen schließlich vor dem Verlust ihrer Heimat und müssen sich ein neues Leben aufbauen. Die historischen Ereignisse werden dabei nicht trocken erzählt, sondern aus der Sicht der Betroffenen erlebbar gemacht, wodurch die Geschichte besonders berührend wirkt. Besonders überzeugt hat mich die lebendige Darstellung der Figuren. Sie wirken authentisch, haben Ecken und Kanten und entwickeln sich im Laufe der Handlung glaubwürdig weiter. Auch die detaillierten Beschreibungen der Landschaft und des dörflichen Lebens schaffen eine dichte Atmosphäre, sodass man sich leicht in die Zeit und den Ort hineinversetzen kann. Die Autorin verbindet persönliche Schicksale gekonnt mit historischen Fakten, ohne dass die Geschichte an Emotionalität verliert. Etwas anspruchsvoll ist die große Anzahl an Figuren und die verschiedenen Zeitebenen. Gerade zu Beginn erfordert der Roman Aufmerksamkeit, um alle Beziehungen und Familienverbindungen einordnen zu können. Sobald man jedoch in die Geschichte eingetaucht ist, entwickelt der Roman eine starke Sogwirkung. Insgesamt ist Geteiltes Haus ein bewegender und hervorragend recherchierter Familienroman, der eindrucksvoll zeigt, welche tiefen Spuren Krieg, Nationalismus und Vertreibung im Leben gewöhnlicher Menschen hinterlassen. Wer historische Romane mit vielschichtigen Charakteren, emotionalen Schicksalen und einem authentischen Blick auf die Geschichte des Sudetenlandes schätzt, findet hier eine fesselnde und nachdenklich stimmende Lektür