Empfehlungen basierend auf "Erbarmen"
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von Sigrid Nunez
»Im Grunde ist hier alles bereits angelegt, was die Originalität der Autorin Sigrid Nunez ausmachen wird: die anmutige, feingliedrige Eleganz des Erzählens, die durchsichtige Klarheit im Denken, Beobachten und Erinnern. Ein Kleinod.«
von Clarice Lispector
»Endlich wird eine der geheimnisvollsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts in all ihren schillernden Facetten wiederentdeckt.« Orhan PamukIdalina sucht einen Weg zwischen Vernunft und Leidenschaft, Luísa ringt um innere Stärke und Tuda um ein Leben ohne Therapeuten. In Kurzprosa von beispielloser Originalität lotet Clarice Lispector die Paradoxien des Daseins und die Grenzen des Sagbaren aus: Wahnsinn wird zu Weisheit, Angst zu Mut, wenn sie das Innerste ihrer nur auf den ersten Blick alltäglichen Figuren – meist Frauen – nach außen kehrt. Poetisch und tiefgründig, gleichen ihre Erzählungen flirrenden Träume von einer geheimnisvollen Welt… International als einer der Höhepunkte brasilianischer Literatur bekannt, ist Lispectors Kurzprosa im deutschsprachigen Raum noch zu entdecken. Der vorliegende Band mit vierzig teils erstmals ins Deutsche übertragenen Geschichten verspricht eine aufregende Begegnung mit der suggestiven Kraft ihrer Sprachkunst.
von Benedict Wells
»Große deutsche Gegenwartsliteratur.« Denis Scheck / WDR Fernsehen, Köln
von Ilka Piepgras
»Dieses ehrliche und inspirierende Buch räumt mit den vielen Mythen rund um den Beruf der Schriftstellerin auf und bietet eine authentische Perspektive, die die Geschlechterungleichheiten im Literaturbetrieb hervorhebt und den Lesern somit vielfältige Denkanstöße gibt.« Audrey Fricot, Poltik & Kultur, April 2023
von Jonas Lüscher
Jonas Lüscher. Includes Bibliographical References (pages 109-unnumbered Page 111).
von Solmaz Khorsand
geboren 1985, ist Journalistin und arbeitet derzeit beim Schweizer Magazin Republik. Stationen bei der Wiener Zeitung, Die Zeit, derStandard.at und Datum. Master in Internationalen Beziehungen und Wirtschaft an der Johns Hopkins University (USA). Khorsands Arbeiten reichen von Essays zur österreichischen Innenpolitik über Reportagen aus Weißrussland bis hin zu Wahlberichterstattung aus dem Iran. Ihr Essay „Die iranische Verwandlung“ zählte zu den besten Storys des Jahres 2017. Für ihre Arbeit wurde sie u. a. mit dem Wiener Journalistinnenpreis 2018 ausgezeichnet.
von Lina Ehrentraut
Nici ist Wissenschaftlerin und betrinkt sich gern in der Bar nebenan. Heimlich baut sie Melek - einen Körper nach ihrer Wunschvorstellung - und eine Maschine, mittels derer sie in parallele Dimensionen reisen kann. In einer dieser anderen Dimensionen begegnet sie in Meleks Körper Nici - also sich selbst - und geht mit ihr eine Beziehung ein. Lina Ehrentraut vereint in ihrem Debüt dringliche und aktuelle Themen wie Selbstliebe und -hass, Identität und cis-weibliche Sexualität und leitet in schwarz-weißen Comicsequenzen und atmosphärischen bunten Malereien durch die unterschiedlichen Erzählebenen.
von Olga Tokarczuk
In diesen Essays und Reden zeichnet Olga Tokarczuk eine Karte ihrer vielfältigen Interessen und Inspirationen und gewährt uns Einblick in ihr schriftstellerisches Laboratorium. Wie baut sie ihre Geschichten auf? Welcher realistischen und phantastischen Motive bedient sie sich? Wie konstruiert sie ihre Figuren, die so unterschiedliche Gefühle bei den Lesern wecken? Jede dieser essayistischen Exkursionen zeigt uns aber auch ihr Bemühen, die Welt in ihrer unendlichen Komplexität zu begreifen und vermeintlich alltäglichen Dingen einen neuen Sinn zu verleihen. Und so ist dieses Buch eine Einladung, hinter die Kulissen des Werks der Literaturnobelpreisträgerin zu schauen, und zugleich eine große, faszinierende Erzählung über die Welt, in der wir leben.
von Aglaja Veteranyi
In ihrem kurzen Leben hat Aglaja Veteranyi zahlreiche Notizbücher und Makulaturblätter mit Texten gefüllt. Sie hat ihre Wörter und Sätze fortlaufend durchgestrichen, um- und neu geschrieben und von einem Text in den andern wandern lassen. So umfasst ihr Nachlass trotz zwei postum veröffentlichten Bücher noch eine beträchtliche Anzahl unveröffentlichter Texte. Der erste der zwei Bände, "Wörter statt Möbel", enthält Kurz- und Kürzestgeschichten, Gedichte, Sprüche und Tipps, Minidramen und den grossen Monolog "Mamaia". Diese Texte hat die Autorin auch für Bühnenauftritte geschrieben, die sie allein oder gemeinsam mit ihrem Lebens- und Schaffensgefährten Jens Nielsen bestritt. Allen gemeinsam ist die der Autorin eigentümliche Mischung von surrender Groteske, tieftraurigem Sarkasmus und abgründiger Komik.
von Anne Dufourmantelle
Im Risiko, im Unvorhersehbaren liegt eine ungeahnte Kraft. Wenn wir etwas wagen, ohne zu wissen, wo es uns hinführt, können wir nur gewinnen: Handlungsräume, Kreativität und Selbstbestimmung. Das gröt︢e Risiko unseres Lebens ist und bleibt die Liebe. Die Philosophin und Psychoanalytikerin Anne Dufourmantelle hat stets nach dieser Maxime gelebt. Als sie im Sommer 2017 zwei Kinder vor dem Ertrinken rettete, hat sie ihr eigenes Leben riskiert - und verloren. Dieses Buch ist ihr Appell, die Fenster aufzureissen, um das Ungewisse in unser Leben zu lassen. (Verlagstext)