Die Eleganz des Igels
von Muriel Barbery
Immer wieder berührende Geschichte der Autorin Muriel Barbery über den Versuch des japanischen Geschäftsmannes Kakuro Ozu, seine Nachbarinnen, die Hausmeisterin Reneé Michel und das kluge Mädchen Paloma, aus ih- ren inneren Verstecken zu holen.
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Die Eleganz des Igels
von Muriel Barbery
Immer wieder berührende Geschichte der Autorin Muriel Barbery über den Versuch des japanischen Geschäftsmannes Kakuro Ozu, seine Nachbarinnen, die Hausmeisterin Reneé Michel und das kluge Mädchen Paloma, aus ih- ren inneren Verstecken zu holen.
Aktuelle Rezensionen(3)
Die Botschaft welche das Buch vermittelt ist wertvoll und gut. Und sie wird im Buch auch mit einem passenden, nicht verherrlichten Ende transportiert. Trotzdem war es nicht meine Geschichte. Ich konnte und wollte nicht den Monologen und Dialogen folgen und ich konnte auch keinen Bezug zu den Protagonisten aufbauen. Mir persönlich hat dieses Buch leider nichts geschenkt.
Ich weiß nicht. Mir war das etwas zu Möchtegernintellektuell. Lest lieber „Anna Karenina“ . Dieses Buch wird an mehreren Stellen zitiert und so manche Katze im Buch wird nach den Protagonisten des bekannten Romans von Tolstoi benannt.
Warum dieser Roman bei mir Zuhause gelandet ist, aus welchen Beweggründen ich ihn besorgt habe, das weiß ich nicht mehr. Es ist schon sehr lange her. Ich bin mit dem Buch umgezogen und habe es bisher nie geschafft, es in die Hand zu nehmen und zu lesen. Ein Fehler, wie sich nun herausstellt. Aber: besser spät als nie. Es ist ja auch nichts verloren. Im Gegenteil. Nun habe ich den Roman gelesen und viel dazu gewonnen. Feinfühlig erzählt der Roman 'Die Eleganz des Igels' von Muriel Barbery die Geschichte zweier Frauen: die Geschichte der Concierge Renée und der zwölf Jahre alten Paloma. Renée und Paloma wohnen im selben Haus. Mit dem Unterschied, dass Renée in diesem Haus nicht nur lebt, sondern auch als Concierge arbeitet und Paloma als Tochter reicher Eltern in diesem Haus wohnt. Doch der Anscheint, den man im ersten Moment haben könnte: eine einfache Concierge und eine verwöhnte, reiche Tochter, der trügt. Denn beide Charaktere sind eben viel mehr. Sie sind anders. Renée ist eine gebildete, intelligente und belesene Frau, die weiß, dass dies keiner in ihr erwartet und sieht. Daher versteckt sie ihrer wahres Wesen und ihre Neigung so gut sie kann, um nicht aufzufallen. Paloma ist eine sehr nachdenklich, reflektierte Jugendliche, die so wenig gemein hat mit den anderen Mädchen und Jungen ihres Alters. Auch kann sie die Art ihrer Familie, die Oberflächlichkeit all derjenigen, die im Haus leben, nicht verstehen und tolerieren. Sie hat vor sich am Tage ihres Geburtstag umzubringen und die Wohnung in Brand zu setzen, um ein Zeichen zu setzen. Als ich das Buch anfing zu lesen, fiel es mir erst einmal ein wenig schwer, mich auf die Handlung einzulassen. Besonders ärgerte mich anfangs, dass der Perspektivwechsel für mich etwas wenig deutlich gekennzeichnet war (später fiel es mir dann total leicht, sobald ich merkte, dass es einen Unterschied in Überschrift und Schriftart gab). Die ersten vierzig Seiten konnten mich noch nicht so richtig begeistern und so unterbrach das Lesen sogar für zwei Tage mit einem anderen Buch in der Hand. Doch ich kehrte zu 'Die Eleganz des Igels' zurück und stellte schnell fest: mir gefiel immer mehr, was ich dort lesen konnte. Die Gedanken der beiden in Alter und Herkunft unterschiedlichen Frauen, die gar nicht so verschieden waren, wie man das vielleicht denken könnte. Und als ich dann einen bestimmten Zeitpunkt der Handlung erreichte, konnte ich den Roman nur noch schwer aus der Hand geben. Etwas, was ich seit Langem nicht mehr erlebt habe: ich zwang mich abends, das Buch zur Seite zu legen und blieb dann schlaflos und vor Spannung geladen liegen, so dass ich mir doch noch einige Seiten erlaubte. Ich finde das Buch spannend. Auch wenn es ruhig und feinfühlig ist, besitzt es genau die Art von Spannung, die besonders toll finde. Ich kann das sehr schwer in Worte fassen, darum lasse ich es an dieser Stelle sein. Einzig negativ, im Rückblick, erscheint mir der Anfang des Romans. Die ersten vierzig Seiten, die mir, wie beschrieben, noch nicht so richtig einen Halt in der Geschichte gaben. Aber diese trüben das Sichtfeld nicht, so dass ich voller Begeisterung für dieses Buch und auch besonders für die Lösung am Ende des Buches bin.