Empfehlungen basierend auf "Die Geschichte der Israelis und Palästinenser"
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von Angela Merkel
»Nach 90 Minuten mit Angela Merkel war ich total ausgepowert. Sie redete weiter über den Krieg und die Welt und schien immer munterer zu werden. Ich ahne, wie sich Alexis Tsipras nachts um vier in Brüssel fühlte.«
von Byung-Chul Han
Der international als »neuer Star der deutschen Philosophie« gehandelte Byung-Chul Han legt nach seinem Bestseller »Psychopolitik« sein neues Buch über Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute vor:Die Zeit, in der es den Anderen gab, ist vorbei. Der Andere als Freund, der Andere als Hölle, der Andere als Geheimnis, der Andere als Verführung, der Andere als Eros verschwindet. Er weicht dem Gleichen. Die Wucherung des Gleichen macht heute die pathologischen Veränderungen aus, die den Sozialkörper befallen. Sie gibt sich dabei als Wachstum. Nicht Entfremdung, Entzug, Verbot, Verdrängung, sondern Überkommunikation, Überinformation, Überproduktion und Überkonsumtion machen ihn krank. Nicht Repression durch den Anderen, sondern Depression durch das Gleiche ist das Zeitzeichen von heute. Byung-Chul Hans neuer Essay spürt der Gewalt des Gleichen in den Phänomenen wie Angst, Globalisierung und Terrorismus nach, die die heutige Gesellschaft kennzeichnen.
von Victor Klemperer
Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor andern, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag.LTI – Lingua Tertii Imperii: Victor Klemperers klische Aufzeichnungen zur Sprache des Nationalsozialismus dokumentieren die Selbstbehauptung eines Intellektuellen in hoffnungsloser Zeit. Und sie zeigen Möglichkeiten einer kritischen Gegenwehr.Heinrich Detering hat die wichtigsten sprachkritischen Abschnitte ausgewählt. In einem Nachwort stellt er die Bedeutung dieser ysen auch für unsere Gegenwart heraus.
von Henning Lobin
Deutsch ins Grundgesetz? Verbot für Fremdwörter? Gendern oder nicht? Deutsch in der EU?Sprachpolitik hat sich in den letzten Jahren als ein lohnendes Politikfeld etabliert. Von den Sprachschlachten im 17. Jahrhundert bis zu aktuellen sprachpolitischen Verschwörungstheorien - dieses Buch analysiert die Auseinandersetzungen zum Thema Sprache und Politik. Es zeigt, welchen hohen Stellenwert das Thema Sprache im Programm der AfD einnimmt. Was steckt dahinter? Und was kann der Vereinnahmung der Sprache für politische Zwecke entgegengesetzt werden?
von Christian Geulen
Seit wann gibt es Rassismus? Warum ist er entstanden? Wann und wie hat er sich verändert? Und welche Formen des Rassismus sind bis heute aktuell geblieben? Christian Geulen geht diesen Fragen nach und schildert die Geschichte kollektiver Ausgrenzung von der Antike bis heute. Im Zentrum steht die Entwicklung seit dem 15. Jahrhundert, als der Rassismus im Gefolge des europäischen Kolonialismus und der Herausbildung von Nationalismus, Imperialismus und Totalitarismus zu einer vielfältig wirksamen Ideologie wurde, die nachhaltig das politische Denken der Moderne beeinflusste.
von David Edmonds
AUFSTIEG UND FALL DES WIENER KREISES Moritz Schlick, Otto Neurath, Kurt Gödel, Rudolf Carnap und in seinem Umfeld auch Ludwig Wittgenstein sowie der junge Karl Popper gehörten zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Wiener Kreises, der für das Denken des 20. Jahrhunderts höchst einflussreich werden sollte. David Edmonds’ Buch stellt die geistige Welt des Kreises vor und verknüpft die Geschichte seiner Mitglieder mit einem Porträt der Stadt Wien im Schatten des um sich greifenden Faschismus und Antisemitismus. Auch der Kreis, der eine Zeit lang die attraktivste philosophische Bewegung Europas gewesen war, wird diesen feindseligen Tendenzen zum Opfer fallen. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs hat er aufgehört zu existieren, und die meisten seiner Mitglieder sind im Exil oder auf der Flucht. Am 22. Juni 1936 wurde Moritz Schlick auf dem Weg zu seiner Vorlesung an der Universität Wien erschossen. Der Attentäter war ein geistig verwirrter Student, der den Philosophen bezichtigte, «jüdische» Theorien zu verbreiten. David Edmonds schildert die Geschichte des Wiener Kreises, dessen Oberhaupt Schlick gewesen war, und stellt sie in den Kontext seiner Zeit. Eine Gruppe brillanter und exzentrischer Denker, die die Metaphysik und alle Pseudowissenschaften mit streng logischen Argumenten aus der Welt schaffen will, lebt in einer Stadt, deren pulsierendes kulturelles Leben immer stärker verdunkelt wird von Faschismus, Antisemitismus und blindem Hass. Der Wiener Kreis: Eine Gruppe brillanter und exzentrischer Denker will aller Metaphysik ein Ende bereiten Die Protagonisten: Moritz Schlick, Otto Neurath, Kurt Gödel, Rudolf Carnap, Ludwig Wittgenstein und Karl Popper Eine gelungene Mischung aus Philosophie und Storytelling Für alle Leser:innen von Sarah Bakewell und Wolfram Eilenberger
von undefined Dudenredaktion
Immer wieder werden Stimmen laut, auf den Schulhöfen unseres Landes solle nur Deutsch gesprochen werden. Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit wird häufig als Hindernis und Problem auf dem Weg zu guten Deutschkenntnissen wahrgenommen. Die neue Duden-Streitschrift - kurz und pointiert: auf 64 Seiten ein klares Plädoyer dafür, die sprachliche Vielfalt zu nutzen und Herkunftssprachen als gesellschaftlichen Mehrwert zu begreifen.
von Ronen Steinke
Antisemitismus durchzieht viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, offen oder versteckt tritt er uns entgegen. Es sind Beleidigungen und Drohungen, die ausgestossen werden. Aber es gibt auch subtilere Äusserungen. Und welche Rolle spielen Wörter aus dem Jiddischen wie "Mischpoke" oder "mauscheln", die Bestandteil unserer Alltagssprache sind? (Verlagswerbung) ID: ein lesenswerter Band, der zum Nachdenken anregt. Für Lehrende und Lernende an Schulen und Universitäten empfohlen. (2 S)
von Susan Arndt
Der Fragenkatalog zum Rassismus umfasst die historisch-philosophischen Hintergründe wie auch alltagsnahe und aktuelle Fragestellungen. Spezielle Arbeitsgebiete der Anglistin sind Kritische Weissseinsforschung und Rassismus (vgl. als Herausgeberin: "Wie Rassismus aus Wörtern spricht", Unrast, 2011, hier nicht angezeigt). Der Vorteil dieses als Fragenkatalog konzipierten Buches gegenüber zusammenhängenden Darstellungen wie C. Geulen: "Geschichte des Rassismus" (BA 11/07) liegt in seiner leichten Zugänglichkeit. Alle 101 Fragen zum Thema sind - Neugier weckend formuliert - im Inhaltsverzeichnis aufgelistet. (z.B. "Welche Haut ist eigentlich 'hautfarben'?", "War Freitag gern Robinsons Sklave?" oder "Wo leben Kannibalen?"). Dies lädt ein zum gezielten und selektiven Lesen, obwohl der Text auch logisch fortlaufend aufgebaut und zu lesen ist. Die Konzeption des Buches mit seinen interessanten historisch-philosophischen bis hin zu alltagsnahen und aktuellen Fragestellungen und knappen (1-2 Seiten) Antworten hat immer den Bezug zum gegenwärtig vorhandenen Rassismus vor Augen. - Neben dem Erfahrungsbericht von N. Sow: "Deutschland schwarz-weiss" (BA 5/08) ein auch für Sekundarstufe II nutzbarer, anspruchsvoll formulierter kritischer Beitrag. (2 S)
von Gabriele Krone-Schmalz
Deutschland ist im Kampfmodus. Andersdenkende werden verunglimpft, und statt aufeinander zuzugehen, breitet sich in der Öffentlichkeit ein aggressives Klima der Intoleranz aus. Gabriele Krone-Schmalz versucht Brücken zu schlagen und zeigt, wo die Fallen lauern, die aus pluralistischen Debatten polarisierende Spaltpilze werden lassen. Ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Streitkultur, das zum Nachdenken anregt, ob es nicht auch anders ruhiger, gelassener, selbstkritischer, respektvoller. Respekt voll streiten, das wär’s doch!Die Welt steht vor großen Herausforderungen. Stoff genug für erregte Debatten. Doch wie wollen wir sie führen? Respektvoll? Konstruktiv? Hart in der Sache, aber versöhnlich im Ton? Besser wäre es, gerade auch für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Stabilität unserer Demokratie. Stattdessen herrscht viel zu oft das «Entweder-oder» und nicht das «Sowohl-als-auch». Es wird überspitzt, es wird Panik geschürt, es wird die Würde des Andersdenkenden verletzt, und jeder kann zwar alles sagen, muss sich aber im Anschluss von denen beschimpfen und bedrohen lassen, die nicht seiner Meinung sind. Wie wäre es, nach Gemeinsamkeiten zu suchen statt aufeinander rumzuhacken, Kompromisse zu würdigen statt auf Maximalforderungen zu beharren und sich einen Blick dafür zu bewahren, wieviel auch gut läuft in Deutschland? Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins, das wusste schon Marie von Ebner-Eschenbach. Und wer wäre nicht gern selbstbewusst?