Die Gespenster von Demmin
von Verena Keßler
Wie sehr bestimmt die Geschichte unsere Gegenwart? Verena Keßlers Debüt über die Haltlosigkeit des Erwachsenwerdens „brummt nur so vor Lebendigkeit. Traurig, witzig, abgründig – Bombe!“ Stefanie de Velasco Larry lebt in einer Stadt mit besonderer Geschichte – Ende des Zweiten Weltkriegs fand in Demmin der größte Massensuizid der deutschen Geschichte statt. Für Larry ist ihre Heimatstadt aber vor allem eins: langweilig. Sie will so schnell wie möglich raus in die Welt und Kriegsreporterin werden. Während Larry mit den Unzumutbarkeiten des Erwachsenwerdens kämpft, steht einer alten Frau der Umzug ins Seniorenheim bevor. Beim Aussortieren ihres Hausstands erinnert sie sich an das Kriegsende in Demmin und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Mit Leichtigkeit und Witz erzählt Verena Keßler von Trauer und Einsamkeit, von Freundschaft und der ersten Liebe. Ein Roman über die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und die Möglichkeit, sie zu überwinden.
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Die Gespenster von Demmin
von Verena Keßler
Wie sehr bestimmt die Geschichte unsere Gegenwart? Verena Keßlers Debüt über die Haltlosigkeit des Erwachsenwerdens „brummt nur so vor Lebendigkeit. Traurig, witzig, abgründig – Bombe!“ Stefanie de Velasco Larry lebt in einer Stadt mit besonderer Geschichte – Ende des Zweiten Weltkriegs fand in Demmin der größte Massensuizid der deutschen Geschichte statt. Für Larry ist ihre Heimatstadt aber vor allem eins: langweilig. Sie will so schnell wie möglich raus in die Welt und Kriegsreporterin werden. Während Larry mit den Unzumutbarkeiten des Erwachsenwerdens kämpft, steht einer alten Frau der Umzug ins Seniorenheim bevor. Beim Aussortieren ihres Hausstands erinnert sie sich an das Kriegsende in Demmin und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Mit Leichtigkeit und Witz erzählt Verena Keßler von Trauer und Einsamkeit, von Freundschaft und der ersten Liebe. Ein Roman über die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und die Möglichkeit, sie zu überwinden.
Aktuelle Rezensionen(4)
tief berührend und von der ersten Seite an in den Bann gezogen
Generationsübergreifende Todesaufarbeitung - sehr berührend, nicht einfach zu lesen, wenn man selbst Erfahrungen mit dem Tod gemacht hat.
Demmin. Larissa, kurz genannt Larry, eine pubertierende Teenagerin wohnt mit ihrer Mutter zusammen. Larry will Kriegsreporterin werden & schnell weg aus dem Ort. Die Nachbarin Frau Dohlberg bereitet sich auf dem Umzug ins Altersheim vor. Dabei kommen Erinnerungen hoch. Larry lernt eines Tages Timo kennen. Was verbindet die 3 Menschen? ***** „Die Gespenster von Demmin“ von Verena Kessler ist ihr Debütroman. Es war 1 von 3 Büchern für den Buchclub. Demmin, eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern, ertrug sich im Frühjahr 1945 ein Massensuizid, wo sich tausende Menschen umbrachten. Die Angst vorm Einmarsch der Roten Armee hatten. Ich selbst habe vorher noch nie etwas von dem Suizid gelesen & war deshalb umso erschrocken, dass es sich um die Wahrheit handelt. Durch die Erinnerungen von Frau Dohlberg, der Nachbarin, erleben Leser*Innen die dunkle Seite von Demmin. Im Buch begleiten die Leser*In Larry. Wir bestreiten mit ihr den typischen Alltag. Ob der neue Freund der Mutter zu Hause einzieht, sie einen Rettungsversuch eines Schwans unternimmt & im Eis einbricht oder abhaut um mit ihrem Vater im LKW durch die Gegend fährt & selbst Suizid begehen will. Im Mittelpunkt schwingt die Entscheidung Kriegsreporterin zu werden. Sie trifft immer wieder Menschen die ihre Erfahrungen aus dem Krieg hautnah erzählen. Warum will sie Reporterin werden? Weil Demmin ein geschichtsträchtiger Ort ist? Kessler` Roman ist ein tolles Buch, gepaart mit Historie & einer Coming of Age Story. Es geht um Leben & Tod. Träume & Ziele. Zukunft & Liebe. Der Roman zeigt wie wichtig die Aufarbeitung der eigenen Geschichte & die Konfrontation mit Gefühlen in den unterschiedlichen Lebenssituationen ist. Es ist keinesfalls ein kitschiger Teenagerroman, er hat seinen Ernst & ebenso Humor. Danke für die Empfehlung.
Wow – „Die Gespenster von Demmin“ hat mich echt umgehauen. So eindrücklich, wie Verena Keßler Vergangenheit, Verlust und Erinnerung miteinander verwebt! Im Vergleich zu „Eva“ und „Gym“ wirkt dieser Roman noch intensiver und emotionaler. Still, klug und voller Gefühl – mein bisheriges Lieblingsbuch von ihr.