Empfehlungen basierend auf "Deutsche Geschichte 1800-1866"

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von Jürgen Osterhammel

In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche.Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her.Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird

von Jens Wietschorke

Woher kommt die Begeisterung für Swing, Coco Chanel und »Gatsby«-Partys, für die »Roaring Twenties« mit ihrer Musik und ihrem Zeitgeist? Vielleicht liegt es daran, dass die 1920er Jahre einiges mit unserer Gegenwart gemeinsam haben – vom Einfluss der Weltwirtschaft auf das Leben des Einzelnen oder der Bedeutung der Populärkultur bis zur politischen Polarisierung. Jens Wietschorke geht der Faszination der 1920er Jahre auf den Grund und erzählt mitreißend von einer Epoche, in der kühnste Modernitätsträume, Vergnügungssucht, Nostalgie und Gewalt aufeinanderprallten. »Mit dieser Zeit verbinden fast alle etwas: Jazz und Swing, Cole Porter und Josephine Baker, Jean Cocteau und Gertrude Stein, Magnus Hirschfeld und Marlene Dietrich, Dada, Expressionismus und ›Berlin Alexanderplatz‹, Lenin, Hindenburg und Mussolini.«

von Hartmut Boockmann

Die Geschichte des Deutschen Ordens, der das Geschichtsbild nachhaltig prägte und auf den sich letztlich die preußische Staatsideologie gründete, steht im Mittelpunkt dieses Buches. Neben der Schilderung der Anfänge in Palästina skizziert Boockmann auch die außerpreußische und nachmittelalterliche Entwicklung des Ordens.

von Svante Pääbo

In einer folgenreichen Nacht im Jahre 1996 gelang Svante Pääbo die Entschlüsselung der ersten DNA-Sequenzen eines Neandertalers. Eine Sensation! Die verblüffenden Erkenntnisse revolutionierten unser Bild von der Entwicklung des Homo sapiens. Jetzt erzählt der preisgekrönte Wissenschaftler seine persönliche Geschichte und verschränkt sie mit der Geschichte des neuen Gebiets, das er maßgeblich mitentwickelte: der Paläogenetik - von den ersten Analysen an altägyptischen Mumien bis hin zu Mammuts, Höhlenbären und Riesenfaultieren. Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der Spitzenforschung in Deutschland und der spannende Entwicklungsroman einer Wissenschaft, deren Ergebnisse vor wenigen Jahrzehnten noch niemand erahnen konnte.

von Gaius d. Ältere Plinius Secundus

Die von Plinius dem Älteren verfasste 'Naturgeschichte' in 37 Büchern enthält sozusagen das gesamte antike Wissen über die Natur: Kosmologie, Geographie, Biologie des Menschen, Zoologie, Botanik, Pharmakologie, Mineralogie, Metall- und Steinverarbeitung, Vulkanologie u.v.m. Aus der Fülle des Materials hat Marion Giebel eine vielseitige, überaus anregende Auswahl getroffen sowie die Texte neu übersetzt und kommentiert.

von Andreas Kappeler

Allgemein verständliche Darstellung der ukrainischen Geschichte vom Kiever Reich (10. bis 13. Jahrhundert) bis zur Gegenwart.

von Alexander Demandt

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von Michaela Vocelka, Karl Vocelka

"Mit nur 18 Jahren bestieg Franz Joseph I. als Hoffnungsträger den Habsburger-Thron, den er fast 68 Jahre innehaben sollte. Michaela und Karl Vocelka haben anlässlich des herannahenden 100. Todestages eine spannende, umfassende und gründlich recherchierte Biographie dieses bedeutenden Monarchen vorgelegt. Sie beschreiben zunächst die Erziehung des künftigen Kaisers und erhellen den familiären Rahmen seiner Entwicklung. Zwar steht die Persönlichkeit des Monarchen im Vordergrund, doch um dessen Politik verständlich zu machen, arbeiten sie sorgfältig die Rahmenbedingungen seiner Herrschaft heraus - Familientraditionen, Lage der Monarchie, Hofhaltung und Verwaltung seines Reiches. Ebenso nehmen sie die kulturellen Entwicklungen während seiner Regierungszeit in den Blick, stellen die innenpolitischen Herausforderungen im Vielvölkerreich sowie die außenpolitischen Krisen dar, die in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs münden. Wer um die verheißungsvollen Anfänge des Kaisers weiß, der einst mit Elisabeth in Bayern - Sisi - eine der schönsten Frauen des 19. Jahrhunderts heiraten sollte, der wird die Tragik nachempfinden, die seine Herrschaft umgibt. Sie war überschattet von militärischen Niederlagen, der Hinrichtung seines Bruders, Kaiser Maximilians von Mexiko, dem Selbstmord seines Sohnes, Kronprinz Rudolf, unter skandalösen Umständen, der Ermordung seiner geliebten Frau und dem heraufziehenden Ende der Habsburgermonarchie als Folge des Ersten Weltkriegs"--

von Kai Vogelsang

Die spannungsreiche Beziehung zwischen Einheit und Vielfalt steht im Zentrum dieser”Geschichte Chinas“. Der Hamburger Sinologe Kai Vogelsang beschreibt die ganze Fülle der chinesischen Kultur, ihren Reichtum und ihre Diversität, er schildert chinesische Lebensformen und Wunderlichkeiten. Und er verfolgt die Versuche der chinesischen Kultur, die wuchernde Vielfalt zu bändigen, etwa durch die erfundene Tradition des Konfuzianismus, die Schaffung eines Einheitsreiches, den Totalitarismus mit seinen Gewaltexzessen, den Nationalismus der Gegenwart. In diesem großartig differenzierten Gesamtüberblick werden nicht Kaiser und Dynastien abgehaspelt, hier wird erzählt von Menschen, Dingen, Ereignissen und Entwicklungen. Die chronologische Darstellung der 10.000-jährigen Geschichte wird ergänzt durch kurze Überblicke zu Anfang jedes Kapitels, die auf größere Zusammenhänge eingehen und etwa 60 knappe Exkurse, die einzelne Themen zeitenübergreifend und in sich geschlossen veranschaulichen (von”Seidenstraße“bis”Mao-Kult“). Zeittafeln und Karten vermitteln einen zeitlichen und räumlichen Überblick, weiterführende Literaturhinweise runden den Band ab.