»Es ist ein Glück, dass wir Pirkko Saisio […] nun mit diesen zwei autofiktionalen Titeln hierzulande entdecken können. […] Aus dem Text strahlt eine vibrierende Lebendigkeit, die die Übersetzerin Elina Kritzokat hervorragend vermittelt.« Carola Ebeling, Taz, 23. April 2024
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Gegenlicht
von Pirkko Saisio, Elina Kritzokat
»Es ist ein Glück, dass wir Pirkko Saisio […] nun mit diesen zwei autofiktionalen Titeln hierzulande entdecken können. […] Aus dem Text strahlt eine vibrierende Lebendigkeit, die die Übersetzerin Elina Kritzokat hervorragend vermittelt.« Carola Ebeling, Taz, 23. April 2024
Aktuelle Rezensionen(1)
pirkko saisio erzählt in gegenlicht, das im finnischen schon anfang der 2000er erschien, die geschichte einer jungen frau in den 1968ern aus finnland. sie wächst in einer kommunistisch/sozialistisch orientierten familie auf, in der sie jedoch wenig liebe und aufmerksamkeit erfährt. also verlässt sie finnland und arbeitet in einem schweizer wais:innenhaus, doch ihre romantisierten vorstellung dieser tätigkeit wird schnell von der realität getrübt. es geht um das loslösen aus dem elternhaus, ihre identitätsfindung, begehren, religion, das schreiben, um neuanfänge und so vieles mehr. in vielen rückblenden wird das aufwachsen der ich-erzählerin in einer arbeiter:innenfamilie beschrieben. ich mochte besonders die literarischen qualitäten des romans, den wechsel der erzählperspektive je nach zeitebene, die bildhafte und lyrische sprache. auch den lesbischen sideplot der beiden „tanten“ hab ich sehr geliebt. gegenlicht war für mich ein leicht zu lesender comfort-roman, mit dem ich mich thematisch und stilistisch sehr wohlgefühlt habe. und auch die unglaublich gute übersetzungsleistung von elina kritzokat fand ich sehr sehr toll! pirkko saisio war für mich auf jeden fall eine tolle neuentdeckung und ich habe nach „gegenlicht“ sehr große lust, weitere werke der autorin zu lesen, insbesondere „das rote buch der abschiede“.