4.0

Fates & Furies 3. Unleashed

von Josephine Angelini, Moon Notes, Simone Wiemken

Format:Softcover

Helen und Lucas — Besiegt ihre Liebe den Fluch der Götter? Glaubst du an die Macht des Schicksals? Und ist Liebe Schicksal – oder ein Fluch? Helens Drama in der Parallelwelt der Götter spitzt sich jedenfalls zu, denn ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Häuser Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete zu finden und zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der zwölf unsterblichen Götter fällt. Helens Macht wächst, doch mit ihr auch das Misstrauen ihrer Freunde. Kann sie ihr Vertrauen zurückgewinnen und Zeus in letzter Minute bezwingen? Und was wird aus ihrem ganz persönlichem Kampf: dem um ihre Liebe zu Lucas? Du musst es herausfinden, du wirst es erfahren, hier und jetzt. Mehr noch: wie alles begann …. Gleich im Anschluss im neuen Prequel zu diesem hochdramatischen Göttlich-Finale. Ein Ende, das ein Anfang ist – sei gespannt. Entfesselte Gefühle: ein göttliches Finale und ein Neubeginn. Der dritte Band der Neuausgabe von Josephine Angelinis Göttlich-Bestseller. Gibt es ein Happy End für Todfeinde, die einander lieben? Wieder sehr stylish in der wunderschönen neuen Optik. Du wirst es lieben: Romantasy verknüpft mit Antike und Mythen.

Romance
491 SeitenSoftcover
Erschienen an: 2023

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.0(10 ratings)
IsabellRezension von Isabell

es kann noch nicht vorbei sein

JennyRezension von Jenny

Helen und ihre Freunde haben gerade eine erbitterte Schlacht gegen Ares geschlagen. Nun, erschöpft und gezeichnet von den Strapazen des Kampfes, müssen sie sich mit den verheerenden Folgen auseinandersetzen, die die Befreiung der Götter über die Welt gebracht hat. Gewalt und Chaos regieren: Entführungen, brutale Auseinandersetzungen, Vergewaltigungen – die Götter, die nun frei unter den Menschen wandeln, bringen Zerstörung und Leid mit sich, als wäre es ihre wahre Natur. Während Helen versucht, mit den Folgen des Kampfes klarzukommen, wird sie von rätselhaften, flüchtigen Visionen heimgesucht. Ihre Gedanken entführen sie in Erinnerungen an eine ferne, und doch in gewisser Weise erschreckend nahe Vergangenheit. In diesen Visionen sieht sie sich selbst als verschiedene Frauen, die durch die Geschichte hinweg eine tragische Rolle spielten – mal ist sie Helena von Troja, die schöne Königin, um die ein Krieg entbrennt, mal ist sie Guinevere, die Gemahlin von König Artus, in deren Schicksal ebenfalls Schmerz und Verrat verankert sind. Doch eine Sache bleibt in all diesen Erinnerungen konstant: Sie und Lucas sind dazu bestimmt, sich immer wieder ineinander zu verlieben. Und ebenso unvermeidlich sind Matt, Hector und Orion stets in ihrer Nähe, verstrickt in denselben alten Konflikt. Sie alle sind Nachkommen uralter Blutlinien, gefangen in einem ewigen Kreislauf aus Schicksal und Prophezeiung, die sich seit Jahrhunderten nicht erfüllt. Die Moiren, die Schicksalsgöttinnen, haben jedem von ihnen eine Rolle zugewiesen – und niemand kann sich dieser Bestimmung entziehen. Alles wiederholt sich, immer und immer wieder, als befände sich ihr Leben in einer unaufhaltsamen Spirale, deren Ende das unausweichliche Erfüllen des Schicksals bedeuten würde. Genau wie im klassischen griechischen Theater ist bereits alles geschrieben, und die Charaktere können nichts anderes tun, als ihre ihnen zugewiesenen Rollen zu spielen. Doch das Schicksal ist nicht die einzige Herausforderung, mit der Helen sich konfrontiert sieht. Ihre Kräfte wachsen stetig, werden immer zahlreicher und mächtiger, ja, fast schon beängstigend. Selbst ihre engsten Freunde beginnen sich zu fragen, ob die größte Bedrohung nicht vielleicht in Helen selbst liegt. Hat sie noch die Kontrolle über ihre Fähigkeiten? Oder könnte sie am Ende diejenige sein, die die größte Zerstörung über sie alle bringt? Diese Zweifel und Unsicherheiten beginnen, das Vertrauen innerhalb der Gruppe zu erschüttern, und bestehende Verbindungen werden durch Eifersucht, Misstrauen und die immer größer werdenden Intrigen weiter belastet. Besonders Helen wird von der Last der Verantwortung erdrückt: Sie hat bereits einen Gott getötet – und sie könnte es wieder tun. Zwischen den Nachkommen schwelen alte Feindschaften, die durch die Machenschaften von Daphne, Helens berechnender und undurchsichtiger Mutter, weiter angefacht werden. Auch die tief verwurzelte Fehde zwischen den verfeindeten Häusern ist längst nicht vergessen und treibt alle Beteiligten unaufhaltsam auf eine Konfrontation zu. Die Geschichte erreicht ihren Höhepunkt in einem Strudel aus Kampf, Verrat und verhängnisvollen Entscheidungen. Die Nachkommen sind bereit, sich erneut zu bekriegen – jeder auf seiner Seite, geleitet von einer uralten Prophezeiung, die nie zu enden scheint. Und diesmal stehen sie nicht allein: Die Götter selbst mischen sich in den Konflikt ein und unterstützen mal diese, mal jene Seite. Ein neuer Trojanischer Krieg bahnt sich an, doch anders als vor tausenden Jahren ist noch völlig ungewiss, wer als Sieger und wer als Besiegter aus dieser Schlacht hervorgehen wird. Inmitten dieses Sturms der Gefühle wird auch die Beziehung zwischen Orion, Helen und Lucas immer komplizierter. Orion ist unglücklich in Helen verliebt, doch seine Gefühle bleiben unerwidert. Doch während sein Herz für Helen schlägt, entdeckt er eine neue, sanfte Zuneigung für die junge Cassandra, deren Schicksal ebenfalls von Tragik gezeichnet ist. Helen und Lucas hingegen kämpfen mit einer anderen Wahrheit: Sie glauben, miteinander verwandt zu sein, und versuchen, ihre tiefen Gefühle füreinander zu verleugnen – und sich stattdessen hinter dieser vermeintlichen familiären Bindung zu verstecken. Aber nicht nur dieses Liebesdreieck bestimmt die Handlung. Die Autorin Josephine Angelini gibt auch den anderen Figuren klare Rollen innerhalb des Spiels des Schicksals: den Tyrannen, den Liebenden, das Schild und den Krieger. Sie alle sind Spielfiguren auf einem gewaltigen Schachbrett, bewegt von einer höheren Macht, die sie kaum beeinflussen können. Zu meiner eigenen Überraschung hat sich meine Sympathie im Verlauf der Geschichte verändert. Während ich in den ersten beiden Büchern noch leidenschaftlich für Helen und Lucas gefiebert habe, wurde meine Aufmerksamkeit in Unleashed fast magnetisch von Hector und Matt angezogen. Hector besticht mit seinem scharfen Witz, seinem Mut und seiner unerschütterlichen Entschlossenheit – ein wahrer Held, der keine Makel zu haben scheint. Matt hingegen ist stolz, eigensinnig und durchsetzungsfähig, ein Charakter, der sich von niemandem einschüchtern lässt. Doch auch andere Figuren stechen hervor: Daphne, die sich ihr ganzes Leben lang einem einzigen Ziel verschrieben und dabei sogar ihre eigene Tochter geopfert hat. Oder Cassandra, die in einer düsteren Prophezeiung gefangen ist, die sie unwiderruflich in den Wahnsinn zu treiben droht. Doch im Gegensatz zu dem endlosen Kreislauf, den die Prophezeiung zu diktieren scheint, beginnen sich die Charaktere aufzulehnen. Jeder von ihnen greift nach seinem eigenen Schicksal und weigert sich, in einer weiteren Tragödie mitzuwirken, deren Ausgang längst feststeht. Sie wollen sich nicht mehr als willenlose Schachfiguren des Schicksals betrachten, sondern ihre Zukunft selbst bestimmen – auch wenn sie damit vielleicht das gesamte Gleichgewicht der Welt ins Wanken bringen. Die Wahl der griechischen Mythologie als zentrales Element der Geschichte war einer der Aspekte, die mich von Anfang an an dieser Saga fasziniert haben. Es war spannend zu beobachten, wie Angelini die alten Mythen miteinander verwebt, sie neu interpretiert und daraus eine frische, moderne Legende erschafft. Schon in Starcrossed hat sie es geschafft, mich mit dieser kreativen Mischung aus Historie und Fantasy in ihren Bann zu ziehen. Doch um ehrlich zu sein, fand ich Unleashed im Vergleich zu den ersten beiden Büchern etwas schwächer. Trotz der beeindruckenden Komplexität der Geschichte und der Fähigkeit der Autorin, lebendige Bilder mit ihren Worten zu malen, fehlte mir in diesem abschließenden Band der letzte Funke, der die Vorgänger so besonders gemacht hat. Fazit: Die Starcrossed-Saga findet mit Goddess ihren Abschluss und bleibt dem epischen Stil der Vorgänger treu. Josephine Angelini verbindet geschickt griechische Mythologie mit einer modernen, fesselnden Geschichte voller Dramatik, Prophezeiungen und unsterblicher Liebe. Während die Charaktere sich mit ihrer vorherbestimmten Rolle auseinandersetzen, wird das Thema von Schicksal versus freiem Willen immer zentraler. Besonders beeindruckend ist, wie sich die Figuren weiterentwickeln und versuchen, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Allerdings wirkt der finale Band stellenweise etwas schwächer als seine Vorgänger. Trotz eines actiongeladenen Finales fehlt es an der erzählerischen Spannung, die Starcrossed und Dreamless ausgezeichnet hat. Dennoch bleibt Goddess ein würdiger Abschluss, der Fans der Reihe zufriedenstellen dürfte – wäre da nicht die hohe Anzahl an Druck- und Tippfehlern, die den Lesegenuss trüben. Insgesamt eine spannende, emotional aufgeladene Geschichte, die auf kreative Weise klassische Mythen neu interpretiert und mit starken Charakteren punktet. Ein empfehlenswerter Abschluss für alle, die epische Romantasy mit mythologischem Hintergrund lieben! 3 von 5 Sternen!

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