Westpommern, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Australierin Elizabeth zieht mit ihrem deutschen Ehemann und den drei Kindern auf das ererbte Rittergut Nassenheide. Dort stürzt sie sich in die Gestaltung des vernachlässigten Gartens, um der Enge des Hauses und den Erwartungen an sie als Frau zu entfliehen. Intelligent und mit Augenzwinkern portraitiert die Autorin die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit.
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Elizabeth und ihr Garten
von Sofia Blind
Westpommern, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Australierin Elizabeth zieht mit ihrem deutschen Ehemann und den drei Kindern auf das ererbte Rittergut Nassenheide. Dort stürzt sie sich in die Gestaltung des vernachlässigten Gartens, um der Enge des Hauses und den Erwartungen an sie als Frau zu entfliehen. Intelligent und mit Augenzwinkern portraitiert die Autorin die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit.
Aktuelle Rezensionen(1)
1898 ein Bestseller in Großbritannien, Australien und den USA mit zehn Neuauflagen in den ersten vier Monaten, nun neu und zum ersten Mal vollständig übersetzt. Unter Pseudonym schrieb Mary Annette Beauchamp, eine in England aufgewachsene Australierin, die mit ihrem deutschen Ehemann in Pommern lebte. Der Klappentext hat sich Mühe gegeben, um das Buch im 21. Jahrhundert nochmal unter gärtnernde Leser:innen zu bringen. Aber der Zahn der Zeit hat zum Glück am menschlichen Mindset so sehr gesagt, dass hoffentlich jede:r die Berichte einer gelangweilten Gutsbesitzerin ohne jegliche Geldsorgen enttäuscht zur Seite legt. Da hat man im Verlag das Werk blind durchgewunken und sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, kritisch Stellung zu nehmen. Ein Nachwort der Übersetzerin Sofia Blind hilft bei der Einordnung des Romans, aber eine stärkere kritische Haltung von ihr hätte ich mir sehr gewünscht.