Empfehlungen basierend auf "Die Farbe von Wasser. Erinnerungen"

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von Luna Ali

[...] zeigt hier ihr erzählerisches Können vielstimmig und subtil […] ein[en] Roman [...], der über sich selbst und über die syrische Revolution und deren Tragödie hinausweist.

von Sue Monk Kidd

Die Autorin erzählt die christliche Überlieferung vom Leben Jesu mit feministischem Anspruch. Nämlich stellt sie diesem eine Ehefrau zur Seite: Ana. Ana ist ein jüdisches Mädchen aus reichem Haus, das gegen seinen Willen mit einem Witwer verheiratet werden soll. Ana hat lesen und schreiben gelernt, beherrscht vier Sprachen. Sie ist sich der Unterdrückung der Frauen in der jüdischen Tradition bewusst, schreibt deren Geschichten auf. Ihr Vater dient Herodes. Ana hat sich in Jesus verliebt. Als der Witwer überraschend stirbt, kann sie Jesus' Frau werden. Unterstützt wird Ana in allem von ihrer Tante Yaltha. Ana warnt Herodes' Frau vor dessen Scheidungsplänen, wird verfolgt, flieht mit Yaltha erst zu deren Bruder, später zu den Therapeutae. Als Ana von dem Verrat ihres Bruders an Jesus erfährt, kehrt sie zurück und erlebt die Kreuzigung. Wenn auch die christliche Überlieferung relativ naiv behandelt wird, so stellt die Autorin existenziell bedrückenden Situationen einfühlsam und eindrücklich dar.

von Gail Honeyman

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.

von Sejal Badani

Manchmal beginnt der Weg zu den eigenen Wurzeln mit einer weiten Reise.Das Leben ist nicht immer einfach. Das musste die New Yorker Journalistin Jaya auf schmerzhafte Weise erfahren. Um sich nach der Trennung von ihrem Mann endlich wiederzufinden, will sie die eigenen Wurzeln kennenlernen, über die ihre Mutter eisern schweigt.In Indien, dem Land ihrer Vorfahren, angekommen, ist Jaya berauscht von den Farben, Gerüchen und Bildern, die ihr so fremd sind wie ihre Familiengeschichte. Von Ravi, dem engsten Vertrauten ihrer verstorbenen Großmutter, erfährt sie, dass diese eine ebenso geheime wie tragische Liebe lebte. Ist das vielleicht der Schlüssel zu dem, was sie bedrückt, und der Weg zu einem ganz neuen Anfang?

von Sanora Babb

Die wahren Früchte des Zorns Julia und Milt betreiben mit ihren Töchtern eine Farm im unwirtlichen Westen Oklahomas. Als das Überleben dort nach mehrjähriger Dürre und verheerenden Staubstürmen immer schwieriger wird, versuchen die beiden wie so viele in den 1930er Jahren, sich als Wanderarbeiter in Kalifornien durchzuschlagen. Sanora Babb erzählt eine einfühlsame Geschichte von Armut und Ausbeutung, aber auch von Freundschaft und Solidarität. Seinerzeit durch den übermächtigen Erfolg von John Steinbecks Früchten des Zorns am Erscheinen gehindert, erhält ihr Werk erst heute die verdiente Anerkennung. »Babbs Roman ist ein revolutionäres Buch für jene, die keine Revolution bekommen sollten.« Anne Boyer, Frieze »Diese Bücher zeigen, wie relevant Babbs Themen – Ökologie, Feminismus, Migration und Rassismus – noch heute sind.« New York Review of Books

von Adeline Dieudonné

Die namenlose Ich-Erzählerin ist zehn Jahre alt, ihr Bruder Gilles sechs. Über fünf Sommer verfolgt der atemlos gebannte Leser ihren Überlebenskampf in einer grauen Siedlung in den 1990er-Jahren, einem Haus voller Gewalt mit einer durchsichtigen Amöbe als Mutter und einer Hyäne als Vater, der sich mit Whiskey allzu oft in einen Blutrausch säuft. Mittendrin passiert ein Unfall, für den sich das Mädchen die Schuld gibt und an dem sein kleiner Bruder zu zerbrechen droht. Um es ungeschehen zu machen und ihn zu schützen, widmet es seine ganze Kraft den Naturwissenschaften, in der trügerischen Hoffnung, mit einer Zeitreise alles wieder gut zu machen, um das wirkliche Leben und nicht nur eine falsche Skizze zu leben. - Mit einer Sprachgewalt im doppelten Sinne und einer ausserordentlichen Intensität fesselt die Geschichte ab dem 1. Satz. Dieudonné (Jahrgang 1982) erzählt diesen Coming-of-Age-Roman so, dass er einen wie ein Fieber packt und erst wieder loslässt, wenn es zu Ende ist. In Frankreich bereits mehrfach ausgezeichnet, wird er sicherlich auch in Deutschland von sich reden machen. Unbedingt kaufen!

von Lydia Schwarz

Endlich in Frieden leben und die Freiheit auskosten – das ist Annas einziger Wunsch, als ihre Flucht aus der Diktatur Mitteleuropas gelingt und sie auf afrikanischem Boden mit ihren Eltern wieder glücklich vereint ist. Doch der Kontakt zu ihrem besten Freund Felix ist abgebrochen. Und ihre erste große Liebe Adonis wird immer noch gefangen gehalten von dem rückständigen Regime, auf dessen Todesliste er steht. Der Verlust ist groß. Zu groß? Wie schon beim erfolgreichen ersten Band der «Kreuzträgerin»: Das Buch liest sich wie ein Actionfilm mit feinem geistlichen Durchsatz. Nicht nur die Lesetemperatur steigt – Anna geht diesmal ins ferne Afrika.

von Audrey Magee

»Dieser Roman ist besser als gut. Sein wunderschön umgesetztes Lamento einer verlorenen Sprache und kultureller Nachhaltigkeit ist von universeller Relevanz.« Canberra Times»Mein Lieblingsbuch des Jahres.« Nicole Seifert Ein Londoner Künstler und ein französischer Linguist landen im Sommer 1979 auf einer abgelegenen irischen Insel. Der Künstler ist angereist, um die zerklüfteten Klippen im Atlantik zu malen, der Linguist, um den Niedergang der irischen Sprache zu verfolgen. Jeder der Männer will die unberührte Insel und seine Bewohner für sich alleine haben: Der eine, um sie in Ruhe zu malen und endlich ein besonderes Kunstwerk zu schaffen, der Andere, um eine Sprache zu retten, die gar nicht die seine ist. Die Spannung zwischen den beiden zieht im Laufe des Sommers Kreise über die gesamte Insel.Vor dem Hintergrund Nordirlandkonflikts, erzählt der Roman vom harten Leben der Inselbewohner und von ihren Träumen – die sie über die harschen Grenzen ihrer abgeschiedenen Realität hinausführen.

von Ella Zeiss

Kindle-Storyteller-Gewinnerin Ella Zeiss erzählt anrührend und mitreißend die Geschichte eines jungen Mannes in der Ukraine vor dem Zweiten Weltkrieg.»›Danke.‹ Er drückte ihre Hand. ›Ich werde deine Hilfe nie vergessen.‹ Er würde sie nie vergessen.«Ukraine 1930: Fassungslos muss der elfjährige Noah zusehen, wie sein Vater als Volksverräter verleumdet und verurteilt wird. Die Familie verliert alles, was sie je besaß. Von nun an versucht Noah alles, um seine Mutter und seine Geschwister vor dem Verhungern zu bewahren. Als er auf einem seiner Streifzüge Jakobine kennenlernt, wird sie sein Lichtblick in der harten Zeit. Auch wenn die Not groß ist, gibt er nie auf.Zehn Jahre später hat Noah sich endlich eine sichere Zukunft erarbeitet und den Mut gefunden, um Jakobines Hand anzuhalten, da zwingt ihn das Schicksal erneut auf einen anderen Weg …

von Barbara Demick

"Die Mischung aus intensiver Recherchearbeit und persönlicher Nähe bringt dieses erschütternde und diffizile Thema näher, macht betroffen und hinterlässt zumindest Bedauern, wenn nicht sogar Entsetzen."