Die Schule der außergewöhnlichen Feen (Bd. 1)
von Matt Rockefeller, Anja Fislage, Piper CJ, Farnanda Vergissmein
magisches Internatsabenteuer ab 10 Jahren um Freundschaft, Mut und Selbstfindung
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Die Schule der außergewöhnlichen Feen (Bd. 1)
von Matt Rockefeller, Anja Fislage, Piper CJ, Farnanda Vergissmein
magisches Internatsabenteuer ab 10 Jahren um Freundschaft, Mut und Selbstfindung
Aktuelle Rezensionen(1)
Schon auf den ersten Blick macht "Die Schule der außergewöhnlichen Feen" einen hervorragenden Eindruck. Das aufwendig gestaltete, sehr wertige Cover lädt sofort zum Eintauchen in die Geschichte ein. Auch die Illustrationen im Inneren sind liebevoll gestaltet und unterstreichen die märchenhafte Atmosphäre – auch wenn sie sich im Verlauf des Buches mehrfach wiederholen. Die Geschichte beginnt ausgesprochen vielversprechend: Elva besitzt die außergewöhnliche Gabe, den Tod anderer Menschen vorhersehen zu können. Diese Fähigkeit führt sie an die Schule der außergewöhnlichen Feen, wo sie schnell Freunde findet, an Selbstvertrauen gewinnt und lernt, über sich hinauszuwachsen. Besonders die Entwicklung ihrer Persönlichkeit sowie die entstehende Freundschaft zu Essie gehören zu den großen Stärken des Romans. Die Figuren wirken sympathisch und machen es leicht, mit ihnen mitzufiebern. Allerdings bleibt die titelgebende Schule überraschend blass. Obwohl sie im Buchtitel eine zentrale Rolle einnimmt, dient sie eher als Ausgangspunkt der Handlung und wird nur oberflächlich beschrieben. Statt eines Schulalltags rückt bald die Suche nach dem verschwundenen Essie in den Mittelpunkt. Ab etwa der Buchmitte verliert die Handlung jedoch etwas an Struktur. Viele Ereignisse wirken recht zufällig, Szenen wechseln sprunghaft, und die zahlreichen Reisen durch Portale erschweren besonders jüngeren Leserinnen und Lesern die Orientierung. Insgesamt fehlt es der Geschichte trotz ihrer 288 Seiten etwas an Tiefe. Viele interessante Ideen werden angerissen, bevor bereits der nächste Schauplatz folgt. Der Schluss liefert zudem kaum Antworten, sondern eröffnet vor allem neue Fragen und verweist deutlich auf den zweiten Band. Das sorgt zwar für Neugier, lässt den ersten Band aber etwas unvollständig wirken. Ein weiterer Kritikpunkt wiegt leider schwer: Im Buch finden sich mehrere Satzfehler, fehlende Leerzeichen und verrutschte Satzzeichen. Gerade in einem Kinderbuch, das häufig auch von jungen Leserinnen und Lesern selbst gelesen wird, dürfen solche handwerklichen Mängel nicht vorhanden sein. Trotz dieser Schwächen bietet "Die Schule der außergewöhnlichen Feen" eine spannende Fantasygeschichte mit liebenswerten Figuren und einer sympathischen Heldin, deren Entwicklung überzeugt. Mit etwas mehr erzählerischer Tiefe, einer klareren Struktur und einem sorgfältigeren Lektorat hätte das Buch sein großes Potenzial deutlich besser ausschöpfen können. Fazit: Eine spannende Geschichte mit sympathischen Charakteren und einer interessanten Grundidee, die jedoch unter einer sprunghaften Handlung, einer wenig genutzten Schulkulisse und vermeidbaren Satzfehlern leidet.