Im Vorstadthaus der Familie Lisbon leben fünf schöne Töchter: die gescheite Therese, die pingelige Mary, die asketische Bonnie, die scharfe Lux und die blasse, lammfromme Cecilia. Als sich die jüngste von ihnen aus dem Fenster stürzt, beginnt das „Jahr der Selbstmorde“, das alle Beteiligten und Beobachter für immer verändern wird. Schaurig-ironisch und zärtlich zugleich zeichnet der Pulitzer-Preisträger das Porträt einer Jugend, die ihre Unschuld verloren hat.
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Die Selbstmord-Schwestern
von Mechtild Sandberg-Ciletti, Eike Schönfeld, Jeffrey Eugenides
Im Vorstadthaus der Familie Lisbon leben fünf schöne Töchter: die gescheite Therese, die pingelige Mary, die asketische Bonnie, die scharfe Lux und die blasse, lammfromme Cecilia. Als sich die jüngste von ihnen aus dem Fenster stürzt, beginnt das „Jahr der Selbstmorde“, das alle Beteiligten und Beobachter für immer verändern wird. Schaurig-ironisch und zärtlich zugleich zeichnet der Pulitzer-Preisträger das Porträt einer Jugend, die ihre Unschuld verloren hat.
Aktuelle Rezensionen(1)
Dieses Buch beschäftigt sich mit so vielen Themen – unterschwellig, versteht sich. Der Wechsel der Generationen am Ende der Sechziger, dass gesellschaftliche Probleme in den USA oft heruntergespielt, belächelt werden, obwohl man sie eigentlich wirklich thematisieren sollte, das Interesse der Menschen am Leid anderer, wie Probleme von uns Menschen manchmal zwanghaft wissenschaftlich erklärbar sein müssen, wie Geschichten im Nachhinein so gedreht werden, wie sie am besten in die eigene Weltsicht passen. Aber vor allem geht es darum, wie es ist, ein Mädchen zu sein. Wesen, die nur um sich selbst kreisen, was mit ihnen passiert, wenn sie mit kaum Lebenserfahrung, eingesperrt mit ihren eigenen Gedanken, tun. Es geht um die mangelnde Kommunikation, denn die Lisbon Schwestern sind auch gestorben, weil sie davon ausgegangen sind, dass sich niemand für sie interessiert, und in gewisser Weise waren sie eben auch nicht geschaffen für diese Welt, zu mythologisch, zu sanft. Ich kenne dieses Gefühl sehr gut und habe mich deshalb in diesem Buch sehr gesehen. Der Sinn der Geschichte ist ja eigentlich, dass man die Suizide nicht nachvollziehen kann, aber irgendwie macht es alles Sinn. Es ist das Zusammenspiel. Und im Gegensatz zu den Jungen aus der Nachbarschaft *bin* ich ein Mädchen – manchmal fühlt man viel zu viel Schmerz, besonders, wenn man allein ist. Und irgendwie waren die vier letzten eben zu viert allein. Es gab so viele merkwürdige Momente in diesem Buch, aber sie waren nie unter der Gürtellinie, nie verstörend, deswegen hat es Spaß gemacht, von ihnen zu lesen. Auch wenn fast alle Charaktere mehr oder weniger nur angerissen wurden, hat es Spaß gemacht sie durch ihre ganzen Merkwürdigkeiten ein bisschen kennenzulernen – das hat sie meiner Meinung nach sehr liebenswürdig gemacht, auch wenn das vielleicht gar nicht Jeffrey Euginides Intention war. Der Schreibstil war wunderschön, natürlich hat es wegen ihm auch viel mehr Spaß gemacht das Buch zu lesen. Die ganzen geschickten Metaphern, die Erzählperspektive aus den unzähligen Augen der Jungen aus der Nachbarschaft, die zu einem verschwimmen, wie das Haus der Lisbons und das Wetter und die Fischfliegen den geistigen Zustand der Mädchen repräsentieren – ein echtes Meisterwerk.