Freundin bleibst du immer
von Tomi Obaro
Drei Frauen. Drei Jahrzehnte. Die Freundschaft ihres Lebens. Als Funmis Tochter in Lagos heiratet, kommen die drei unzertrennlichen Freundinnen Funmi, Enitan und Zainab wieder zusammen. Nach der Universität führten ihre Wege in unterschiedliche Richtungen: Enitan, die sich immer Sicherheit wünschte, ist nun Mutter einer erwachsenen Tochter und frisch getrennt, die künstlerisch begabte Zainab pflegt ihren Mann, der nach einem Schlaganfall gelähmt ist. Funmi lebt als Frau eines zwielichtigen Geschäftsmannes ein Luxusleben im goldenen Käfig. Gemeinsam denken Zainab, Funmi und Enitan darüber nach, was sie geliebt und verloren haben. Aber auch die Gegenwart birgt Überraschungen, denn ihre Töchter sind genauso rebellisch und offenherzig, wie sie es einst waren. Tomi Obaro erzählt die Geschichte dreier Frauen, von ihrem Verrat und ihren Triumphen und vor allem von ihrer unvergesslichen, unverrückbaren Freundschaft.
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Freundin bleibst du immer
von Tomi Obaro
Drei Frauen. Drei Jahrzehnte. Die Freundschaft ihres Lebens. Als Funmis Tochter in Lagos heiratet, kommen die drei unzertrennlichen Freundinnen Funmi, Enitan und Zainab wieder zusammen. Nach der Universität führten ihre Wege in unterschiedliche Richtungen: Enitan, die sich immer Sicherheit wünschte, ist nun Mutter einer erwachsenen Tochter und frisch getrennt, die künstlerisch begabte Zainab pflegt ihren Mann, der nach einem Schlaganfall gelähmt ist. Funmi lebt als Frau eines zwielichtigen Geschäftsmannes ein Luxusleben im goldenen Käfig. Gemeinsam denken Zainab, Funmi und Enitan darüber nach, was sie geliebt und verloren haben. Aber auch die Gegenwart birgt Überraschungen, denn ihre Töchter sind genauso rebellisch und offenherzig, wie sie es einst waren. Tomi Obaro erzählt die Geschichte dreier Frauen, von ihrem Verrat und ihren Triumphen und vor allem von ihrer unvergesslichen, unverrückbaren Freundschaft.
Aktuelle Rezensionen(1)
»Hatten sie als Studentinnen nicht zusammen die Aufstände von 1987 erlebt? Vielleicht hatte Enitan vergessen, dass die ständige Bedrohung durch Gewalt in Nigeria einfach zum Leben dazugehörte.« (s.61) Drei Freundinnen namens Enitan, Zainab und Funmi lernten sich an der Universität kennen und entwickeln eine unzertrennliche Freundschaft. Im Laufe der Zeit trennen sich die Wege der drei unterschiedlichen Frauen. Enitan heiratet einen weißen Amerikaner. Die muslimisch gläubige und künstlerisch begabte Zainab muss sich um ihren gelähmten Mann kümmern und Funmi versucht trotz des Verlustes ihres Mannes ihr Luxusleben in Lagos weiterzuleben. Dreißig Jahre später treffen sich die drei Frauen wieder, denn Funmis Tochter Destiny heiratet in Lagos. Dort blicken sie zusammen in alte Erinnerungen aus ihrer bedeutenden Studienzeit zurück. Gemeinsam sind sie sich auch nach langer Zeit eine Stütze, so wie sie es schon immer getan haben. Zunächst würde ich gerne das Cover ansprechen, das so großartig illustriert ist. Die Farben stimmen so schön überein, dass das Buch - wie ich es gerne sage – bock macht. Es wirkt, wie eine Einladung, genauso wie der Titel versucht viel zu versprechen. Jedoch denke ich, dass viel Luft nach oben ist. Das Buch gliedert sich in drei Hauptkapitel: 1. Lagos, 2015; 2. Zaria, Kaduna, 1982-1988; 3. Lagos, 2015. Im mittleren Teil lernen wir die Protagonistinnen besser kennen. Vor allem schafft die Autorin Tomi Obaro Einblicke in das Nigeria 1980. Der Roman versucht die Lesenden mit Ereignissen, die von ihrem Universitätsleben bis hin zu ihrem Eheleben zu fesseln. Es zeigt die Konflikte, die jede von ihnen zu bestehen hatte und wie sie dennoch unbeirrt an ihrer Freundschaft festhielten. Im Buch thematisiert Tomi Abtreibung, Depressionen, Selbstverletzung und chronische Krankheiten. Spannend zeigt die Autorin auch wie die Polygamie in nigerianischem Haus doch funktionieren kann. Denn nach paar eigen Recherchen wird die Polygamie in nigerianischen Büchern als ein schreckliches Lebensmodell und Frauen, die sich gegenseitig bekämpfen beschrieben. Mit Zainabs Beispiel wird das Gegenteil bewiesen, die harmonie- und liebevoll aufgewachsen ist. Romane, die Einblicke in ein früheres Geschehen schaffen, vor allem in Ländern, die eher unsichtbar gemacht werden, sind fantastisch. Schade ist es nur, wenn die fiktive Geschichte eher scheitert und nicht zum Pageturner wird. Eine lockere und entspannte Geschichte für den Sommerurlaub, kann man sich schon geben. Tatsächlich finde ich es erfrischend, wenn überwiegend weiblich gelesene oder sozialisierte Personen im Vordergrund stehen und erzählen. Jedoch hat mich der Roman nicht überzeugen können, trotzdem lobe ich die Autorin für ihren tollen Versuch Einblicke in das Land Nigeria zu schaffen. »Natürlich wusste Enitan, dass es gewisse Methoden gab, gefährliche und verbotene Praktiken, die dennoch gang und gäbe waren. Früher in der Schule hatten Geschichten kursiert über ein Mädchen aus einer höheren Stufe, die beim Versuch, im Alleingang ihre Schwangerschaft zu beenden, gestorben war. Es hieß, sie hätte Bleichmittel getrunken.« (s.208) Danke an hanserblau für das Rezensionsexemplar!