5.0

Gesicht aus Stein

von William Gardner Smith

Format:eBook

Als Teenager verlor Simeon Brown bei einem rassistischen Angriff ein Auge. Seitdem lebt der junge afroamerikanische Journalist in seiner Heimatstadt Philadelphia in einem Zustand quälender Spannung. Nach einer gewalttätigen Begegnung mit weißen Matrosen beschließt Simeon, nach Paris zu ziehen, das als sicherer Zufluchtsort für schwarze Künstler und Intellektuelle bekannt ist, und schon bald ist er im Bann der Stadt des Lichts, wo er tun und lassen kann, was er will, ohne Angst zu haben. Durch Babe, eine andere schwarze amerikanische Emigrantin, findet er neue Freunde, und bald verliebt er sich in eine polnische Schauspielerin, die ein Konzentrationslager überlebt hat. Gleichzeitig beginnt Simeon jedoch zu ahnen, dass Paris nicht das rassismusfreie Wunderland ist, das er sich vorgestellt hat: Die französische Regierung bemüht sich, die Revolution in Algerien zu unterdrücken, und Algerier werden regelmäßig von der französischen Polizei angehalten und durchsucht, geschlagen und verhaftet...

Historische Romane
220 SeiteneBook
Erschienen an: 2025-05-27

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Aktuelle Rezensionen(1)

5.0(1 ratings)
LeaRezension von Lea

Ein Jahreshighlight. Punkt. Dieses Buch hat mich komplett auseinandergenommen. Ich habs gelesen, in mich aufgenommen, gegoogelt, gestaunt, geweint und bin am Ende einfach nur da gesessen mit dem Gefühl: Warum hat mir das nie jemand erzählt? Warum wusste ich nichts vom Pariser Massaker an Algerier:innen 1961? Warum war das kein Thema in der Schule, im öffentlichen Gedenken? William Gardner Smith reißt mit „Gesicht aus Stein" genau diese vergessene Wunde auf und tut das mit so viel Klarheit, Schmerz und literarischer Wucht, dass es sich eingebrannt hat. Wir folgen Simeon Brown, einem schwarzen Journalisten aus Philadelphia, der nach rassistischen Gewalterfahrungen in die „Stadt des Lichts“ flieht. Voller Hoffnung, dort endlich frei atmen zu können. Was er findet, ist vermeintliche Freiheit. Zigaretten auf Caféterrassen. Gespräche mit anderen Exilant:innen. Liebe. Aber auch: die Erkenntnis, dass das Weißsein Frankreichs auf kolonialer Gewalt gebaut ist. Dass Polizeischikane, Schläge und staatlicher Terror einfach andere Zielscheiben gefunden haben. Diesmal die Algerier:innen. Und dass Wegschauen eine Entscheidung ist. Dieses Buch ist schmerzhaft aktuell. Koloniale Kontinuitäten, antimuslimischer Rassismus, strukturelle Gewalt. Alles, was Smith hier beschreibt, hat in unserer Zeit einen anderen Namen, aber dieselben Muster. Und ich finde es fast skandalös, wie lange „Gesicht aus Stein" in Vergessenheit lag. Großer Dank an Esra Abla, ohne deren Empfehlung ich dieses Buch vielleicht nie entdeckt hätte. Und Danke an HarperCollins für das Rezensionsexemplar. ALLE LESEN. ES IST SO SO GUT! Rezensionsexemplar

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