Mit Anklängen an Franz Kafka und Han Kang destilliert Hiroko Oyamada das tiefe Unbehagen einer Welt, in der die Unternehmen kaum wahrnehmbar immer mehr die Kontrolle über unser Leben ausüben.Die Fabrik ist ein schier unüberschaubar großes Industriegelände in einer namenlosen japanischen Stadt. Die Angestellten widmen sich den ihnen zugewiesenen Aufgaben, den höheren Zweck kennen sie nicht. Drei junge Menschen finden hier Arbeit: eine Frau, die einen Papierschredder bedient, ein Mann, der nicht näher spezifizierte Dokumente Korrektur liest, ein dritter, der das Moos studiert, das auf dem weitläufigen Gelände wächst.Während sie gewissenhaft ihrer Arbeit nachgehen, nehmen die Tage eine seltsame Logik und Dynamik an. Die Fabrik scheint sich immer mehr auszudehnen, die Ränder der Realität nach und nach aufzulösen. Wo endet die Fabrik, wo beginnt der Rest der Welt? Was ist mit den seltsamen Tieren hier los? Irgendwann stellt sich für alle drei die grundlegendste aller Fragen: Was mache ich hier eigentlich? 
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Die Fabrik
von Hiroko Oyamada, Nora Bierich
Mit Anklängen an Franz Kafka und Han Kang destilliert Hiroko Oyamada das tiefe Unbehagen einer Welt, in der die Unternehmen kaum wahrnehmbar immer mehr die Kontrolle über unser Leben ausüben.Die Fabrik ist ein schier unüberschaubar großes Industriegelände in einer namenlosen japanischen Stadt. Die Angestellten widmen sich den ihnen zugewiesenen Aufgaben, den höheren Zweck kennen sie nicht. Drei junge Menschen finden hier Arbeit: eine Frau, die einen Papierschredder bedient, ein Mann, der nicht näher spezifizierte Dokumente Korrektur liest, ein dritter, der das Moos studiert, das auf dem weitläufigen Gelände wächst.Während sie gewissenhaft ihrer Arbeit nachgehen, nehmen die Tage eine seltsame Logik und Dynamik an. Die Fabrik scheint sich immer mehr auszudehnen, die Ränder der Realität nach und nach aufzulösen. Wo endet die Fabrik, wo beginnt der Rest der Welt? Was ist mit den seltsamen Tieren hier los? Irgendwann stellt sich für alle drei die grundlegendste aller Fragen: Was mache ich hier eigentlich? 
Aktuelle Rezensionen(6)
Oyamada und ich sind wohl leider einfach nicht so kompatibel
Parabel auf den Stumpfsinn des Kapitalismus. Etwas Sprunghaft, aber ok zum Lesen.
Am Anfang war ich mir total unsicher bezüglich „der Fabrik“ aber das Buch regt echt gut zum Nachdenken an, liest sich gut!
Drei Menschen, drei Rädchen im Getriebe der „Fabrik“, drei ziellos Getriebene. Keine/r der Drei, weiß warum sie/er tut, was sie/er tut in der Fabrik. Die scheinbar willkürlichen Sprünge zwischen teils unbestimmten Zeitebenen verstärken ein Gefühl der Verlorenheit, die allen dreien anhaftet. Auch empfand ich die Erzählung als spannenden Blick auf die japanische Gesellschaft. „Die Fabrik“ ist ein verwirrendes, düsteres und bedrückendes Stück Kapitalismuskritik. Am Ende blieb mir hier jedoch zu viel rätselhaft und andeutungsweise. Ich verstehe die Intension und fand große Teile sehr spannend und gut erzählt. Die grundsätzliche Idee hinter der finalen Wendung, habe ich nicht kommen sehen, fand sie aber großartig. Nur kam sie mir zu kurzatmig daher, aber vielleicht weckten die Vergleiche mit Franz Kafka und Han Kang auch einfach zu große Erwartungen. Schlussendlich stand ich vor einem abrupten Ende, dass mich unzufrieden zurück ließ. Andererseits habe ich die Seiten die 160 Seiten an einem Nachmittag verschlungen. Deshalb kann ich mich nicht so recht entschließen, ob das unbefriedigende Ende nun schwerer wiegt, als das gebannte Lesen bis dahin. Ein bemerkenswertes Debüt ist es allemal. Ich werde mir ihren zweiten Roman „Das Loch" mal anschauen.
so absurd and honestly a little depressing >.<