Empfehlungen basierend auf "Die Kinder aus Theresienstadt. Limitierte Sonderausgabe"

Based on your reading history, we think you will also enjoy the following books.

von Alexej Nawalny

Nawalny begann mit der Arbeit an PATRIOT im Jahr 2020, kurz nach dem Giftanschlag auf ihn. Es ist die umfassende Geschichte seines Lebens: seine Jugend, seine Berufung zum Aktivisten, seine Ehe und Familie sowie sein Einsatz für Demokratie und Freiheit in Russland angesichts einer Supermacht, die ihn unbedingt zum Schweigen bringen will. PATRIOT zeigt Nawalnys absolute Überzeugung: Der Wandel ist nicht aufzuhalten. Er wird kommen. Anschaulich und mit spannenden Details, einschließlich bislang unveröffentlichter Aufzeichnungen aus dem Gefängnis, schildert Nawalny seinen politischen Werdegang, die zahlreichen Anschläge auf ihn und seine Vertrauten und die hartnäckigen Kampagnen, die er und sein Team gegen das zunehmend diktatorische Regime zu führen wagten.

von Andreas Kossert

Der Autor erzählt über das Leben, die Hoffnungen und über die Ängste der Menschen in den Jahren vor und während des 2. Weltkrieges. Begleitbuch zur ARD-Serie.

von Wibke Bruhns

Wibke Bruhns war eine der bedeutendsten deutschen Journalistinnen. 1938 in Halberstadt geboren, machte sie schon früh Karriere beim Fernsehen und wurde 1971 beim ZDF die erste Nachrichtensprecherin der Bundesrepublik. Damals eine Sensation und ein ungeheuerlicher Skandal. Doch ihre Leidenschaft war die politische Berichterstattung. Was auch immer passierte: Wibke Bruhns war ganz nahe am Zeitgeschehen – und an den Persönlichkeiten, die die bundesdeutsche Geschichte prägten. Ob die Studentenproteste 1968, der Aufstieg und Fall Willy Brandts, der Skandal um die vermeintlichen Hitlertagebücher oder der Mauerfall – Wibke Bruhns' Erinnerungen sind das Zeugnis eines illustren Lebens und ein bestechend frischer Blick auf die Geschichte der Bundesrepublik.

von Butz Peters

1977 erreichte der Linksterrorrismus der Roten Armee Fraktion in der Bundesrepublik eine bislang unbekannte Dimension. Mit den Morden an Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto, Generalbundesanwalt Siegfried Buback und Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer sowie der Entführung des Passagierflugzeugs »Landshut« tritt eine zweite, zu äußerster Brutalität entschlossene Generation der RAF auf den Plan. Zugleich setzt mit den Selbstmorden von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in Stammheim die erste Generation einen die Republik erschütternden Schlusspunkt. Vor dem Hintergrund der Entstehung der Terrororganisiation und mit Blick auf die weiteren Anschläge bis zur Selbstauflösung erzählt Butz Peters die dramatischen Ereignisse des Schlüsseljahres 1977. Die packende Geschichte, die Butz Peters in diesem Buch erzählt, endet nicht mit dem Jahr 1977, sondern reicht bis in unsere Zeit hinein: Erst im Lauf der Jahrzehnte stellte sich heraus, was damals tatsächlich geschah. Die juristische Aufarbeitung des komplexen Tatgeschehens beschäftigt seit vierzig Jahren die Justiz, und noch nie war die Quellenlage so gut wie heute. Grundlage für dieses Buch sind Gespräche mit Zeitzeugen und Dokumente: Gerichtsurteile, Erklärungen von RAF-Mitgliedern und –Aussteigern, Vernehmungsprotokolle, polizeiliche Ermittlungsberichte, Anklageschriften, Erklärungen in Prozessen von Angeklagten und Zeugen sowie Publikationen. Auch die RAF-Stasi-Verbindung ab Ende Juli 1980 wird durchleuchtet. Aus vielen Mosaiksteinen ergibt sich so ein genaues Bild der Ereignisse von 1977, die die Geschichte der Bundesrepublik bis heute prägen.

von unknown

Mitten im kalten Krieg, im Jahr 1960 forderte die russische Zeitung Istwestija die Schriftsteller der Welt auf, ihren 27. September bestmöglich in Worten festzuhalten. Auch in der DDR folgten zahlreiche Autoren dem Aufruf, so Thomas Brasch, der sich zum Gedicht "Der schöne 27. September" inspirieren ließ: "Ich habe keine Zeitung gelesen./Ich habe keiner Frau nachgesehen", heißt es da. Und, am Ende, etwas "Ich habe keinen Stein ins Rollen gebracht." An jenem 27. September 1960 erwachte im Amselweg in Halle die Schriftstellerin Christa Wolf mit dem Gedanken, dass dieser Tag wohl anders verlaufen würde als geplant. Am Abend, als Wolf einschlief, hatte sich der Satz bestätigt. Er wird es von nun ab jedes Jahr aufs Neue tun. Denn Christa Wolf hat nicht mehr aufgehört, ihren 27. September zu beschreiben, über 40 Jahre nicht, teils mit großem Widerwillen, um zu erforschen, auf welch verschlungenen Wegen "Leben zustande kommt". Herausgekommen ist das bewegende Stenogramm eines Eine "Protokoll-Serie" voll kluger Reflexionen, die zugleich auch Schlaglichter wirft auf den Alltag in der DDR und im Deutschland nach der Wende. Leider fehlt ausgerechnet jener September, der der Menschheit wie kein zweiter im kollektiven Gedächtnis geblieben ist, auch wenn das zu beschreibende Ereignis, der Terrorakt gegen das World Trade Center in New York im Jahr 2001, gut zwei Wochen vor Wolfs Stichtag lag. Interessant wäre es aber dennoch gewesen, jene Gedanken zu lesen, die der Autorin nach dem Ereignis beim Aufwachen oder Einschlafen durch den Kopf geschossen sind. Aber vielleicht gibt es ja bald einen zweiten Band. --Thomas Köster

von Walter Kempowski

Walter Kempowskis Haftbericht über seine Jahre in BautzenIn seiner sogenannten Deutschen Chronik erzählt Walter Kempowski die Geschichte seiner Familie vom Kaiserreich bis in die 1960er-Jahre der Bundesrepublik. In »Ein Kapitel für sich« wird der junge Walter im März 1948 verhaftet, der Spionage angeklagt und zu einer langjährigen Strafe im Zuchthaus Bautzen verurteilt. Auch seine Mutter Margarete und sein Bruder Robert landen im Gefängnis. Bis zur Wiedervereinigung in Freiheit werden Jahre vergehen.

von David Halberstam

In "Chronik aktuell - Der 11. September 2001" (BA 2/02) standen Bild- und Textbeiträge gleichrangig nebeneinander. Dieser Band setzt ganz auf die Macht der großformatigen Farbbilder, die nur von kurzen Zitaten von Augenzeugen begleitet werden. In öffentlichen Bibliotheken kann er neben Sachtiteln mit knappem Bildteil wie "11. September - Geschichte eines Terrorangriffs" (zur Besprechung vorgesehen) oder Textbänden wie "Dienstag, 11. September 2001", einer Sammlung analysierender und eher subjektiv-reflektierender Texte (BA 2/02), zur Dokumentation des schrecklichen Geschehens bereitgehalten werden. Umfassende Informationen über die Zwillingstürme bietet "World Trade Center" (in dieser Nr.). (2) (Wei)

von Miriam Gebhardt

"Die Weiße Rose ist eine der bekanntesten Widerstandsgruppen in der deutschen Geschichte. Insbesondere die Geschwister Sophie und Hans Scholl werden immer wieder als leuchtende Vorbilder genannt. Warum hatten gerade sie den Mut, sich gegen das nationalsozialistische Unrechtssystem aufzulehnen? Miriam Gebhardt beleuchtet die Biografien der Aktivisten und macht deutlich, wie wichtig Familie, Freundschaften und Umfeld für die Mitglieder der Weißen Rose waren. Ihr Buch erzählt eine neue Geschichte der Gruppe und zeigt, wie viel die Botschaft der Widerstandsgruppe uns noch heute, 75 Jahre nach ihrem traurigen Ende, zu sagen hat." -- From publisher's website.

von Jürgen Serke

Dieses Buch ist eine Jubiläumsausgabe, aktualisiert und erweitert, versehen mit einer CD, auf der Angela Winkler, Christian Quadflieg und Otto Sander Texte der "verbrannten Dichter" lesen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, blieb die Wiederentdeckung der von den Nazis 1933 verbotenen Dichter nach 1945 aus - die Bücherverbrennung wirkte nachhaltig weiter. Jürgen Serke ging den Spuren verfolgter, vergessener und verdrängter Autoren und Autorinnen nach. Entstanden ist eine eindrucksvolle Dokumentation einer zweimal totgeschwiegenen Dichtergeneration, die zu einem unverzichtbaren Werk geworden ist. In der Verknüpfung der Lebenswege von rund 30 Autorinnen und Autoren mit persönlichen Zeugnissen, Texten, dokumentarischem Bildmaterial bleiben diese Literatur und deren Dichter lebendig. Das Buch wurde vor 25 Jahren erstmals veröffentlicht. Seither war es ununterbrochen lieferbar. Jetzt erscheint der Band in einer Jubiläumsausgabe mit einem Vorwort von Prof. Jakob Hessing, einem aktualisierten Nachwort von Jürgen Serke und einer ergänzten Bibliographie. Weiteres Novum: Dem Buch liegt erstmals eine CD mit Texten "verbrannter und verbannter Dichter" bei. Es lesen Otto Sander, Christian Quadflieg und Maria Winkler aus den WErken von Carl Einstein, Max Herrmann Neiße, Albert Ehrenstein, Ernst Toller, Yvan Goll, Jakob Haringer und Else Lasker-Schüler.

von Bastian Hein

Eingeführte Reihe. Dem Autor Bastian Hein, der sich 2012 über die Geschichte der SS habilitierte und somit einer der profundesten Kenner dieses dunkelsten Themas der jüngeren deutschen Geschichte ist, gelang ein sehr gut lesbares, verständliches Werk, welches die ohnehin sehr gute Beck-"Wissen"-Reihe um ein Buch zu einem schwierigen Themengebiet bereichert. Trotz der gegebenen Kürze werden alle relevanten Aspekte der Entwicklung der SS von ihren Anfängen zu Beginn der 1920er-Jahre bis zum Ende 1945 gründlich und vor allem auf dem aktuellsten Stand der Forschung dargestellt. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass es dem Autor im letzten Kapitel gelingt, aufzuzeigen, wie sehr die SS und damit ihre Verbrechen bis in unsere jüngste Vergangenheit für viele Zeitgenossen als Alibi für das Böse jener Zeit galt, umso von eigenem Versagen, Fehlverhalten und Schuld ablenken zu können. Das Buch ist vorbehaltlos jeder Bibliothek, auch Schulbibliotheken, zur Anschaffung zu empfehlen. (1 S) (Falko Krause)