3.7

Die Bibliothek meines Großvaters

von Masateru Konishi, Peter Aichinger-Fankhauser

Format:eBook

Ein berührender Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten – spannend, charmant und voller Herz. Der große Bestseller aus Japan über einen Großvater und seine Enkelin, die plötzlich selbst zur Heldin einer gefährlichen Geschichte wird.  Kaede, eine junge Lehrerin aus Tokio, stößt eines Tages auf seltsame Zeitungsausschnitte, die in einem gebrauchten Buch stecken. Ein Rätsel! Sie muss sofort an ihren Großvater denken, der trotz seiner Demenzerkrankung über eine unglaubliche Kombinationsgabe verfügt. Außerdem weist er ein enormes Wissen auf, wenn es um die großen Klassiker der Kriminalliteratur geht. Gemeinsam lassen die beiden ihrer Fantasie freien Lauf und lösen so meisterhaft allerlei kleine und große Rätsel, auf die Kaede in ihrem Alltag stößt. Doch plötzlich nähert sich Kaede ein bedrohlicher Schatten, der die beiden auf eine harte Probe stellt. Kann ihre gemeinsame Liebe zur Literatur sie retten?

Mystery, Thriller, Horror & Crime
286 SeiteneBook
Erschienen an: August 14, 2025

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Aktuelle Rezensionen(4)

3.7(25 ratings)
JuliestRezension von Juliest

Neues Jahr, neues Glück, ich versuche es nochmal mit einem japanischen Autor. Mein Weihnachtswichtel hat mir japanischen Kirschblütenbuchschnitt unter den deutschen Tannenbaum gelegt. "So ein wunderhübsches Buch", denke ich und hoffe, dass ich auch von der Geschichte begeistert bin. Da ich mit dem überall begeistert besprochenen Roman "Butter" von Asako Yuzuki große Schwierigkeiten hatte, bin ich skeptisch, ob ich zu diesmal Zugang zu einem Buch aus Japan finde. Bücher bzw. Geschichten transportieren auch die Kultur und Denkweise der Autor:innen und ihrer Herkunft. Je weiter entfernt beides von der der Leserinnen ist, desto herausfordernder ist die Arbeit der Übersetzerinnen. Sie übersetzen nicht nur eine Geschichte, sondern auch die Erzählform, die Atmosphäre, die Redewendungen, etc. Ich gewinne auch diesmal den Eindruck, dass Japaner:innen ganz anders erzählen als westlich geprägte Autor:innen. Die Figuren reden aus meiner Sicht unverständlich ("Was will sie mir sagen, wenn sie sich so ausdrückt?) und ihre Gefühle und Verhaltensweisen sind für mich nicht nachvollziehbar; die verwendeten Gefühlswörter passen aus meiner Sicht nicht zu den geschilderten Situationen, Anspielungen verstehe ich nicht; auch der Humor erschließt sich mir nicht, zwischendurch wird das Buch extrem brutal, auch das kommt aus dem Nichts. Die Sprache ist hölzern. Ob das am Übersetzer liegt oder am japanischen Stil des Erzählens vermag ich nicht zu sagen. Ich bin einfach nur verwirrt.

lenalovesbooksRezension von lenalovesbooks

Normalerweise lese ich keine Krimigeschichten. Doch der interessante Klappentext konnte mich überzeugen. Denn es hat mich bereits berührt, dass die Protagonistin Kaede mit ihrem Großvater trotz seiner Demenzerkrankung Rätsel löst. Meine Erwartungen an das Buch wurden erfüllt! Zuerst einmal möchte ich unbedingt das wunderschöne Cover ansprechen. Jedes kleine Detail passt zu Japan und zu der Geschichte. Der bildliche Schreibstil hat mich auch direkt gefesselt. Jedes Detail eines Rätsels konnte ich mir anhand der Beschreibungen sehr gut vorstellen. Man kann sich aber auch die Skizzen herunterladen, damit man das beim Hören besser versteht. Kaede mochte ich sofort. Ihre emotionale und einfühlsame Art sobald es um ihren Großvater geht, hat mich sehr bewegt. Eine Demenzerkrankung ist niemals einfach, umso mehr hat es mich jedes Mal gefreut, wenn beide eine schöne Zeit zusammen haben. Die Krimigeschichten waren spannend und scharfsinnig. Ich habe gerne mitgerätselt und wurde öfters überrascht. Auch die Familiengeschichte ist emotional, wird aber etwas zu kurz behandelt. Ich hätte mir mehr über Kaedes Gefühlswelt gewünscht. Das Hörbuch wurde wunderbar von Charlotte Puder gelesen. Ich mochte ihre Stimme und habe immer direkt den Unterschied gehört, wenn jemand anderes als Kaede gesprochen hat. Besonders bei spannenden Situationen hat mir ihre Umsetzung gefallen. Fazit: Ein unterhaltsames Hörbuch über eine emotionale Familiengeschichte und rätselhafte Krimigeschichten.

minas.librariesRezension von minas.libraries

✨ REZENSION zu „Die Bibliothek meines Großvaters“, Originaltitel „Meitantei no mama de ite Vol. 1 („Bleib ein Detektiv, Großvater“) von Masatero Kunishi, übersetzt von Peter Aichinger-Fankhauser und erschienen im @kiwi_verlag ⚠️ Triggerwarnung: Das Buch thematisiert die seltene Lewy-Körper-Demenz mit Gedächtnisstörungen, Halluzinationen und Parkinson-ähnlichen Symptomen, erzählt aus Angehörigenperspektive. 📖 Inhalt (spoilerfrei): Kaedes Großvater leidet unter einer seltenen Form Demenz, doch er verfügt über eine erstaunliche Kombinationsgabe. Gemeinsam teilen sie eine große Leidenschaft für Kriminalliteratur und diskutieren über Klassiker des Genres, spinnen Theorien und wenden dieses Wissen auf kleine und große Rätsel an, die in Kades Alltag auftauchen. 🖋️ Erzählstil: Der Roman ist über die ersten zwei Drittel ruhig erzählt, manchmal repetitiv, wenn es um das Rätselraten durch den Großvater geht, aber sehr atmosphärisch. Wir erleben nahezu aus Kaedes Perspektive und erfahren nur fragmentarisch von ihrer Familiengeschichte. Außerdem gibt es Skizzen zum Mitraten. Das letzte Drittel bringt überraschend viel Spannung, wirkt tonal aber etwas unpassend und ein wenig konstruiert. 👥 Figuren: Der Großvater ist die eindringlichste Figur, er wirkt trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen scharfsinnig und herzlich. Die Darstellung der Demenz, die auf den eigenen Erfahrungen des Autors beruht, hat mich sehr berührt. Kaede wirkt im Vergleich etwas blasser, aber vor allem die Nebenfiguren bleiben insgesamt eher flach, sodass die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater das Herzstück bildet. 💡 Fazit: „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist ein leises, ungewöhnliches Debüt, das atmosphärisch stark, aber nicht immer ausgewogen ist. Inhaltlich schwankt der Roman zwischen stiller Beobachtung und unerwartet actionreichem Finale (nicht so harmonisch, aber unterhaltsam). Die Kriminalfälle erinnerten mich ein bisschen an Agatha Christie, fühlten sich aber alle sehr konstruiert an. Kunishi plant zwei weitere Bücher dieser Art, aber ich bin mir unsicher, ob ich nochmal zu einem seiner Werke greifen würde. 3,5|5 ⭐️

SusanRezension von Susan

Ich habe das Buch bei einer Leserunde gewonnen, dafür bedanke ich mich. Es ist mein zweiter Roman von einem japanischen Autor. Es war etwas besser als gedacht, aber hatte auch keine hohen Erwartungen. Der klapptext spricht mich sehr an und wurde direkt auf den ersten Seiten schon enttäuscht, da es wenig damit zu tun hatte. Der Autor verführt den Zähler in rätselhaften Elementen. Ich persönlich fand es stellenweise sehr bizarr, könnte mir aber vorstellen, dass Krimifans sowas mögen. Für mich war es eher ok. Die Sprache ist einfach gehalten, Emotionen und Sympathien entwickeln sich nur sehr langsam. Die Demenz find ich gut beschrieben und auch die Halluzinationen. Die Bibliothek spielt jedoch nur eine Nebenrolle.stellenweise spielen Bücher eine Rolle, aber im allgemeinen sind sie nur Nebensache. Ich empfehle das Buch jedem weiter, der japanische Literatur mag.

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