Dario ist 16 und voller Wut. Einer, dem alles egal ist, vor allem, seitdem der Vater die Familie verlassen hat. Nachdem Dario in der Schule randaliert hat, wird er zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Er soll sich um Andy kümmern, der im Rollstuhl sitzt und sich kaum mitteilen kann. Dario hat seine eigenen Vorstellungen von Fürsorge und nimmt Andy kurzerhand mit auf die Suche nach seinem Vater. Es wird eine abenteuerliche Reise, immer der Sonne nach ans Meer. Dario lernt Andys feine Signale zu lesen und diesen „Halbidioten im Rolli“ mit anderen Augen zu sehen. Vor allem aber erkennt er, dass nicht die anderen für seine Wut verantwortlich sind. Er hat durchaus die Wahl, welchen Weg er gehen will.
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Der Sonne nach
von Gabriele Clima, Barbara Neeb, Katharina Schmidt
Dario ist 16 und voller Wut. Einer, dem alles egal ist, vor allem, seitdem der Vater die Familie verlassen hat. Nachdem Dario in der Schule randaliert hat, wird er zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Er soll sich um Andy kümmern, der im Rollstuhl sitzt und sich kaum mitteilen kann. Dario hat seine eigenen Vorstellungen von Fürsorge und nimmt Andy kurzerhand mit auf die Suche nach seinem Vater. Es wird eine abenteuerliche Reise, immer der Sonne nach ans Meer. Dario lernt Andys feine Signale zu lesen und diesen „Halbidioten im Rolli“ mit anderen Augen zu sehen. Vor allem aber erkennt er, dass nicht die anderen für seine Wut verantwortlich sind. Er hat durchaus die Wahl, welchen Weg er gehen will.
Aktuelle Rezensionen(2)
Dieses Buch ist sehr schön
„Der Sonne nach“ von Gabriele Clima ist nicht nur beliebte Schullektüre, sondern wurde auch mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Er wurde unteranderem für den IBBY Preis als „bestes Buch über einen behinderten Jungen“ ausgezeichnet. Dass es ein Buch ÜBER einen behinderten Jungen ist von einem nichtbehinderten Autor ist, wird während des Lesens deutlich: 95% der Zeit lesen wir die Geschichte aus der Sicht von Dario. Er ist mit seinem Leben unzufrieden und eckt in der Schule an. Als Strafe muss er bei der Betreuung von Andy helfen. Viel erfahren wir über Andy erst einmal nicht. Nur dass er im Rollstuhl sitzt, (erstmal) nicht spricht und ihm Spucke aus dem Mund läuft. Dario ist erstmal super genervt von Andy, seiner neuen Aufgabe und eigentlich allem. Als er dann aber merkt wie Andy von seiner Betreuerin Elisa bevormundet wird schnappt er sich Andy in seinem Rollstuhl und sie machen sich auf eine Reise Richtung Sonne. Es gibt ein paar Dialoge in denen Dario anderen ihre Vorurteile und Ableistischen Verhaltensweisen vor Augen hält. Allerdings nennt Dario Andy nicht nur die ganze Zeit einen „Idioten“ (auch spaßeshalber geht dieser Ausdruck gar nicht!!!) sondern vergleicht ihn mal mit einem Baby mal nennt er ihn einen Halbgott (Halb-Gott-halb-Rollstuhl). Nach der – seeeehr unrealistischen Reise – gibt es ein Gespräch zwischen Dario und Andys Vater. Andys Vater sagt dann sinngemäß, dass Dario die Gabe hat mit solchen Menschen wie Andy umzugehen … Alles in allem ein Buch, welches versucht mit Vorurteilen aufzuräumen, aber dann von vorn bis hinten Ableismus reproduziert. Also meiner Meinung nach KEIN gutes Buch über die Lebensrealität von behinderten Menschen.