»Denken Sie sich einen Mann, der vor der Leiche seiner Frau steht, einer Selbstmörderin, die sich erst vor wenigen Stunden aus dem Fenster gestürzt hat.« Fantastisch und realistisch zugleich – so bezeichnet Dostojewski im Vorwort seine meisterhafte Erzählung »Die Sanfte«, 1876 erschienen. In einem inneren Monolog lässt er den Witwer sein Leben überdenken: An Leid und Gram und Schuld zerbrochen, ist er ebenso sehr Opfer wie Täter. Ein ergreifendes Stück Weltliteratur über Verletzlichkeit und Rachsucht, über späte Reue und die schmerzliche Plötzlichkeit der Liebe.
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Die Sanfte
von Fjodor M. Dostojewski, Alexander Eliasberg
»Denken Sie sich einen Mann, der vor der Leiche seiner Frau steht, einer Selbstmörderin, die sich erst vor wenigen Stunden aus dem Fenster gestürzt hat.« Fantastisch und realistisch zugleich – so bezeichnet Dostojewski im Vorwort seine meisterhafte Erzählung »Die Sanfte«, 1876 erschienen. In einem inneren Monolog lässt er den Witwer sein Leben überdenken: An Leid und Gram und Schuld zerbrochen, ist er ebenso sehr Opfer wie Täter. Ein ergreifendes Stück Weltliteratur über Verletzlichkeit und Rachsucht, über späte Reue und die schmerzliche Plötzlichkeit der Liebe.
Aktuelle Rezensionen(4)
Hab das Buch in 3 Stunden fertig bekommen, es ist ziemlich kurz, aber bringt einen trotzdem zum Nachdenken. Das Selbstgespräch des Pfandleihers war vom Schreibstyle gut verständlich. Spoiler: Ich hätte mir gewünscht das er mehr über den Selbstmord am Ende reflektiert hätte. Er hat ein Fazit auf die gesamte Menschheit bezogen, dass wir immer alleine seien werden, aber das Fazit zu seiner Frau hätte noch tiefer seien können.
Dieses kleine Werk erzählt von einem Witwer, der auf die Leiche seiner in den Selbstmord gestürzten Frau herabblickt und das Leben mit ihr Revue passieren lässt. Er erzählt und erzählt und fühlt und fühlt und wir erfahren sehr schnell, dass er Opfer und Täter zugleich ist, wie es auch bereits auf dem Klappentext steht. Wie man vielleicht weiß, schrieb Dostojewski in der Realismus Epoche und auch dies ist daher eine Geschichte aus dem Realismus. Eine Schilderung realer Ereignisse in Form von 'poetischer' Prosa. Also, prosaisch erzählte Realität. Die Gedanken, die dieser Mensch, den wir hier in der Geschichte verfolgen hat, zeugt von dieser Epoche, denn wen könnte so ein Schicksal nicht ereilen? Allerdings ist in der heutigen Zeit nicht unbedingt mehr denkbar, wie Eheleute auf diese Weise zusammenleben konnten. Diese Eheleute hier schweigen sich jahrelang an, sind einander daher fremd und nah zugleich. Er versucht Herr über sie zu werden, sie im Stillen zu unterdrücken, um ihr und sich selbst etwas zu beweisen. Was die Folgen seiner Handlungen sind, lesen wir hier in diesem Buch. Wieso er so gehandelt hat ebenfalls. Deswegen überlasse ich den Rest euch. Lest es. Es ist ergreifend. Die Gedanken eines Mannes, der den Selbstmord seiner Frau erst begreifen und seine eigenen Gefühle dazu erst einmal ordnen muss, hat Dostojewski unglaublich gut geschildert und umgesetzt.
Auch wenn etwas brauchte bis ich mich in die Handlung reinfinden konnte, hat mich das Buch aber trotzdem beeindruckt. Von der Idee her wow !! Oft versucht man ja igw sich in den hauptcharackteren wiederzufinden. Hier war mir das überhaupt nicht möglich. Es war eher so dass ich versucht hab ihn zu verstehen. Und auch wenn das Buch schon älter ist und das Thema für mich persönlich jz nicht aktuell ist, fand ich es sehr interessant darüber nachzudenken. Kann man auf jeden Fall mal gelesen haben. Und dafür das es eig nicht mein typisches Genre wcht gut
Einfach großartig! Dringende Empfehlung für jeden Dostojewski-Leser.