Empfehlungen basierend auf "Ein deutsches Versprechen. Weimar 1756–1933 | Die Bedeutung Weimars für die weltweite Kunst und Kultur"
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von Dela Kienle
[Impressum] -- Prolog -- Juni - Alle Wege ... -- Juli - Das große Fressen -- August - 40 Grad im Schatten -- September - Im Namen des Vaters -- Oktober - Ja, sie wollen! -- November - Absurdistans Hauptstadt -- Dezember - O du Fröhliche -- Januar - Verkehrsbe(un)ruhigt -- Februar - Falsche Marokkaner -- März - Von Tigern und Teufeln -- April - Zusammen -- Mai - Hin und weg -- Anmerkungen -- [Informationen zum Buch] -- [Informationen zur Autorin]
von Navid Kermani
Ein immer noch fremd anmutendes, von Kriegen und Katastrophen zerklüftetes Gebiet beginnt östlich von Deutschland und erstreckt sich über Russland bis zum Orient. Navid Kermani ist entlang den Gräben gereist, die sich gegenwärtig in Europa neu von seiner Heimatstadt Köln nach Osten bis ins Baltikum und von dort südlich über den Kaukasus bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern. Mit untrüglichem Gespür für sprechende Details erzählt er in seinem Reisetagebuch von vergessenen Regionen, in denen auch heute Geschichte gemacht wird.Navid Kermani ist im Auftrag des SPIEGEL von seiner Heimatstadt Köln durch den Osten Europas bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern, gereist. Die Reise führte ihn mitten durch den jüdischen «Ansiedlungsrayon» der Zarenzeit, die «Bloodlands» des Zweiten Weltkriegs, am Riss zwischen Ost und West entlang, wo der Kalte Krieg längst nicht zu Ende ist und im Donbass zum heißen Krieg wird. Er hat die Trümmer zerstörter Kulturen und die Spuren alter wie neuer Verwüstungen gesehen. Vor allem hat er Menschen getroffen, die innerlich zerrissen sind, weil sie sich auf der Suche nach Heimat und Wohlstand auf eine Seite schlagen müssen. Mit wenigen Strichen lässt er das Nachtleben der Großstädte lebendig werden, Geschäfte wie zu Sowjetzeiten, hippe Cafés, die Gelassenheit in Frontnähe und die Angst vor den anderen, wer immer das ist."Das Beispiel von Navid Kermani zeigt, wie voraussetzungsreich eine Autorschaft gemacht sein muß, wie vielfach gebrochen, marginalisiert, davon betrübt und zugleich euphorisiert, wie sehr, bei aller Kritik, weltbegeistert sie sein muß, daß sie sich die Rolle des politischen Schriftstellers, die auch besonders schön leuchtet, zutrauen darf."Rainald Goetz, Dankesrede zur Verleihung des Büchner-Preises 2015
von Rebecca Solnit
Die amerikanische Denkerin Rebecca Solnit versammelt rund 20 Essays, in denen wir drei pulsierende amerikanische Metropolen aus originellen Perspektiven neu erleben: New York, San Francisco und New Orleans. Die Texte, verfasst von Linguisten, Ethnologen, Musikwissenschaftlern sowie wahren Szene-Insidern erzählen kenntnisreich und spannend von dem faszinierenden kulturellen Reichtum der drei Metropolen von damals bis heute und zeigen, was den Reiz der Großstadt ausmacht.
von James Rebanks
Ein so poetisches wie passioniertes Buch über die Bewahrung des Landes und traditioneller Formen der Landwirtschaft – »Sunday Times« Naturbuch des Jahres 2020James Rebanks schaute als Junge einst seinem Großvater zu, wie der traditionelle Landwirtschaft betrieb in einer kargen, herausfordernden nordenglischen Landschaft, die geprägt war von einem Flickenteppich aus Weiden, Wiesen, Feldern, kleinen Höfen, artenreichen Heckenlandschaften. Jetzt ist er selbst der Bauer des ererbten Familienhofes, aber die Arbeit und das Land haben sich wie überall auf der Welt tief greifend verändert: Die alte bäuerliche Lebensweise in und mit der Natur ist verlorengegangen und vieles, ob Tiere oder Pflanzen, aus der Landschaft verschwunden. In seinem über weite Strecken fast poetisch anmutenden Text verharrt Rebanks jedoch nicht im wehmütigen Blick auf eine untergegangene Welt. Er versucht auf seinem Hof, überliefertes Wissen für die Gegenwart nutzbar zu machen, und gibt dem Leben als Kleinbauer eine hoffnungsvolle Perspektive.
von Stefan Maiwald
Pino schenkt in einer jener kleinen und unscheinbaren Bars aus, wie sie über ganz Italien verstreut sind. Wo man irgendwann den Betreiber persönlich kennt und auch seine Stammgäste. Pinos Bar wohnt jene Magie inne, die von Lebenslust, engen Freundschaften und lebensklugen Menschen erzählt. Denn Pino und seine Gäste verstehen etwas von dieser rätselhaften, komplizierten Sache, die wir Leben nennen. Pinos Bar ist immer offen. Zu Weihnachten und Neujahr, Ferragosto und am Ostersonntag. Ab sechs Uhr morgens, wenn die ersten Fischer aus der Lagune zurückkommen und der Bäcker von nebenan schon sehnsüchtig auf seinen ersten Kaffee wartet. Bis tief in die Nacht, denn Pinos Gäste erzählen Geschichten über unvergessliche Begegnungen, über Zeit, Geld, Glück und Genuss – und geben uns, humorvoll und wie nebenbei, praktische Lebenslektionen, wie wir die schönsten Seiten dieser Welt entdecken können.Glück und Genuss – und geben uns, humorvoll und wie nebenbei, praktische Lebenslektionen, wie wir die schönsten Seiten dieser Welt entdecken können.
von Pierre Nora, Etienne François
Statt 39,90 € jetzt nur noch 18,00 € Vom königlichen Hof, Jeanne d'Arc und den Errungenschaften der Französischen Revolution über Verdun und Vichy bis hin zu Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit und der Tour de France - in insgesamt sechzehn Essays entsteht ein lebendiges Panorama der Erinnerungslandschaft unserer Nachbarn. "Das Gedächtnis klammert sich an Orte wie die Geschichte an Ereignisse." Nach dem großen Erfolg der Deutschen Erinnerungsorte erscheint nun erstmals in deutscher Sprache eine Auswahl aus dem umfangreichen Werk, das als Grundlage und Vorbild all dieser Versuche einer neuen Gedächtnistopographie gelten kann: Les lieux de mémoire. In insgesamt sechzehn Essays beschreiben die Autoren ausgewählte zentrale Erinnerungsorte Frankreichs: der Nation, der Republik und des Landes mit seinen vielfältigen Facetten. Der Bogen spannt sich vom königlichen Hof, Jeanne d'Arc und den Errungenschaften der Französischen Revolution über Verdun und Vichy bis hin zu Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" und der Tour de France. Dabei geht es nicht um Ereignisgeschichte, sondern um eine Symbolgeschichte, die nach dem Fortleben dieser "Orte" im kollektiven Gedächtnis (nicht nur) der Franzosen fragt. Glänzend geschrieben, bieten diese Beiträge ein lebendiges Panorama der Erinnerungslandschaft unserer Nachbarn und zeigen, daß diese bemerkenswerte Form der Geschichtsschreibung stets über nationale Grenzen hinausblickt.
von Roma Agrawal
Wir arbeiten in ihnen, spazieren über sie und fahren durch sie hindurch: Dass Hochhäuser dem Sturm trotzen, Brücken und Tunnel dem Verkehr und der Schwerkraft standhalten, ist jedoch nicht selbstverständlich, sondern fast ein Wunder - und der Kunst der Ingenieure zu verdanken. Roma Agrawal, die Westeuropas zweithöchsten Wolkenkratzer plante, weiht uns ein in die Geheimnisse der Statik. Auf ihrer reich illustrierten Reise durch die Geschichte der Gebäude erzählt Agrawal, wie Materialien Bauweisen revolutionierten, warum beispielsweise die wichtigste Errungenschaft des Römischen Reichs der Ziegelstein war. Das erste populäre Sachbuch über das Bauen, geschrieben von einer der führenden Ingenieurinnen unserer Zeit.
von Czeslaw Milosz
Czeslaw Milosz, der litauische Dichter polnischer Sprache, erinnert sich an das Wilna seiner Kindheit: ein Gedankenspaziergang durch die Straßen einer lebendigen, vielsprachigen und kosmopolitischen Stadt mit einer langen, wechselvollen und grausamen Geschichte.
von Rita Berman
Rita Berman wurde 1971 in Moldawien geboren und begeisterte sich schon früh fürs Zeichnen. Sie studierte Architektur und zog nach Deutschland, wo sie heute als Designerin und Illustratorin arbeitet. Mit ihrem einzigartigen Stil erschafft sie verspielte Werke voller liebenswerter Details. Sie lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.