Eine Liebesgeschichte zwischen Fiktion und Wirklichkeit, menschlicher und künstlicher Intelligenz und zwischen biologischer und sexueller Identität.
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Frankissstein
von Jeanette Winterson, Michaela Grabinger, Brigitte Walitzek
Eine Liebesgeschichte zwischen Fiktion und Wirklichkeit, menschlicher und künstlicher Intelligenz und zwischen biologischer und sexueller Identität.
Aktuelle Rezensionen(3)
Leider konnte mich dieses Buch nicht so richtig überzeugen. Sprachlich war es schnell und gut zu lesen. Das hat im Leseerlebnis auch durchaus Spaß gemacht. Die Prämisse des Buches, einen Zusammenhang zwischen Transidentität, KI und Robotern zu konstruieren ist allerdings nach den ersten hundert Seiten außerzählt und bleibt im weiteren Verlauf flach. Die Existenz der weiteren 300 Seiten erschließt sich mir nicht. Eine kurze 100 Seiten Satire hätte evtl gut funktioniert, aber mit 400 Seiten zog sich das Buch schon ziemlich. Hier hätte bspw. zum Thema queere Körperlichkeit und Identität noch viel Potenzial gelegen. Allerdings scheint sich die Autorin mit den von ihr selbst eingeführten Themen nicht so richtig beschäftigt zu haben. So bleibt das Buch leider ziemlich eindimensional. Erschwerend kam für mich hinzu, dass ich mit den Figuren nicht warm geworden bin. Mich hat es schlichtweg nicht mehr interessiert was aus ihnen wird. Der Charakter Ron Lord, Produzent von Sexrobotern, der noch bei seiner Mutter wohnt und gemeinsam mit einer völlig durchgedrehten Evangelikalen versucht eben jene Sexroboter an Geistliche zu verkaufen, ist allerdings ein wunderbar lustiger Geselle, über den ich häufig sehr lachen musste.
Eine kurzweilige Geschichte mit ernsten Momenten und leicht entrückten, schummrigen, undurchsichtigen Passagen. An sich ein kleines Lesevergnügen, vor allem weil die Figuren ein witziges und interessantes Tableau bilden. Gleichzeitig muss ich festhalten, dass ich den Roman nicht vollumfänglich rund und gelungen finde. So verwirrte mich die Erzählweise mitunter und auch der Aufbau über verschiedene Zeitebenen wirkt ein bisschen künstlich. Außerdem wird ein Potpourri an Themen - Begehren & Liebe; Künstliche Intelligenz; Geist, Bewusstsein & Körper; Gender & Sex; Feminismus & Antikapitalismus - adressiert, die zwar nicht nur angerissen, sondern konzentriert verfolgt werden, in ihrer Fülle und Tragweite jedoch einzeln dann doch nicht richtig zur Geltung kommen und alle zusammen aus meiner Sicht zu viel des Guten waren. Grundsätzlich ist es jedoch ein empfehlenswertes Werk, das - aus 2019 stammend - gerade in Bezug auf KI einige Aspekte aufwirft, die wir nun, sieben Jahre später, mit völlig anderen Augen lesen als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Tempus fugit... Auch die politischen und sozialen Motive und Implikationen des Plots, der Charaktere und ihrer Beziehungen untereinander sind erfrischend modern und regen zum Nachdenken an, wie es so schön heißt. Den absoluten Clou sollte man hier also nicht erwarten, aber man darf das Buch ruhig zur Hand nehmen.
Die Autorin wollte hier alles und zwar alles mit einander verbinden. Die Geschichte über Frankenstein, wie man den Tod besiegt und die Zukunft mit Roboter und KI. Fand es wirklich schwierig reinzukommen. Der Mittelteim wo sich Ry und Viktor begegnen konnte mich zwischendurch so mitnehmen, aber auf keiner romantischen Art, sondern eher. Was lese ich da gerade und ich will mehr davon. Das war so gut, nur fehlte mir ein Ende wo ich mehr verstanden hätte wie das. Es wird auch viel über die eigene Identität thematisiert und es ist ein Buch zum nachdenken. Obwohl ich manches nicht verstanden habe. Die Dialoge waren nicht mit Gänsefüßchen bzw Anführungszeichen versehen, was mich tierisch gestört hat. Wenn jemand das Buch auch gelesen hat, bitte mal melden. Ich würde mich so gerne darüber unterhalten. Danke!