3.8

Die Enthusiasten

von Markus Orths

Format:Hardcover
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Ein erzählerisches Feuerwerk über eine ziemlich besondere Familie, bei der Bücherplateaus von der Decke hängen und in der Geschichten zum Leben erweckt werden. Und über drei Geschwister, die eine innige Liebe verbindet und ein großer Verlust. Was haben ein besessener Laurence-Sterne-Fan auf der abenteuerlichen Jagd nach dem angeblichen zehnten Band von Tristram Shandy, eine Teilchenforscherin, die abgeschirmt von kilometerdicken Felswänden über Jahre versucht, Dunkle-Materie-Teilchen zu erlauschen, ein Kino-Enthusiast, der abgefahrene Experimentalfilme ausheckt, eine nordenglische Kleinstadt und ein sensationeller Fund gemeinsam?Sie kommen in Die Enthusiasten vor, dem wahrscheinlich turbulentesten und gewagtesten Roman seit Langem, der auf halsbrecherische Weise die Grenzen dessen auslotet, was Erzählen kann und was menschengemachte Kunst ist. Auch dabei: eine rätselhafte Thailänderin, eine unendlich liebenswerte, lesebesessene und eigensinnige Mutter, die spurlos verschwindet, und ein Vater, der ausschließlich auf nie dagewesene Fragen antwortet.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
368 SeitenHardcover
Erschienen an: February 12, 2026

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.8(6 ratings)
KatharinaRezension von Katharina

„Die Enthusiasten“ ist ein wilder, kluger und wunderbar skurriler Roman über Bücherliebe, Sprache und die große Frage, was Kunst eigentlich kann. Markus Orths erzählt mit viel Witz, Fantasie und sprachlicher Brillanz von einer außergewöhnlichen Familie, in der Leidenschaft fast schon eine Lebenseinstellung ist. Mich hat besonders begeistert, wie das Buch zwischen Humor, Tiefgang und Verrücktheit balanciert. Es ist kein Roman zum schnellen Durchlesen, sondern einer, in den man sich bewusst hineinfallen lassen muss — dafür wird man mit originellen Ideen, starken Figuren und einer schrägen Geschichte belohnt, die lange nachklingt.

DarleneRezension von Darlene

Das Buch erzählt vom Schicksal einer Familie, von der andauernden Suche nach etwas Unbestimmtem und vom unermüdlichen Weitermachen. Es weckt die Liebe zur deutschen Sprache und zeigt, warum sie als Sprache der Dichter und Denker gilt – mit Einfallsreichtum, erzählerischer Parallelität und feinem Humor. Wir begleiten einen Literaturwissenschaftler auf seiner Jagd nach einem Buch, das möglicherweise nie existiert hat. Dabei erfahren wir mehr über seine von Büchern und Worten geprägte Kindheit, über seine zwei Geschwister – eine Teilchenforscherin und einen Filmemacher –, über seinen Vater mit dessen Abneigung gegen Wiederholungen sowie über seine verschwundene Mutter, deren Schicksal die Gedanken der Familie immer wieder bestimmt. Die Enthusiasten hat mich sehr überrascht, und ich kann kaum in Worte fassen, was ich beim Lesen empfunden habe. In vielem habe ich mich selbst wiedererkannt, habe mich in die Figuren hineinversetzt, mit ihnen gelitten, gelacht und mitgefiebert, als wäre ich selbst Teil dieser Familie gewesen. Dieses Buch hat mich in eine Welt entführt, die ich nur schwer wieder verlassen wollte.

Bücher.Liebe2025Rezension von Bücher.Liebe2025

Thema: gut - Umsetzung: mangelhaft Das Buch ist ein Hardcover mit Lesebändchen und Schutzumschlag. Das Cover farbgewaltig und wirkt, passend zum Titel, wie mit viel Enthusiasmus gemalt. Die Geschichte von drei Geschwistern und ihren Leidenschaften, die unterschiedlicher nicht sein können, erzählt aus der Sicht des jüngsten Sohnes. Der Klappentext verspricht ein erzählerisches Feuerwerk, für mich war es alles, aber kein Highlight. Das Kernthema ist gut, aber die Umsetzung war für mich schwer zu ertragen. Die Geschichte beginnt unaufgeregt mit der Fahrt zum jährlichen Geburtstag eines (toten) Schriftstellers, in ein kleines englisches Dorf. Soweit so gut. Schnell wird mir jedoch das ständige Abschweifen in irgendwelche unverständlichen Fantasien zu viel. Es langweilt mich irgendwann, muss mich immer wieder motivieren, weiter zu lesen. Dann kommen wieder ein paar Seiten interessante Momente, bis es für mich zum absolut schwachsinnigsten Plot Twist im ganzen Buch kommt. Spätestens da hat mich der Autor komplett verloren. Es ärgert mich, weil das Thema eigentlich gut ist, aber diese unnötigen Slapstick-Momente und an den Haaren herbeigezogen Plot Twists, hinterlassen bei mir, beim zuklappen des Buches leider nur ein “Halleluja, das Elend hat ein Ende!”

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