Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt ... Und als er feststellt, dass es sich nicht um einen Alptraum handelt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Trotz seines friedfertigen und unschuldigen Lebens als Ungeziefer wird er von seiner Familie verstoßen und schließlich in den Tod getrieben. Die Verwandlung ist eine düstere Metapher auf das Wesen der Menschheit. Corbeyran und Horne haben diesen ebenso berühmten wie zeitlosen Klassiker der deutschen Literatur als Graphic Novel adaptiert. Die Erzählung hält sich eng an den Originaltext Kafkas, und die Zeichnungen illustrieren diese tiefbewegende Geschichte stimmungsvoll und innovativ.
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Die Verwandlung
von Horne, Corbeyran, Franz Kafka, Kai Wilksen
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt ... Und als er feststellt, dass es sich nicht um einen Alptraum handelt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Trotz seines friedfertigen und unschuldigen Lebens als Ungeziefer wird er von seiner Familie verstoßen und schließlich in den Tod getrieben. Die Verwandlung ist eine düstere Metapher auf das Wesen der Menschheit. Corbeyran und Horne haben diesen ebenso berühmten wie zeitlosen Klassiker der deutschen Literatur als Graphic Novel adaptiert. Die Erzählung hält sich eng an den Originaltext Kafkas, und die Zeichnungen illustrieren diese tiefbewegende Geschichte stimmungsvoll und innovativ.
Aktuelle Rezensionen(2)
Gregor Samsa wacht eines Morgens als Käfer auf, doch statt sich darüber zu sorgen, macht er sich Sorgen um seine Arbeit und darum, weiterhin für seine Familie sorgen zu können..
"Die Verwandlung" ist wirklich eine schöne Tragödie. Kafkas sachliche Art, Gregors Leben als "Ungeziefer" zu beschreiben, erlaubt es dem Leser, sich seine eigenen Gedanken über ihn und seine Familie zu machen. Ich mochte die Ungeheuerlichkeit dieser Erzählung, sich in eine Kakerlake zu verwandeln, als Analogie für das Erleben von Entfremdung. Auch wenn niemand eine solche körperlich veränderte Erfahrung gemacht hat, so ist es doch ein universelles Thema, dass wir uns - entweder offen oder heimlich - sogar von unserer eigenen Familie verlassen fühlen können und manchmal auch fühlen. Was mich an dieser Erzählung beeindruckt hat, ist die starke moralische und politische Botschaft, die es vermittelt. Gregor wird durch seinen neuen Körper isoliert, aber er ist im Grunde derselbe Mensch wie vorher, doch mit der einfachen Veränderung seines Aussehens zu etwas Unmenschlichem ändert sich die Haltung der ganzen Welt ihm gegenüber. Er wird von einer Person zu einem Objekt und wird mit Verachtung, Geringschätzung oder einfach als Ärgernis betrachtet. Die Geschichte wirft die faszinierende Frage auf, wie die Gesellschaft mit denjenigen umgeht, die unserer Meinung nach keine Menschenwürde verdienen (Menschen anderer Ethnien, Behinderte, Embryos, ältere Menschen usw.). Auch wenn dies eine eher zynische Sicht auf die Art und Weise ist, wie wir miteinander umgehen, fand ich Kafkas Erzählung eine inspirierende Geschichte, die uns zu mehr "Menschlichkeit" ermutigen kann. Ich schätze, die ersten Zeilen werden darüber entscheiden, ob man weiterliest oder etwas Zahmeres in die Hand nimmt. Es ist verrückt, es zieht sich an einigen Stellen (vor allem am Ende), aber insgesamt lohnt es sich, weil es a) so (sub)kulturell relevant ist und b) eine so überwältigende Botschaft und Schönheit in seiner Fremdartigkeit hat.