Format:Softcover

Eine literarische Gothic Novel für das 21. Jahrhundert – verfilmt unter dem Titel »September Says«Die Schwestern Juli und September sind unzertrennlich: Sie teilen sich einen Geburtstag, ein Handy, ein Bett. Doch als Juli sich für einen Jungen aus der Schule interessiert, gerät die eigene kleine Welt der Schwestern ins Wanken. Was geschah damals auf dem Tennisplatz der Schule, im strömenden Regen? Was haben Juli und September getan, dass ihre Mutter nicht mehr mit ihnen spricht? Juli weiß nur, dass sie deswegen hier sind, in dem einsamen, verfallenen Cottage an der englischen Küste. Während das Haus sich unter dem Gewicht von Zorn und Trauer zunehmend auflöst, erinnert sich Juli plötzlich an ein schreckliches Versprechen… Andeutungsreich und psychologisch meisterhaft erschafft Daisy Johnson ein klaustrophobisches häusliches Setting und zeigt, wie schnell Liebe in Grausamkeit umschlagen kann.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
192 SeitenSoftcover
Erschienen an: July 10, 2024

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.3(6 ratings)
Ragna Rezension von Ragna

Sehr strange...

JuliaRezension von Julia

"Daisy Johnson ist das dämonische Kind von Shirley Jackson und Stephen King." The Observer Dieser Untertitel ist in meinen Augen irreführende Werbung. "Die Schwestern" ist definitiv kein schauriges Horror-Buch, keine Gothic-Novel und auch stilistisch ganz weit weg von den genannten "Eltern". Stattdessen bekommt man einen literarisch anspruchsvollen Roman, der den Leser in die düstere und verworrene Welt zweier Schwestern führt. Daisy Johnsons Sprache ist manchmal fast schon poetisch, aber auch oft sehr abgehakt. Sie nutzt gerne kurze oder halbe Sätze und deutet vieles nur an. Ich empfehle dringend, in die Leseprobe hineinzuschauen, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, da der Stil sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Die Lektüre fühlt sich an, als würde man sich durch einen dichten Nebel kämpfen, bei dem man nie sicher ist, was real ist und was nicht. Da steckte so einiges Unausgesprochenes zwischen den Zeilen. Diese stilistische Stärke ist jedoch gleichzeitig auch eine Schwäche des Romans. Der Aufbau ist so verworren und die Symbolik so dicht, dass es mir schwer fiel, der Handlung klar zu folgen. Man begleitet hauptsächlich Juli, ab und zu auch ihre Mutter, aber in erster Linie ist es ein Psychogramm der jüngeren Schwester. Die Beziehung zwischen Juli und September wirkt sehr eng und intensiv, fühlte sich für mich aber befremdlich an. Ihre Darstellung verfehlt irgendwie die emotionale Wirkung, die für eine Geschichte, die sich so stark auf psychologische Elemente stützt, eigentlich unerlässlich wäre. Inhaltlich lässt sich kaum etwas dazu sagen, um bei nur 192 Seiten nichts vorweg zu nehmen. Mir fehlte es an erzählerischer Klarheit und emotionaler Resonanz, um wirklich überzeugt zu werden. "Die Schwestern" ist ein Buch für Leser, die Lust auf literarische Experimente haben und sich gerne in dunkle, komplexe Geschichten verstricken. Wenn man sich darauf einlassen kann, findet man sicherlich interessante Aspekte, aber man sollte sich auch auf einige Stolpersteine einstellen. 3⭐️

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