In Montreal herrscht eisiger Winter, als Janie, eine vor Jahren aus Kambodscha nach Kanada geflohene Wissenschaftlerin am Neurologischen Institut der Universität, erfährt, dass ihr Kollege und Mentor Hiroji Matsui von einem Tag auf den anderen verschwunden ist. Hirojis Weggang verstört Janie auf eine Weise, die sie sich selbst nicht erklären kann. Sie verlässt ihren Mann und ihren kleinen Sohn und sucht in der Wohnung ihres väterlichen Freundes nach Hinweisen auf dessen Verbleib. Es scheint, dass er sich auf die Suche nach seinem lange verschollenen Bruder gemacht hat, der als Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Kambodscha gelebt hat. Und plötzlich bricht alles wieder über Janie herein, was sie so lange so gut verborgen hatte: Wie sie als kleines Mädchen, als sie noch Mei hiess, mit ihrer Familie Hals über Kopf Phnom Penh verlassen musste, wie ihr Vater abtransportiert wurde, sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder auf dem Land arbeiten und leben sollte, wo es nichts gab, wo Hunger, Angst und Gewalt herrschten. Und wie alles, was sie kannte und liebte, zerstört wurde. Erst als Janie sich aufmacht, Hiroji und ihre eigene Vergangenheit wiederzufinden, setzt sich das Puzzle ihres Lebens allmählich wieder für sie zusammen.
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Flüchtige Seelen Roman
von Madeleine Thien
In Montreal herrscht eisiger Winter, als Janie, eine vor Jahren aus Kambodscha nach Kanada geflohene Wissenschaftlerin am Neurologischen Institut der Universität, erfährt, dass ihr Kollege und Mentor Hiroji Matsui von einem Tag auf den anderen verschwunden ist. Hirojis Weggang verstört Janie auf eine Weise, die sie sich selbst nicht erklären kann. Sie verlässt ihren Mann und ihren kleinen Sohn und sucht in der Wohnung ihres väterlichen Freundes nach Hinweisen auf dessen Verbleib. Es scheint, dass er sich auf die Suche nach seinem lange verschollenen Bruder gemacht hat, der als Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Kambodscha gelebt hat. Und plötzlich bricht alles wieder über Janie herein, was sie so lange so gut verborgen hatte: Wie sie als kleines Mädchen, als sie noch Mei hiess, mit ihrer Familie Hals über Kopf Phnom Penh verlassen musste, wie ihr Vater abtransportiert wurde, sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder auf dem Land arbeiten und leben sollte, wo es nichts gab, wo Hunger, Angst und Gewalt herrschten. Und wie alles, was sie kannte und liebte, zerstört wurde. Erst als Janie sich aufmacht, Hiroji und ihre eigene Vergangenheit wiederzufinden, setzt sich das Puzzle ihres Lebens allmählich wieder für sie zusammen.
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