Empfehlungen basierend auf "Gebete für den jüdischen Fest- und Lebenszyklus"

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von Takis Würger

Verfolgter, Schmuggler, Häftling, Dieb, Matrose, Kämpfer, Retter. Die Geschichte eines Helden.Noah Klieger war 13, als er sich während der deutschen Besatzung Belgiens einer jüdischen Untergrundorganisation anschloss und half, jüdische Kinder in die Schweiz zu schmuggeln. Noah Klieger war 16, als er im Morgengrauen als Häftling in Auschwitz ankam, bei Minusgraden. Noah Klieger hatte noch nie geboxt, als am Tag seiner Ankunft im Konzentrationslager gefragt wurde, ob sich Boxer unter den Häftlingen befänden und seine Hand nach oben ging. Die tägliche Sonderration Suppe für die Mitglieder der Boxstaffel von Auschwitz ließ ihn lange genug überleben. Noah Klieger war 20, als die Konzentrationslager befreit wurden. Er hat drei Todesmärsche und vier Konzentrationslager überlebt in einer Zeit, in der ein Wort, eine gehobene Hand oder ein Schritt den Tod bedeuten konnten oder das Leben. Auch in den dunklen, eiskalten Stunden fand er Hoffnung, fand er Kämpfer für den Widerstand gegen die Deutschen, fand er Verbündete, die mit ihm Kartoffeln stahlen, fand er einen Arzt, der ihm das Leben rettete, fand er List und Glück und einen letzten Laib Brot. Takis Würger erzählt die Lebensgeschichte des Noah Klieger – von seiner Kindheit im Frankreich der 1920er Jahre, seinem Überleben in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten bis zu seinem Engagement für die Staatsgründung Israels. Der Bericht eines großen Lebens – atemberaubend gut erzählt. Eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf.

von Muriel Asseburg

MURIEL ASSEBURGS MEISTERHAFTE GESCHICHTE PALÄSTINAS SEIT 1948 Die Geschichte Palästinas und der Palästinenser ist von Krieg, Vertreibung, Verlust und Exil und von einem nunmehr fast hundertjährigen Befreiungskampf geprägt. Die bekannte Nahost-Expertin Muriel Asseburg erzählt die Geschichte des kleinen, zerstückelten Landes und eines Volkes ohne Staat von der Gründung Israels im Jahr 1948 bis heute und lässt uns Palästina und die Palästinenser mit anderen Augen sehen. Die Staatsgründung Israels im Mai 1948 und der folgende Krieg wurden von den Arabern im britischen Mandatsgebiet Palästina als Nakba, als Katastrophe, empfunden, bei der Hunderttausende ihre Häuser, ihr Eigentum und ihre Heimat verloren. Muriel Asseburg erläutert Vorgeschichte und Hintergründe dieses Schlüsseljahres, erzählt die Geschichte der palästinensischen Nationalbewegung und ihrer wichtigsten Protagonisten, beschreibt Kriege, Aufstände und Friedensinitiativen, berichtet über die Erfahrungen der palästinensischen Selbstverwaltung und porträtiert wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Kultur. Ihre faktenreiche und zugleich einfühlsame Darstellung lässt uns Palästina und die Palästinenser mit anderen Augen sehen. Für alle Leser:innen von Gudrun Krämer, Geschichte Palästinas. Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel Die erste grundlegende Geschichte Palästinas und der Palästinenser seit 1948 Muriel Asseburg ist erstrangige Palästina-Expertin, die mehrere Jahre in den palästinensischen Gebieten gelebt und gearbeitet hat Für alle Leser:innen von Gudrun Krämer, "Geschichte Palästinas. Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel"

von Anne Frank

Es ist eine wichtige Qualität der Jubiläumsausgabe, dass der Text nicht mit dem letzten Eintrag endet, sondern das Schicksal der Untergetauchten in einem Anhang weitererzählt.

von Anne Frank, Otto H. Frank, Mirjam Pressler

Aufzeichnungen Eines Jüdischen Kindes Aus Seinem Niederländischen Versteck Vor Seiner Deportation Ins Todeslager Bergen-belsen 1945. (auf Der Textkritischen Ausgabe Von 1988 Basierende Ausgabe, Neu übersetzt Von M. Pressler.)

von Hannah Arendt

Hannah Arendts 1943 erschienener Essay wurde lange Zeit ignoriert, erst 1986 übersetzt – und zeigt erst heute seine eigentliche Sprengkraft: Aus unmittelbarem eigenem Erleben bezweifelte Arendt, d Staaten überhaupt noch in der Lage sind, Flüchtlings-Probleme zu bewältigen, da die Nationalsozialisten die Idee des schützenden Nationalstaats unmöglich gemacht haben.Ähnlich wie bei Eichmann in Jerusalem brachte ihr diese These Schwierigkeiten mit zionistischen Strömungen ein, die Israel als Rettungsinsel genau in diesem Sinne sehen wollten.Der Essay von Thomas Meyer unterstreicht die Relevanz des Textes im Zusammenhang mit der heutigen Flüchtlingsdebatte.

von Lee Yaron

Die Chronologie des 7. Oktober der israelischen Journalistin Lee Yaron auf Basis von Interviews mit Überlebenden gehört schon jetzt zu den bedeutendsten Dokumentationen der Literaturgeschichte.

von Julian Borger

Wien, 1938. Verzweifelt versuchen jüdische Eltern, ihre Kinder vor den Nazis in Sicherheit zu bringen. In ihrer Not schalten sie Kleinanzeigen im »Manchester Guardian«, in denen sie ihre eigenen Kinder ausschreiben, um ihnen ein Überleben in der Fremde zu sichern – obwohl sie wissen, dass sie sich nie wiedersehen werden. Jahrzehnte später stößt der Journalist Julian Borger auf eine dieser Anzeigen und erkennt den Namen eines der Kinder: Robert Borger. Sein Vater. Es ist der Beginn einer Recherche, die Julian Borger mitten hinein führt in ein dunkles Familiengeheimnis. Und Anlass für ihn ist, die Spuren von sieben weiteren Kindern zu verfolgen, deren Schicksalsreise von Wien aus ins Exil nach Shanghai, in die Arme von niederländischen Schmugglern, an die Seite französischer Widerstandskämpfer – oder ins KZ Auschwitz führte.

von Iris Krumbiegel

„Spring, Marie! Spring aus dem Fenster! Jetzt!“ Dieser eine Satz lässt Marie, die in einem Kinderheim aufgewachsen ist, auch in ihren Träumen nicht los. Sie ahnt, dass er mit ihrer Vergangenheit zu tun haben muss, von der sie bis heute nur wenige Bruchteile kennt. Und sie spürt die Angst, die diese Träume in ihr auslösen. Bis sie eines Tages auf Jo trifft, den Patienten ohne Namen, der nach einem Schädelhirn-Trauma auf ihre Station eingewiesen wird und seit diesem Tag im Wachkoma liegt. Keiner scheint den alten Mann zu kennen oder zu vermissen. Alles, was er bei sich trug, war dieses seltsame Tagebuch, aus dem Marie ihm Nacht für Nacht vorliest. „Lauf, Eli! Lauf!“ Als Jonah und sein jüngerer Bruder dem Transport nach Auschwitz entgehen, gibt er seiner Mutter das Versprechen, Eli zu beschützen. Doch er ahnt nicht, wie schwer es für ihn wird, dieses zu halten. Auf der ständigen Flucht vor den Nazis, gibt es nur wenige Menschen, die sich ihrer erbarmen. Aber auch ihnen gelingt es nicht, die Jungen vor dem gefürchteten Lager zu retten. Mit letzter Kraft kann Jonah verhindern, dass sein Bruder erhängt wird, nachdem ein SS-Arzt ihn für medizinische Experimente missbrauchte. Er verhilft Eli zur Flucht, die ihm selbst, allen Anschein nach, nicht möglich ist. Dabei hofft er bis zum Schluss, dass sie sich eines Tages wiedersehen und er sein Versprechen erfüllen konnte.

von aleida-assmann

Wir haben das 20.Jahrhundert verlassen, aber es hat uns nicht verlassen. Während es immer weniger Zeitzeugen und Überlebende des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust gibt, sind wir mehr als sechzig Jahre nach den traumatischen Ereignissen weiterhin intensiv damit beschäftigt, dieser Vergangenheit eine Erinnerungsgestalt zu geben. Aleida Assmann untersucht in diesem klar und anschaulich geschriebenen Buch, das sich beherzt über Fächergrenzen hinwegsetzt, unterschiedliche Wege, die von individuellen zu kollektiven Konstruktionen der Vergangenheit führen, und geht den Spannungen zwischen persönlicher Erfahrung und offiziellem Gedenken nach. Ein unentbehrlicher Wegweiser für alle, die nach der Gegenwart und der Zukunft der Erinnerung fragen.

von Adélaide Hautval

Adélaïde Hautval ; [herausgegeben Von Florence Hervé Und Hermann Unterhinninghofen ; Übersetzung, Hermann Unterhinninghofen]. Includes Bibliographical References.