Die Muschelsucher
von Rosamunde Pilcher
Penelope Keeling kann zurückblicken auf ein langes und bewegtes Leben. Ihr liebster Besitz: ein Gemälde mit dem Titel «Die Muschelsucher», das ihr Vater einst malte. Als ihre Kinder erfahren, dass das Werk mittlerweile ein Vermögen wert ist, entbrennt ein heftiger Streit darum. Doch Penelope kann sich nicht von dem Bild trennen. Zu viele Erinnerungen sind damit verbunden: an ihre unkonventionelle Kindheit in Cornwall, eine Zeit unbeschwerten Glücks, aber auch an die Kriegsjahre, eine unglückliche Ehe – und natürlich an ihre große Liebe. Und je tiefer die Erinnerungen sie in die Vergangenheit ziehen, desto klarer wird Penelope, dass sie die vor ihr liegenden Entscheidungen nur mit dem Herzen treffen kann …
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Die Muschelsucher
von Rosamunde Pilcher
Penelope Keeling kann zurückblicken auf ein langes und bewegtes Leben. Ihr liebster Besitz: ein Gemälde mit dem Titel «Die Muschelsucher», das ihr Vater einst malte. Als ihre Kinder erfahren, dass das Werk mittlerweile ein Vermögen wert ist, entbrennt ein heftiger Streit darum. Doch Penelope kann sich nicht von dem Bild trennen. Zu viele Erinnerungen sind damit verbunden: an ihre unkonventionelle Kindheit in Cornwall, eine Zeit unbeschwerten Glücks, aber auch an die Kriegsjahre, eine unglückliche Ehe – und natürlich an ihre große Liebe. Und je tiefer die Erinnerungen sie in die Vergangenheit ziehen, desto klarer wird Penelope, dass sie die vor ihr liegenden Entscheidungen nur mit dem Herzen treffen kann …
Aktuelle Rezensionen(1)
„,Die Muschelsucher‘ ist ein Buch, das zum Lachen und zum Weinen verführt und in dessen Zauber man sich verfängt. ,Ich schreibe über Menschen‘, sagt die Autorin, ,die sich lieben und sich untreu sind, die falsche Entscheidungen treffen und sich dafür verantworten müssen‘“. Eigentlich habe ich mit Rosamunde Pilcher immer die verfilmten Kurzgeschichten verbunden, die zum Abspannen auf dem Sofa einladen, aber auch besonders schnulzige und vorhersehbare Handlungen haben. „Die Muschelsucher“ ist jedoch eines der schönsten und bewegendsten Romane, die ich bisher gelesen habe. Die Handlung dreht sich um das Leben der Protagonistin Penelope Keeling, die der Leser oder die Leserin begleitet und wirklich sehr lieb gewinnen kann. Gleichzeitig gewinnt man jedoch auch Einblicke in die Gefühle der anderen Charaktere, zum Beispiel ihrer Kinder. Jedes Kapitel ist nach einer anderen Person benannt und dreht sich jeweils um diese, ohne den Fokus auf Penelopes Geschichte zu verlieren. Die Figuren sind wirklich sehr gut ausgearbeitet. Wie im Klappentext des Buches beschrieben, schreibt Pilcher über Menschen. Viele dieser unterschiedlichen Charaktere, die ihre guten und schlechten Seiten haben, findet man im echten Leben wieder. Die verschiedenen Handlungsstränge sind relativ alltäglich und wirken dadurch authentisch, ohne Spannung zu verlieren. Es geht um Liebe, Verlust, Neid, Freude, Egoismus, Trauer. Zudem hat mir der Schreibstil der Autorin sehr zugesagt, da er die Handlung perfekt untermauert. Pilcher schreibt sehr deskriptiv, was mir persönlich gefällt. Trotz der vielen Details wirkt die Geschichte jedoch nicht langatmig, sondern behält Spannung. Das liegt auch an den Zeitsprüngen, denn manche Kapitel spielen in der Gegenwart (in den 80er Jahren), andere sind Rückblicke auf Penelopes Jugend während des Zweiten Weltkrieges. Obwohl die Kapitel also nicht chronologisch aufeinanderfolgen, ist die Handlung sehr klug aufgebaut und die gewonnenen Infomationen fügen sich wie ein Puzzle zusammen. „Die Muschelsucher“ bekommt von mir fünf Sterne, da mich das Buch mit seiner Geschichte sehr berührt hat. Ich habe geschmunzelt und geweint, und nach dem Lesen vermisse ich die Figur der Penelope sehr, die wie eine gute Freundin ist. Ihr gutmütiger Charakter, ihre Liebe für alles Gemütliche und ihre erfrischend gesunde Sicht auf das Leben und die Definition von Luxus haben mich daran erinnert, die wirklich wertvollen Dinge zu genießen – herrliche Natur, gutes Essen, wundervolle Freundschaften. Gleichzeitig, obwohl ich Cornwall noch nie besucht habe, verspüre ich nach Beenden des Buches Sehnsucht nach dieser Region. All meine fünf Sinne wurden in einem fort angesprochen und reichlich befriedigt. Rosamunde Pilcher musste eine wirklich gute Beobachterin sein und viel Menschenkenntnis besitzen. Ich konnte leicht in ihre Welt eintauchen und habe die Landschaften deutlich vor meinem inneren Auge gesehen. Die detaillierte und herrliche Beschreibung des malerischen Cornwalls hat auf mich tatsächlich gewirkt, als würde man ein Gemälde betrachten, ja, als wäre das Buch eine schriftliche Betrachtung des Bildes „Die Muschelsucher“. Und das macht diesen Roman für mich so unglaublich schön und spannend. Das Gemälde „Die Muschelsucher“ ist der zentrale Aspekt der Geschichte, da es Penelopes ganzes Leben in Farbe auf Leinwand bring und zusammenfasst und alle Figuren der Handlung miteinander verbindet. Und so schließt sich der Kreis für mich durch Pilchers wunderbaren Schreibstil, der den Pinselstrichen eines impressionistischen Malers gleicht. Wie nach jedem guten Roman, der einen ein Stück begleitet hat, fühlt es sich auch nach Beenden dieses Buches an, als hätte ich etwas verloren. Doch „in unserem Leben geht nichts Gutes wirklich verloren. Es bleibt ein Teil von uns, wird ein Teil unserer Persönlichkeit.“ In 50, 60 Jahren werde ich „Die Muschelsucher“ erneut aufschlagen und mich an den schönen Sommer zurückerinnern, in welchem ich das Buch gelesen habe.