Die 1949 geborene Nicaraguanerin Gioconda Belli, bei uns vor allem als Schriftstellerin und Lyrikerin (hier zuletzt: "Feuerwerk in meinem Hafen", BA 3/98) bekannt geworden, gehörte der Sandinistischen Befreiungsfront FSLN an, der 1979 der Sieg über die Somoza-Diktatur gelang. In ihren Erinnerungen schildert sie, wie sie als junge Ehefrau und Mutter ihren Weg in den inneren Kreis der FSLN findet. Nach außen hin versucht sie, den Anschein eines normalen Lebens aufrecht zu erhalten, in Wirklichkeit führt sie gefährliche Aufträge aus. Zwischenzeitlich muss sie ins Exil gehen, nach dem Sieg der Sandinisten 1979 ist sie beteiligt an der Umstrukturierung des Landes. Desillusioniert von den Ergebnissen der Revolution, gibt sie 1986 die Politik zugunsten der Literatur auf und folgt ihrem 2. Ehemann, einem Amerikaner, in die USA. Es entsteht das faszinierende Porträt einer Frau, die versucht, die Rollen der treusorgenden Mutter, der Revolutionärin, die sich in einer Männerdomäne durchsetzen muss und der Schriftstellerin in Einklang zu bringen und dabei ein geradezu atemberaubendes Leben führt. (2) (Helga Winkelmann)
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Die Verteidigung des Glücks Erinnerungen an Liebe und Krieg
von Gioconda Belli
Die 1949 geborene Nicaraguanerin Gioconda Belli, bei uns vor allem als Schriftstellerin und Lyrikerin (hier zuletzt: "Feuerwerk in meinem Hafen", BA 3/98) bekannt geworden, gehörte der Sandinistischen Befreiungsfront FSLN an, der 1979 der Sieg über die Somoza-Diktatur gelang. In ihren Erinnerungen schildert sie, wie sie als junge Ehefrau und Mutter ihren Weg in den inneren Kreis der FSLN findet. Nach außen hin versucht sie, den Anschein eines normalen Lebens aufrecht zu erhalten, in Wirklichkeit führt sie gefährliche Aufträge aus. Zwischenzeitlich muss sie ins Exil gehen, nach dem Sieg der Sandinisten 1979 ist sie beteiligt an der Umstrukturierung des Landes. Desillusioniert von den Ergebnissen der Revolution, gibt sie 1986 die Politik zugunsten der Literatur auf und folgt ihrem 2. Ehemann, einem Amerikaner, in die USA. Es entsteht das faszinierende Porträt einer Frau, die versucht, die Rollen der treusorgenden Mutter, der Revolutionärin, die sich in einer Männerdomäne durchsetzen muss und der Schriftstellerin in Einklang zu bringen und dabei ein geradezu atemberaubendes Leben führt. (2) (Helga Winkelmann)
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