"Globalisierung" ist wohl das meistzitierte wirtschaftspolitische Schlagwort des letzten Jahrzehnts. Doch der Traum von der vereinten Welt, den es auszudrücken scheint, ist weiter von der Realität entfernt denn je. Zwar haben die global agierenden Unternehmen längst die Dritte Welt erreicht, doch hat die Ankunft des postmodernen Kapitalismus den Regionen einen Segen beschert? Im Gegenteil, sagt Jean Ziegler: Armut, Krankheiten, hohe Sterblichkeit, Massenarbeitslosigkeit und demokratiefeindliche Regime sind weiter auf dem Vormarsch, und zwar nicht etwa trotz, sondern wegen der Globalisierung. Der Schweizer Querdenker zeichnet das düstere Bild einer kapitalistischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert, die ihren Lebenszweck im masslosen, unmoralischen Profitstreben sieht. Er prangert die Methoden der modernen "Beutejäger" an und zeichnet den beklemmenden Weg vieler Menschen in immer grössere Armut nach. Lösungsvorschläge sucht man jedoch vergeblich: Ziegler begnügt sich mit der Darstellung von Protestaktionen verschiedener Gruppierungen von Globalisierungsgegnern. Seine Strategie: Kritisieren, polemisieren, auch übertreiben; je markanter, desto besser. Wer das weiss, meint getAbstract, kann diese wütende Globalisierungs-Anklage dennoch mit Gewinn lesen.
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Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher
von Jean Ziegler
"Globalisierung" ist wohl das meistzitierte wirtschaftspolitische Schlagwort des letzten Jahrzehnts. Doch der Traum von der vereinten Welt, den es auszudrücken scheint, ist weiter von der Realität entfernt denn je. Zwar haben die global agierenden Unternehmen längst die Dritte Welt erreicht, doch hat die Ankunft des postmodernen Kapitalismus den Regionen einen Segen beschert? Im Gegenteil, sagt Jean Ziegler: Armut, Krankheiten, hohe Sterblichkeit, Massenarbeitslosigkeit und demokratiefeindliche Regime sind weiter auf dem Vormarsch, und zwar nicht etwa trotz, sondern wegen der Globalisierung. Der Schweizer Querdenker zeichnet das düstere Bild einer kapitalistischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert, die ihren Lebenszweck im masslosen, unmoralischen Profitstreben sieht. Er prangert die Methoden der modernen "Beutejäger" an und zeichnet den beklemmenden Weg vieler Menschen in immer grössere Armut nach. Lösungsvorschläge sucht man jedoch vergeblich: Ziegler begnügt sich mit der Darstellung von Protestaktionen verschiedener Gruppierungen von Globalisierungsgegnern. Seine Strategie: Kritisieren, polemisieren, auch übertreiben; je markanter, desto besser. Wer das weiss, meint getAbstract, kann diese wütende Globalisierungs-Anklage dennoch mit Gewinn lesen.
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