Empfehlungen basierend auf "Die Kryptografin"
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von Ellen Sandberg
Die einen wollen vergessen. Die anderen können es nicht.1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...
von Adeline Dieudonné
Dieser Roman ist unglaublich krass, von ungeheurer Sprachgewalt, es ist ein Thriller, eine Geschichte, die man gar nicht aus der Hand legen kann, allerdings, wenn man zart besaitet ist könnte es einem zu viel werden, also man muss schon ein bisschen dickeres Fell haben, um diesen Roman lesen zu können. Für mich ist es große Literatur.
von Verena Keßler
Wie sehr bestimmt die Geschichte unsere Gegenwart? Verena Keßlers Debüt über die Haltlosigkeit des Erwachsenwerdens „brummt nur so vor Lebendigkeit. Traurig, witzig, abgründig – Bombe!“ Stefanie de Velasco Larry lebt in einer Stadt mit besonderer Geschichte – Ende des Zweiten Weltkriegs fand in Demmin der größte Massensuizid der deutschen Geschichte statt. Für Larry ist ihre Heimatstadt aber vor allem eins: langweilig. Sie will so schnell wie möglich raus in die Welt und Kriegsreporterin werden. Während Larry mit den Unzumutbarkeiten des Erwachsenwerdens kämpft, steht einer alten Frau der Umzug ins Seniorenheim bevor. Beim Aussortieren ihres Hausstands erinnert sie sich an das Kriegsende in Demmin und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Mit Leichtigkeit und Witz erzählt Verena Keßler von Trauer und Einsamkeit, von Freundschaft und der ersten Liebe. Ein Roman über die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und die Möglichkeit, sie zu überwinden.
von Mina Baites
»Für Paul, in Liebe«, so lautet die Widmung, die der jüdische Silberschmied Johann Blumenthal aus Hamburg 1914 für seinen Sohn auf eine Spieldose graviert. Es ist sein Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig in den Kriegsdienst, um für seine geliebte Heimat zu kämpfen. Das kostbare Andenken seines Vaters wird für Paul und seine Kinder zu einem Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt, während der Hass auf sein Volk wächst und sich die Schlinge um die renommierte Juwelierfamilie enger zieht. Das Erbstück wird den Blumenthals Trost schenken, sie in Gefahr bringen und eines Tages trennen. Bis es fast fünfzig Jahre später über Schicksalswege in die Hände der jungen Londonerin Lilian Morrison gerät und sich die silberne Spieldose ihrer älteren Schwester jede Nacht wie ein ungebetener Gast in ihre Träume schleicht. Doch was hat das kostbare Andenken der Familie Blumenthal mit ihr zu tun?
von Lydia Schwarz
Das europäische System des 22. Jahrhunderts hat sich Toleranz und Freiheit auf die Flagge geschrieben. Doch stattdessen herrschen Unterdrückung und Armut. Die Bevölkerung seufzt unter der eisernen Faust des Diktators Demokrit Magellan. Anna Tanner, einstige Studentin des Systems, wagt aus dem Exil im Norden den Versuch, nach Mitteleuropa zurückzukehren. Dort steht sie auf der Todesliste des Regimes, weil sie sich öffentlich gegen den Diktator starkgemacht hat. Als finnische Spionin lässt sie sich in der Grenzstadt nieder, um – gemeinsam mit ihren Freunden – Aufständischen zur Flucht zu verhelfen. Anna wird hautnah mit der Not der Menschen konfrontiert. Wie kann sie ihnen Hoffnung geben? Derweil formiert sich der Widerstand, im Untergrund brodelt es. Die undurchsichtige Organisation der "Schwarzen Rächer" buhlt um Annas Aufmerksamkeit. Sie soll als Volksheldin die Rebellen zum Sieg gegen Demokrit Magellan anführen. Doch wem kann Anna trauen? Adonis, ihre erste große Liebe, verfolgt seine eigenen dunklen Ziele. Und die Macht an sich ist ein trügerischer Freund.
von Prune Antoine
»Eine überwältigende Geschichte, die in die größten Untiefen von Mutterschaft vordringt.« Annie Ernaux Solingen, 2020. Christiane K. ist 27 Jahre alt, als sie fünf ihrer sechs Kinder umbringt und sich dann vor einen Zug wirft. Sie überlebt. Prune Antoine, eine französische Reporterin, die zu dem Zeitpunkt selbst gerade Mutter geworden ist, entwickelt eine journalistische Obsession für diese Tragödie. Sie will nicht erklären, schon gar nicht entschuldigen, sie will verstehen. Auf der Suche nach einer Wahrheit jenseits von Voyeurismus und Dämonisierung dringt Antoine immer tiefer in die Welt der Christiane K. vor, bis sie ihr schließlich im Gefängnis gegenübersitzt. Diese junge Frau soll ein Monster sein? EINE FRAU IN DEUTSCHLAND ist eine erschütternde Spurensuche, die zuletzt weniger über die Tragödie einer einzelnen Familie preisgibt als über die Rolle der Mutter in Deutschland.
von Melanie Metzenthin
Die Fortsetzung der bewegenden Geschichte um Gut Mohlenberg von BILD-Bestsellerautorin Melanie MetzenthinGut Mohlenberg, 1923: Die Wirtschaftskrise hat Deutschland fest im Griff. Friederike von Aalen ist froh um jeden Patienten, der die Behandlung in ihrer Einrichtung für psychisch Kranke noch bezahlen kann. Als Neupatientin kommt die aufmüpfige Luise nach Gut Mohlenberg. Die Eltern der 17-Jährigen möchten sie vor allem weitab vom kriminellen Einfluss ihrer Freunde wissen. Unerwartet trifft eine weitere junge Frau ein: eine traumatisierte Schwangere, die hartnäckig schweigt. Gelingt es Friederike, hinter ihr Geheimnis zu kommen, um ihr zu helfen? Schließlich bringt die Unbekannte ein dunkelhäutiges Kind zur Welt. Ein Skandal im Lüneburg der 1920er-Jahre.
von Anja Jonuleit
Die dunklen Seiten einer nur scheinbar perfekten Familie Ihr Unbehagen hatte einzig und allein mit dem Anruf zu tun, den sie gestern Abend erhalten hatte. Und mit den Geistern, die dadurch ins Haus gewitscht waren. Warum hatte sie überhaupt den Hörer abgenommen? Liane van der Berg kann auf ein erfolgreiches Leben blicken: Sie gilt als eine der führenden Erziehungsexpertinnen des Landes, ist seit Jahrzehnten glücklich verheiratet und hat wunderbare Kinder. Doch ist Lianes Leben wirklich so perfekt? Ein verstörender Anruf und ein Brief voll gut verborgen geglaubter Geheimnisse bringt alles in Wanken. Und auf einmal ist er wieder da, jener Ostermontag 1968, an dem alles begann ... Kennen Sie bereits die weiteren Romane von Anja Jonuleit bei dtv? »Der Apfelsammler« »Novemberasche« »Rabenfrauen« »Herbstvergessene« »Die fremde Tochter« »Das letzte Bild«
von Iris Krumbiegel
Zwei Jahre waren vergangen, seit Eli an Jonahs Krankenbett saß und sein Bruder die Augen für immer schloss, als Marie, die nach wie vor auf der Wachkomastation arbeitet, Zeugin eines Unfalls wird. Als die junge Frau kurze Zeit darauf ihre Patientin wird, erfährt Marie, dass es sich bei ihr um die erfolgreiche Autorin Claudia Mehring handelt, die den Gerüchten zufolge vergeblich versucht, schwanger zu werden und bereits einige Fehlgeburten erlitten hat.Plötzlich spricht alles dafür, dass es kein Unfall, sondern ein Suizidversuch gewesen sein könnte. Doch Marie, die ihr Nacht für Nacht aus ihrem Manuskript vorliest, weiß, dass nur Claudia Mehring selbst die Antwort darauf geben kann. Aber noch ist unwahrscheinlich, ob die Patientin aufwacht. Marie bleibt nur das Manuskript und die Frage, was es mit dieser ungewöhnlichen Geschichte auf sich hat.Nachdem Anna Seidler ihre Mutter bei der Niederkunft des jüngsten Kindes verliert, nimmt ihr der ortsansässige Priester als Entlohnung für das letzte Geleit ihren geliebten Bruder Gabriel. Der Junge wird von nun an zum Ministranten ausgebildet und unterliegt völlig der Willkür des Geistlichen.Als er es nach unzähligen nächtlichen Übergriffen des wollüstigen Gottesdieners nicht länger erträgt und den Freitod wählt, schwört seine Schwester Rache. Dabei richtet sich ihr Hass nicht nur gegen den Priester, sondern auch gegen den Gutsherrn Eberhardt von Lingen, der Gabriel als seinen Bastard verleugnete. Nachdem sie jedoch Gefahr läuft, als Hexe verbrannt zu werden, flieht sie vom Gut, nicht ohne vorher eine Nacht mit Matthias, dem jungen Gutsherrensohn, zu verbringen. Sie findet Unterschlupf in einem Kloster, wo sie ihren Sohn zur Welt bringt. Sie glaubt, dass er der rechtmäßige Erbe von Gut Lingen ist.Siglinde, Matthias angetraute Gattin, sieht das jedoch völlig anders. Sie hat nach Annas Rückkehr auf den Hof nur eines im Sinn.Anna Seidler und der Junge sollen brennen!
von Ulrich Trebbin
Wie es ist, seine Heimat zu verlieren.Königsberg – das sind für Ella die Möwen über dem Fischmarkt und der ornamentale Rundbogen über dem väterlichen Weinkontor. Das sind die unbeschwerten Tage an der Küste des Samland und das ist Victor, ihre erste große Jugendliebe. Doch Anfang 1945, kurz vor Kriegsende, liegt die einst so prachtvolle Metropole Ostpreußens in Schutt und Asche. Und auch in Potsdam, wohin sich Ella mit ihren beiden Kindern geflüchtet hat, wird die Lage immer beklemmender, die Essensvorräte werden immer knapper. Als Ella sich an die zahllosen Einmachgläser im Keller ihrer alten Königsberger Wohnung erinnert, gefüllt mit Mirabellen, Sauerkraut und Schweinebraten, wagt sie das Unmögliche: Mitten hinein in den Vormarsch der russischen Truppen steigt sie in den Zug nach Königsberg, in eine Welt, die dem Untergang geweiht ist.