4.3

Frankie

von Jochen Gutsch, Maxim Leo

Format:Hardcover
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»Das wär nix für mich, so’n Lebenssinn. Erstmal muss man ihn finden. Und dann muss man drauf aufpassen, damit man ihn nicht verliert.«Richard Gold hat alles vorbereitet. Heute ist der Tag, an dem er sich das Leben nehmen wird. Der Strick liegt schon um seinen Hals, als sich ein dürrer Kater vor das Fenster setzt, interessiert glotzt – und Gold komplett aus dem Konzept bringt. Als dann der Kater auch noch bei Gold einzieht, weil der einen großen Fernseher hat, ein „extremst“ weiches Bett und pünktlich Essen serviert, beginnt die skurrile Freundschaft zwischen zwei Außenseitern, von denen zumindest einer ganz fest an ein Happy End im Leben glaubt.Ein Mann, der sterben will. Ein Kater, der ein Zuhause sucht. Eine berührende und zugleich urkomische Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft und den Weg zurück ins Leben.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
192 Seiten • Hardcover
Erschienen an: 2023-03-01

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Aktuelle Rezensionen(93)

4.3(542 ratings)
Lena IrelandRezension von Lena Ireland

Ich fand dieses Buch extrem lustig, aufschlussreich und augenöffnend. Manchmal sollte man jede Lebenslage aus Katzensicht sehen. Geniale Idee, lustig umgesetzt!

ㅤㅤㅤRezension von ㅤㅤㅤ

𝗠𝗜𝗧 𝗦𝗣𝗢𝗜𝗟𝗘𝗥 𝘍𝘳𝘢𝘯𝘬𝘪𝘦 hat mich vor allem in der ersten Hälfte mit seiner ungewöhnlichen Perspektive überzeugt. Durch die Augen einer Katze hinterfragt der Roman ganz alltägliche menschliche Selbstverständlichkeiten: unseren Umgang mit Tieren, Konsum und Status, den Wunsch nach Kontrolle, unsere Vorstellungen von Liebe und Fürsorge, aber auch den Umgang mit Tod und Trauer. Besonders mochte ich, wie Frankie scheinbar simple Fragen stellt, die plötzlich ziemlich unbequeme Antworten hervorbringen. Warum muss der Rasen gemäht werden, wenn Gold es selbst nicht einmal mag? Warum wird Natur für Tiere künstlich nachgebaut? Warum bestimmen Menschen, was Tiere brauchen, während sie gleichzeitig behaupten, sie zu lieben? Auch die Beobachtung, dass selbst Trauerrituale letztlich vor allem den Lebenden dienen, fand ich sehr treffend. Dabei ist der Roman oft herrlich absurd und gleichzeitig überraschend philosophisch. Allerdings wurde diese Stärke für mich zunehmend schwächer. Besonders die Liebesgeschichte mit den Katzen empfand ich als deutlich konventioneller und teilweise kitschig. Die weibliche Katze blieb für mich weitgehend eine typische romantische Figur, und auch einige andere Katzen waren mir zu stark über Stereotype definiert – etwa der muskulöse, sprachlich eingeschränkte Kater oder die ehemalige Schauspielerin mit Drogenproblem. Selbst wenn diese Figuren als Parodie gemeint sein sollten, war für mich nicht immer eindeutig genug, worüber eigentlich gelacht werden soll. Gerade weil die Tiere so stark vermenschlicht werden, empfand ich manche dieser Darstellungen als eher geschmacklos. Auch Gold wurde mir im Verlauf zunehmend unsympathisch. Seine Widersprüchlichkeit hätte interessant sein können, aber manche seiner Äußerungen wirkten auf mich eher überheblich oder grenzüberschreitend – etwa sein Umgang mit der Tierärztin oder seine Vorstellung, dass die Katze „kein Herz“ habe, wenn sie Frankies Gedicht nicht gefällt. Dadurch verlor die Figur für mich einiges von ihrer anfänglichen Sympathie. Etwas enttäuschend fand ich außerdem die Darstellung von Depression und Psychiatrie. Da der Roman stark über diese Thematik vermarktet wird, hatte ich eine tiefere Auseinandersetzung mit depressivem Erleben erwartet. Stattdessen blieb dieser Aspekt für mich relativ oberflächlich und wurde auf Therapie und Psychiatrie als Wendepunkt reduziert. Das Ende war zwar traurig und emotional, konnte diesen Eindruck aber nicht mehr vollständig auffangen. Für mich ist 𝘍𝘳𝘢𝘯𝘬𝘪𝘦 deshalb vor allem ein Roman über Menschen: darüber, wie sie Tiere, andere Menschen und letztlich auch sich selbst behandeln. Die vielen kleinen Beobachtungen der ersten Hälfte fand ich teilweise großartig und werde einige davon vermutlich noch länger im Kopf behalten. Leider konnte die zweite Hälfte dieses Niveau für mich nicht halten, sodass aus einem zunächst sehr interessanten und eigenwilligen Buch letztlich ein deutlich durchwachsener Roman wurde.

AnneRezension von Anne

Eine kurze witzige Lektüre, die mich immer wieder zum schmunzeln gebracht hat. Ein leichtes Buch mit viel Humor, aber auch Tiefe.

TimoRezension von Timo

Zwei Außenseiter, eine Freundschaft und eine tiefgründige, aber dennoch humorvolle Geschichte über Depressionen – das ist die Essenz von “Frankie“ dem Kater. Frankie, ein sprechender Kater, findet ein neues Zuhause bei Gold, einem depressiven und suizidgefährdeten Menschen. Die Geschichte wird aus Frankies Perspektive erzählt, was ihr eine einzigartige und amüsante Note verleiht. Dieses Buch ist ein emotionaler Achterbahnfahrt, der einen zum Lachen und Nachdenken bringt. Die flapsige Art des Erzählens macht es leicht zu lesen, und der lockere, lässige Schreibstil sorgt dafür, dass man durch die Seiten fliegt. Trotzdem hat das Buch genug Tiefe, um die ernste Thematik der Depression zu beleuchten. Ich habe dieses Buch sehr genossen, und obwohl ich kein Katzenfan bin, werde ich mir auch den zweiten Band vornehmen. Es ist ein kurzweiliges und unterhaltsames Buch, perfekt für Zwischendurch. Ob Katzenfan oder nicht, wer über das Thema Depression mal anders und nicht so ernst lesen möchte, ist hier genau richtig.

Booknija📚Rezension von Booknija📚

Eine wirklich schöne Geschichte aus der sich des Katers. ich habe es genossen zu lesen und habe es in zwei Abenden ausgelesen mit einem Tränchen im Auge. wirklich empfehlenswert 🥰

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